Villanders (1032 m)

Im Ortsteil St. Valentin liegt dieser heute als Bauernhof dienende Ansitz. Er geht auf das 13. Jh. zurück und war im 14. Jh. befestigt worden, erhielt aber seine heutige Gestalt (einschließlich der Barockkapelle) im 16. Jh. Lange Zeit hindurch war er Wohnsitz der Herren von Villanders, einer der einst tonangebenden Südtiroler Adelsfamilien

 

Die Geschichte der Berggemeinde Villanders hat sehr alte Wurzeln; zahlreiche Reste von Wallburgen, archäologische Ausgrabungen und Funde aus der Jungstein- und Römerzeit weisen auf die vorgeschichtliche Besiedlung hin. Im „Pfunderer Bergwerk“ wurden seit dem frühen Mittelalter bis vor kurzem Silber-, Kupfer- und Bleierze abgebaut. Das Gebiet ist für Mineraliensammler heute noch eine interessante Fundgrube.

  

Das Bauwerk (beziehungsweise eine Vorgängeranlage) stammt möglicherweise aus der Zeit um 1150, ist aber erst im 13. Jahrhundert sicher belegt, als er der Sitz der Herren von Villanders war.

 

 

 


Villanders im Eisacktal, Südtirol

 

Die Herren von Villanders, ein weitverzweigtes Geschlecht, waren im 13. und 14. Jahrhundert eines der mächtigsten Adelsgeschlechter Tirols. Sie führten ein Leben von großbäuerlichem Zuschnitt, saßen größtenteils auf ansitzartigen Höfen und verstanden es, ihren politischen Einfluss über die Landesgrenzen hinaus geltend zu machen.
Falsches Pokern der Villanderer im Machtkampf zwischen den Luxemburgern und Wittelsbachern bewirkte einen jähen Niedergang nach 1350.

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