An der westlichen Stadtmauer befindet sich der Trenkturm oder das Schloss Rainegg. Der Ansitz " Rainegg" war einst die Südwestecke der ältesten Stadtbefestigung.   Es ist heute noch sehr gut erhalten. Hauptstützpunkte der städtischen Verteidigung waren vier Burgen bzw. Türme: Burg Sparberegg (1567 zum Damenstift umgebaut), gegen Norden der Agramsturm (später "Geisterburg" genannt), worin sich das städtische Zeughaus (Waffenlager) befand,. Das burgenartige Rainegg sicherte die Stadt gegen Westen, gegen Süden waren es der Wengerturm und die Burg Hasegg.
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Ansitz Rainegg in Hall in Tirol -  Geschichte
Ansitz Rainegg in Hall in Tirol
Rainegg wird um das Jahr 1381 zum ersten Mal erwähnt. Und zwar hat ein Haller Bürger namens Heinrich  der Hank, in diesem Jahr dem Jörg Fueger zu Fritzens sein Gut auf dem "Raine zu Hall" verkauft.  Tatsächlich erhielt der Ansitz seinen Namen von seiner Lage : "Egg am Rain". Da jedoch  viele Häuser in  Hall im 14. und 15. Jh. mit der Kennzeichnung "auf dem Rain" versehen waren ist die Datum sehr fraglich.  Am westlichen Ausgang der Ritter Waldaufstrasse steht das in jüngster Zeit oft umgebaute Schloss  Rainegg den man seinen wehrhaften Charakter auch heute noch ansieht. Es war früher an die Stadtmauer angelehnt und mit dem unteren Engelhauser, oder Thaurer Tor verbunden und bildete eine starke Feste.  Leider wurden im Zuge der Umbauarbeiten zu einzelnen Wohnungen die Zinnen vom Bergfried völlig  sinnlos herunter geschlagen. Dagegen scheint Rainegg in bescheidener Form schon früh in den  Lehensbüchern auf. Mit vielen anderen Gütern, so z. Bsp. "des Veglers hauß auf Thaur" wird auch "Herrn  Seifridts hofstat zu Hall bei Engelhaus Thor" "auf ain neue berueffung" dem Heinrich Schnellmann für  sich und seine Erben mit allen Rechten, "wie die von alters herbkommen" am 14. Juni 1380 verliehen. Es ist möglich, daß der "turn hinder dem pfarrhof", an dem "Strobl uns ein Knecht " in der woch Augstin"  1438 das Dach ausbesserten mit Rainegg identisch ist. Aus dieser Eintragung im Haller Raitbuch wäre zu  schließen , daß es damals als Teil der Ringmauer schon im Besitz der Stadt Hall war.   Am 29. Juni 1476 überließ Herzog Sigismund (der Münzreiche) der Stadt Hall die "Hofstat zu Hall bey  Enngelhawstor, die oben an weyland Hannsen Fügers hawsn hinden an die rinksmawr bei demselben tor  und an die gemain strass der Markhgassen und vor der Pfaffengassen". Dies ist die heutige  Waldaufstrasse, die der Bürgermeister von Hans von Embs gekauft hatte, stößt und die landesfürstliches Lehen war, zu rechtem  Eigen.  Über das weitere Schicksal des Hauses konnten wir leider keine archivarischen Quellen finden. Wir halten uns daher an die  Angaben des Stadtkoches Josef Fuchs. Laut diesem ging ging es von der Stadt durch Kauf an Georg Fieger zu Hirschberg und von  dessen Erben an die Hiltprant von Edelhausen (um 1607). 1381 erstmals urk. erwähnt, wurde der im Kern aus der ersten Hälfte des  16. Jh.s stammende Bau immer wieder stark verändert (Umbauten 1670-78, in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s, im Inneren 1904 und  1958, Renovierung erfolgte im Jahr 1979).1915 ging der Ansitz an die Witwe Klara Waits geborene Vogel, die ihn am 5. November  1931 an die Geschwister Gertraud und Wolfgang Moser verkaufte. Heute eine Wohngemeinschaft. Noch etwas erstaunliches über Rainegg. Der berühmte Maler Albin Egger-Lienz lebte als freier Maler abwechselnd in München und Osttirol. Kurz vor seinem Tod ließ sich Egger-Lienz in Hall in Tirol nieder, und zwar im Ansitz Rainegg. wo er mit den Künstlern des  Brenner-Kreises verkehrte. In seinen letzten Lebensjahren wurde Egger-Lienz zum Ehrendoktor der Universität Innsbruck und zum Ehrenbürger der Stadt Lienz in Osttirol ernannt.
An der westlichen Stadtmauer befindet sich der Trenkturm oder das Schloss Rainegg Blick in den kleinen Vorgarten. Schloss Büchsenhausen liegt im Innsbrucker Stadtteil St. Nikolaus, unterhalb des Alpenzoos Am westlichen Ausgang der Ritter Waldaufstrasse steht das in jüngster Zeit oft umgebaute Schloss Rainegg den man seinen wehrhaften Charakter auch heute noch ansieht. Blick auf das Schlosstor. Nach dem Burgenlexikon von Weingartner und Trapp wird Rainegg als Gut in Hall 1381 zum ersten Mal erwähnt. Die beiden Autoren beziehen sich dabei wohl auf ein Regest in den Archivberichten. Blick auf das Tor in das Wohngebäude Frei stehender Bau an der Ecke zum Stadtgraben, kubisch mit südwestlich an die Südseite angestelltem Turm, Kragsteinerker, Rundbogenportal und gotischen Fassadenmalereien (16. Jh.).