In Lajen, Am Eingang ins Grödental, hoch über der Talschlucht gelegen, liegt der Ingramhof.
Dieser Hof ist wahrscheinlich der Stammsitz der im 12. Jh. erwähnten Herren von Lajen.
Der heutige Name stammt aus dem 18. Jh. nach den hier ansässigen Geschlecht der Freiherren von Ingram.

Der behäbige Wohnbau mit dem Wirtschaftsgebäude und der zinnenbekrönten Tormauer schliesst einen geräumigen Hof ein. Am Tor findet sich das Wappen der Ingram. Freitreppen, Spitzbogentüren, Doppelbogenfenster, handgeschmiedete Gitter mit Kreuzblumen geben dem Haus ein malerisches Aussehen. Das bereits stark verfallene Gebäude wurde 1976 von Erwin Demetz und Markus Vallazza aufgekauft und neu adaptiert. An der Nordfassade ist in einer Nische eine Nepomukstatue angebracht,

Die ältere Geschichte des stattlichen Baues , der kn seiner heutige Gestalt nach nicht weit vor 1500 zurückreicht. Nach dem Adelgeschlecht der Ingram ist heute dieser Mairhof benannt,

 

   
   

Angebliches Geburtshaus des Minnesängers Walther von der Vogelweide (1168–1230). Die Eintragungen im Gästebuch sind ein Stück Lajener Kulturgeschichte. Besichtigung nur gegen Voranmeldung: Familie Mair,

 

Kurze Biographie : Geboren um 1170 in Lajen Ried ? Gestorben um 1230 Würzburg?

Die mutmaßliche Grabstätte (nach einer glaubwürdigen lit. Überlieferung von etwa 1350) ist in Würzburg, Kreuzgang des Kollegiatstifts Neumünster ("Lusamgärtlein"), im grasehoue, also nicht an vornehmster Stelle (spätere Sage: sub arbore, unter der großen Linde in der Mitte des Kreuzgangs).

"Ich saz ûf eime steine..."
 

Unbekannter Herkunft: Niederösterreich/Wien? Mainfranken/Würzburg? Südtirol? (berühmtester "Waltherischer" Vogelweidhof im Layener Ried/Grödnertal oberhalb Waidbrucks).
Evtl. aus dem Ministerialenadel, also dem niederen Ritterstand; Jugend in Österreich/Wien: Ze Ôsterrîche lernt ich singen unde sagen; fahrender Sänger, "ein armer Hund, der davon lebte, seine Kunst vorzutragen" (Wapnewski). Die Lebenszeit lässt sich ungefähr errechnen aus dem Rückblick auf seinen minnesanc im "Abschieds-Lied" (um 1230): wol vierzec jâr hab ich gesungen oder mê.

Größter Lyriker des deutschen Mittelalters. Vollender und zugleich Überwinder der stilisierten höfischen Minnehaltung (Unerreichbarkeit der frouwe); stattdessen Wärme des Gefühls, Synthese von Sinnenfreude und gleichberechtigter Zuneigung. Daneben erstmals politische Spruchdichtung als Waffe im Verteidigungskampf des Kaisers gegen die Machtansprüche des Papstes. Sein Alterswerk ist bestimmt durch Trauer über den Verfall der höfischen Kultur und den Niedergang des Reiches, durch Resignation und Weltabsage.

Inschrift am Geburtshaus des wohl berühmtesten Minnesängers aus dem frühem Mittelalter. Es streiten sich etliche Gemeinden um das Privileg der Geburtsort Walthers von der Vogelweide zu sein
Der Vogelweider Hof in Lajen Ried ist der wahrscheinliche Geburtsort des berühmten Minnesängers Walther von der Vogelweide.

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