Im Volderwald, zur Gemeinde Tulfes gehörig, steht in der Nähe der alten Römerstrasse ein Ansitz, dessen Geschichte tief ins Mittelalter zurückreicht. Der Kolbenturm liegt am Weg zur Volderer Brücke zwischen Borgia Kapelle und einer steilen Waldschlucht. Er ist auch vom Tal aus sichtbar. Die Borgiaskapelle liegt oberhalb der von Hall nach Tulfes führenden Straße, ganz in der Nähe des Kolbenturmes.  Im Ortsteil Volderwald der Gemeinde Tulfes.  Der Hl. Franz Borgias war als Ordensgeneral der Jesuiten dagegen, dass seine Brüder, die mit Erzherzogin  Magdalena im Jahre 1569 nach Hall gekommen waren, auf Dauer an diesem Ort bleiben sollten.
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Um 1677 wurde dieses Kirchlein an der alten Römerstrasse auf Bitten der Bevölkerung von  Volderwald durch das Haller Damenstift und unter Mitarbeit des bekannten und berühmten Haller  Stiftarztes und Baumeister Hypolit  Guarinoni, der auch die Karlskirche in Volders erbaute,  errichtet.  Aber diese Mitarbeit bestand nur im Nachbau einer verkleinerten Version der Karlskirche in Volders.  Denn Guarinoni war bereits 1654 verstorben. Zu Ehren des Hl. Franz Borgias, der 1671 heiliggesprochen worden war, erbauten die Stiftsdamen  unter der Obristin Ursula Gräfin von Spaur 1677 im Volderwald, an der Straße nach Tulfes, ein  Kirchlein. Die Kapelle wurde am 22. November 1678 durch den Fürstbischof Paulinus Mayr von  Brixen geweiht. Das Damenstift ließ in der Zeit von 1682 bis zur Aufhebung des Stiftes im Juli 1783  durch Kapläne in Volderwald Gottesdienste halten.  1978 wurden Restaurierungsmaßnahmen  durchgeführt. 1985 zerstörte ein Brand den Altar desKirchleins, so dass eine neuerliche  Restaurierung erforderlich wurde. Die Pfarrgemeindewird von Kaplan Georg Wojcik betreut. Die Form der Kirche stellt eine kleine, vereinfachte Kopie der Karlskirche von Volders dar. Aus  diesem Grund wird Dr. Guarinoni, der bereits 1654 starb, als geistiger Vater des Baus angesehen.  Der Grundriß stellt einen oblongen Vierpaß dar. Die geschweifte Dachhaube wird von einem  polygonalen hölzernen Dachreiter mit Zwiebelhelm gekrönt. Unter einem angeschobenen Zeltdach  befindet sich ein quadratischer Sakristeianbau, die hölzerne tonnengewölbte Vorhalle wird von  Rundsäulen getragen. Das Rundbogenportal stammt vom Steinmetzmeister Heinrich Renn. Das  Innere der Borgiaskapelle wird vom strengen Felderstuck aus der Erbauungszeit bestimmt. Ionische Eckpilaster mit Festons  und Apostelzeichen sind dafür typisch.   Der Hochaltar, ein frühbarocker Knorpelwerkaltar mit diagonalgedrehten Säulenpaaren (2. Hälfte des 17. Jahrhunderts) wurde bei einem Brand stark beschädigt. Das Altarbild stellt den Kirchenpatron dar, oberhalb ist in einer Kartusche ein kleines  Heimsuchungsbild mit Stiftswappen zu sehen. Den Auszug ziert eine Kopie des Gnadenbildes Maria Schnee, das von zwei  Engeln auf gesprengten Giebelstücken flankiert wird
In der Nähe der alten Römerstrasse steht ein einzelner Turm dessen Geschichte weit ins Mittelalter zurückreicht. Der Kolbenturm wurde um 1200 vom Geschlecht der Kolb erbaut, das schon 1166 in Trient nachweisbar ist Um 1677 wurde dieses Kirchlein an der alten Römerstrasse auf Bitten der Bevölkerung von Volderwald durch das Haller Damenstift und unter Mitarbeit des bekannten und berühmten Haller Stiftarztes und Baumeister Hypolit  Guarinoni errichtet. Die Form der Kirche stellt eine kleine, vereinfachte Kopie der Karlskirche von Volders dar. Aus diesem Grund wird Dr. Guarinoni, der bereits 1654 starb, als geistiger Vater des Baus angesehen.