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Sommerhaus der adeligen Stiftsdamen in Hall
Im ehemaligen Stiftsgarten, der durch den tiefen Graben der einstigen Stadtbefestigung von Hall,  getrennt ist, wurde in den Jahren 1715 bis 1716 das Sommerhaus der ehemaligen adeligen  Stiftsdamen erbaut. Im großen Saal, dem Magdalenensaal ist ein gewaltiges farbenfrohes  Deckengemälde von Kaspar Waldmann, der auch die Seitenwände mit dekorativer Malerei und  Scheinarchitektur bemalte.  Am 12. Mai 1567 wurde der Grundstein von Erzherzog Ferdinand  für das Damenstift in Hall, gelegt,  und gegen Ende des Jahres 1569 zogen die Schwestern des Landesfürsten in das neue Stift ein. Da  im Haller Damenstift vor allem Damen des Hochadels ein sorgenfreies, frommes Leben geboten  werden sollte, wurde das Stift finanziell gut ausgestattet, wobei die Oberinnen versuchten das  Vermögen gut anzulegen. Durch das Erdbeben 1670 und 1689 wurde das Stift arg beschädigt, aber  1690 restaurierte und vergrößerte man es. Unter Kaiser Josef II. (1783) wurde das Damenstift in Hall  aufgehoben. Erst zu Beginn des 20. Jh.s  wurde das profanierte Stift wieder  für religiöse Zwecke  verwendet. Das Stiftsgebäude und die Kirche wurden 1812 wieder ihrem ursprünglichen Zweck  zugeführt, indem auf Betreiben von Erzherzog Ferdinand Karl der belgische Orden Filles du Sacré  Coeur die Gebäude nutzte. Die klausurierten Töchter vom Hlgst. Herzen Jesu widmen sich der  täglichen Anbetung und werden im Haller Volksmund aufgrund ihres Ordenskleides „Weiße Tauben“ genannt. Diese adeligen Stiftsdamen nun erbauten in ihrem Stiftsgarten, zu dem eine kleine Brücke vom  Kloster über den Stadtgraben führt, ein Sommerhaus von wahrer Pracht, mit dem riesigen Magdalenensaal, der von  eindrucksvollen Gemälden  geschmückt ist. Dieser Kaspar Waldmann, einer der größten Barockmaler Tirols schuf in diesem  damals neuen Bau eine Scheinarchitektur aus Säulen, Standbildern alttestamentarischer Figuren das große Bild  Marias als  Vermittlerin der Dreifaltigkeit. Am Bild unten sieht man die Stifterin Magdalena wie sie mit  dem Plan des Damenstiftes kniet. Es ist  eines der großartigsten Illusionsbilder der im Himmelsraum agierenden Gestalten im Tiroler Hochbarock. - Leider wurde mir nicht  gestattet ein Bild davon im Internet zu zeigen. Das Sommerhaus hat heute mit dem Kloster nichts mehr zu tun und ist im  Privatbesitz. Ein Besuch dieses einmaligen Gebäudes kann ich jeden Haller Kunstinteressierten nur wärmstens empfehlen. Das  ehem. Sommerhaus des Königlichen Haller Damenstift Von den bedeutenden Kunstschätzen des ehemaligen Haller Damenstifts  hat sich nach dessen Säkularisation (1783) nicht viel vor Ort erhalten – umso mehr muss es als Glücksfall gewertet werden, dass  das im Stiftsgarten gelegene Gebäude, das aus einem großen Festsaal (Magdalenasaal) samt intimen Nebenräumen besteht, mit  seinen im Original erhaltenen Fresken inzwischen fast drei Jahrhunderte relativ unbeschadet überdauert hat.
Sommerhaus der Stiftsdamen in Hall - Geschichte
Der zwischen 1715 und 1717 errichtete Bau entstand als Sommerresidenz der Haller Stiftsdamen. Den Hauptteil des heute im Besitz der Familie Faistenberger stehenden Gebäudes nimmt ein großer Festsaal ein, dessen Fresken vom Tiroler Barockmaler Kaspar Waldmann am Höhepunkt seines Schaffens gestaltet wurden. Das von ihm umgesetzt theologische Programm ist stark jesuitisch geprägt, italienische Einflüsse sind an den Außenfassaden sowie an Teilen der Inneneinrichtung nachvollziehbar. Bei den Spezialführungen können die Räumlichkeiten und der Garten des sonst nicht zugänglichen Baujuwels besichtigt werden.
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