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1545 urk. erwähnt, war es im Besitz des Andreas Dum; 1573 erwarb Erzherzog Ferdinand von Tirol Schloss Ferklehen für Philippine Welser.  1703 durch Brand zerstört und anschließend in kleinerem Umfang wiederaufgebaut wurde. Ansitz Ferklehen (in der Talsohle nahe Unterperfuss gelegen), dessen Name sich von „Fergen“ ableitet, womit ursprünglich das Recht gemeint war, die Innfähre bei Zirl zu betreuen. Der ältere Ansitz ist ein Bauwürfel mit hohem Walmdach und vier dreigeschossigen Eckerkern und Hauben und wurde vom Gewerken Hans Rosenberger Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut und 1553 gefreit. Der benachbarte Ansitz Neu-Rosenegg stammt aus dem beginnend Home Home Ansitz Ferklehen Ansitz Ferklehen Tourismus Tourismus Links Links
Zweistöckiger Ansitz mit achteckigem Turm (mit Haube und einer Laterne), Kapellenbau (leicht stuckiert, Barockfresko) und Wirtschaftsgebäude; das Ganze mit einer Mauer umgeben. In einzelnen Räumen befinden sich noch gotische Fensterläden.  1545 urk. erwähnt, war es im Besitz des Andreas Dum; 1573 erwarb Erzherzog Ferdinand von Tirol Schloss Ferklehen (für Philippine Welser); weitere Besitzer waren dann die Landesfürsten, Fam. Reinhardt (1699-1853) und Vintler (1853-1920). Das Schloss Ferklehen, welches 1703 durch Brand zerstört und anschließend in kleinerem Umfang wiederaufgebaut wurde, wurde in den letzten Jahren restauriert. Ferklehen bedeutet soviel wie "Lehen der Fergen". Der Name hängt mit der nahegelegenen,  jahrhunderte lang bestehenden Fähre über den Inn zusammen. Zunächst hatten die Fergen  (Fährmänner) nur die Überfuhr besorgt, erst als man 1482 die Zirler Innbrücke errichtete, wurden sie  auch mit dem Einheben der Brückenmaut betraut. Da sich dies zu einem einträglichen Geschäft  entwickelte, entstand an Stelle der einfachen Fährbehausung ein stattlicher gotischer Ansitz. Der Hauptmann Andreas Dum erhielt dafür 1548 die Freiung zum adeligen Sitz. Sein Grabstein aus dem  alten Innsbrucker Friedhof mit dem verwitterten Familienwappen der Dum wurde 1935 neben dem  Hauptportal des Schlössls in die Mauer eingelassen.  Als im Mai 1552 das protestantische Heer des  Kurfürsten Moritz von Sachsen in Tirol einflel, um den Schirmherr des Katholizismus, Kaiser Karl V.,  gefangen zu nehmen, wütete im Inntal die Soldateska. Schrecklich hauste diese im Zisterzienser Stift  Stams, und auch Ferklehen blieb von Plünderungen nicht verschont. Im Jahre 1573 kaufte der kunstsinnige Tiroler Landesfürst Erzherzog Ferdinand II. für seine bürgerliche  Ehefrau, die schöne Phillippine Welser, das am Rande des wildreichen Waldes gelegene  "Unterperfer  Schlössl". Oft kam sie in Begleitung Ihres Hofstaates von Ambras hierher geritten und und  veranstaltete tagelange Hochwild und Niederjagden sowie die vor allem bei den Hofdamen beliebten  Falkenbeizen. Die allseits beliebte Welserin überlies jedoch schon wenige Jahre später Ferklehen der  Landesfürstlichen Kammer, nunmehr diente es sechs Landesfürsten als häufig aufgesuchtes  Jagdschloss.  Für das "Schlössl" waren die Folgen des "Boarischen Rummels" im Jahre 1703 verheerend. Beim Vorrücken der Bayern von  Kematen nach Zirl lauerten beim "Reißenden Ranggen" die Tiroler Landesverteidiger den bayrischen Truppen auf. Dabei kam der  Freund und Adjutant des Königs Graf Arco ums Leben.  Die einheimischen nennen den Ansitz das "Unterperfer Schlössl" Dieser Abseits gelegen Edelsitz westlich von Unterperfuß liegt  inmitten von Wiesen und Obstbäumen. Der Ansitz selbst hat nichts mit Ferkeln (Schweinen) zu tun. Sondern der Name kommt von  den Innschiffen, den "Ferggeln"  Im 19. Jahrhundert wurde in Ferklehen von den Bauernburschen aus Unterperfuß gerne und oft  Theater gespielt. Dabei strömten nicht nur die Unterperfer, sondern auch viele Menschen aus den umliegenden Dörfern herbei Das Schloss Ferklehen, welches 1703 im spanischen Erbfolgekrieg durch bayrische Soldaten in Brand gesetzt wurde   anschließend in kleinerem Umfang wiederaufgebaut .  Heute befindet sich das "Unterperfer Schlössl" im Besitz der Familie  Schreckenthal.
Es ist ein im Kern spätgotischer Bau, der im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts barockisiert wurde. Das dreigeschossige Gebäude ist mit einem flachen Krüppelwalmdach gedeckt.  Nachdem 1482 die Innbrücke gebaut und die Fähre nicht mehr nötig war, bekam der Ansitz das Recht, die Brücke instandzuhalten.