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Schwaz hat im Mittelalter Geschichte geschrieben: Mit der Silbermine, also dem Silberbergwerk. Das Fuggerhaus in der Silberstadt Schwaz mit dem Knappenbrunnen. Das Fuggerhaus entstand um 1525. Hier errichtete die Handelsfamilie Fugger aus Augsburg ihren Schwazer Wohnsitz. Von hier aus leitete Anton Fugger zeitweise seine Weltfirma.
Der Hauptsitz der Augsburger Handelsfamilie Fugger! Das Fuggerhaus entstand um 1525. Hier errichtete die Handelsfamilie Fugger aus Augsburg ihren Schwazer Wohnsitz. Von hier aus leitete Anton Fugger zeitweise seine Weltfirma. Unterhalb des Erkers erinnert eine Kupferbüste (ein Werk des Schwazer Künstlers Prof. Sepp Baumgartner) an die Fugger. Das Haus ist heute Sitz der Tertiar-Schulschwestern.
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Die Familie Fugger, die ursprünglich aus dem schwäbischen Dorf Graben stammte, war die einflussreichste der Augsburger Handelsgesellschaften. Seit der Firmengründung durch Hans Fugger im Jahre 1367 wuchs der fuggersche Betrieb zum wichtigsten im deutschen Reich heran. Sie waren die Bankiers der Päpste und Kaiser und betrieben Handel in der gesamten damals bekannten Welt. In Schwaz bauten sich die Fugger einen feudalen Ansitz, das Fuggerhaus, in dem heute die Tertiär Schulschwestern zu finden sind. Als Jakob Fugger 1525 kinderlos verstarb, erbte sein Neffen Anton die Firma mit einem Firmenkapital von über 2 Millionen Gulden. Anton konnte das Fuggerimperium vergrößern. Der stattliche Ansitz in Schwaz wurde 1520/25 vom Augsburger Handelshaus der Fugger erbaut. Der massige Bauwürfel bildet mit seinen turmartigen Eckerkern und den beiden Erkern an der Fassade die typische Form des tirolischen Adelsansitzes im 16. Jh.  Die von Marmorsäulen getragenen Arkaden an der Rückfront kennzeichnen den vornehmen Lebensstil der Schwazer Unternehmer. Bemerkenswert ist die Bekanntschaft mit Kaiser Maximilian. Als der Kaiser nach Burgund zog um seine Gemahlin Maria von Burgund zu freien kam er auch durch Augsburg mit seinem Gefolge. Aber wie sah dieser Hochzeitszug aus, der eine der reichsten Töchter Burgunds mit dem Habsburger verheiraten sollte. Total abgerissen, die Kleider schäbig und verdreckt. Die Fugger schenkten dem Kaiser und seinem Gefolge Prunkgewänder und erneuerten seine Ausrüstung.  Die vergaß Kaiser Max nie mehr und mit dem Reich der Habsburger wuchs der Gewinn, der Glanz und die Macht der Fugger. Der Gründer der Fugger von der Lilie war der jüngere Sohn des Hans Fugger, Jakob der Alte. Er nannte sich Webermeister, Ratsherr und Kaufherr. Kaiser Friedrich III. verlieh ihm und seinen Brüdern das Lilienwappen. Die Fugger schufen ein Wirtschaftsimperium, wie man es bis dato nicht kannte. Sie finanzierten Kaiser und Könige, Fürsten und Bischöfe, ihr Reichtum war sagenhaft. Die Finanzkraft der Augsburger Handelsfamilie Fugger gründete nicht zuletzt auch auf dem Silberbergbau in Schwaz. Zeitweise war der Ansitz in Schwaz der Hauptsitz der Fugger die von hier aus ihr weltweites Handelnetz spannten. Doch das Aufbauwerk der Vorfahren machte sich auch für die nächsten Generationen der Fugger bezahlt. Anton, der vom Florentiner ­Lodovico Guicciardini „König der Kaufleute“ genannt wurde, hinterließ seinen Nachfolgern immer noch ein gewal­tiges Vermögen. Der Reformator Philipp Melanchton bezeichnete die Fugger als die „deutschen Medici“. 1546 erreichte das Vermögen der Fugger-Gesellschaft den höchsten Stand. Anton hatte es seit Übernahme der Firma mit über fünf Millionen Gulden mehr als verdoppelt und war der reichste Mann der Welt.  Das Augsburger Unternehmen hielt sich noch hundert Jahre und überstand sogar die Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Erst seit der Auflösung des Tiroler Bergwerkhandels in den Jahren 1657/58 gilt es als erloschen. Heute ist in dem einstigen Ansitz des Geldadels ein Kloster. Die Terziär Schulschwestern bewohnen die Prunkräume der der Handelsherren Fugger die in ihrem Wappen eine Lilie haben. Leider nur von außen zu besichtigen.
 In Schwaz bauten sich die Fugger einen feudalen Ansitz, das Fuggerhaus, in dem heute die Tertiär Schulschwestern zu finden sind. An der "Rückseite" des Ansitzes sind Arkadengänge. Die Fugger finanzierten das feudale Leben von Sigismund dem Münzreichen und die imperialistischen Pläne von Maximilian I.