Sommer
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Sommerhaus der adeligen Stiftsdamen in Hall
An der Südseite des Jesuitenklosters führt eine kleine Brücke über den letzten heute noch  erhaltenen Stadtgraben in den Garten des königlichen Damenstiftes. Seit der Auflösung unter Kaiser Josef II. befindet sich dieser Garten in Privatbesitz und ist heute zweigeteilt. Im öffentlich  zugänglichen Teil erinnert das achteckige hölzerne Brunnenhäuschen mit einer latainischen  Inschrift an das Lebensmotiv der Stiftsdamen : "O beata solitudine, o sola beatitudo !" - Oh selige  Einsamkeit, oh einzige Seligkeit.    Die Maria-Schnee-Kapelle im Park soll im Sommer 1670 errichtet worden sein, als die Stiftsdamen  wegen der häufigen Erdbeben für mehrere Wochen ihre Wohnungen verlassen und ihre Zuflucht im Stiftsgarten gesucht, dort aber keinen würdigen Ort zum Beten gefunden hatten. Im privaten und nur selten zugänglichen Teil steht eine Josefskapelle und das kurz vor 1720 für  Festlichkeiten errichtete Sommerhaus der Stiftsdamen. Das Herzstück ist der "Magdalenensaal", ein Festsaal, dessen beeindruckende Fresken Szenen aus dem Leben der Stifterin, Erzherzogin  Magdalena zeigen. Sowohl im Magdalenasaal als auch im Stiftsgarten soll es um 1900 immer wieder gegeistert haben.  Vage Geschichten um eine unerlöste Seele, die im Sommerhaus als kopflose Gestalt umgehen musste, oder von einer  gespenstischen, feurigen Kugel, die vom Garten über den Hang hinabrollen würde. Frau Ida Feurstein erzählt folgendes : Zufällig ließ ich einmal die harmlose Frage fallen, ob sich nie die verstorbenen Stiftsdamen oder Jesuiten in den mondhellen  Sommernächten blicken ließen. Damit hatte ich eine klingende Saite im Herzen der Frau von Trentinaglia berührt. Sie erzählte  ungefähr folgendes: Die ersten Jahre, als sie im Stiftsgarten eingezogen waren, erschrak sie jedesmal, wenn eine gespenstische  Stiftsdame in de historischen Stiftskleidung mit Häubchen und dem kleinen Birett auf dem Kopfe zu einer Tür des einen oder  anderen kleinen Zimmers hereinschaute. Frau von Trentinaglia schlief im ersten Stocke der Ostseite und versicherte, daß sie zu  gewissen Zeiten  es nicht gewagt hätte, um Mitternacht den großen Saal zu betreten, da es dort von schwarzgekleideten Gestalten geradezu wimmelte.
Sommerhaus der Stiftsdamen in Hall - Sage
Der zwischen 1715 und 1717 errichtete Bau entstand als Sommerresidenz der Haller Stiftsdamen. Den Hauptteil des heute im Besitz der Familie Faistenberger stehenden Gebäudes nimmt ein großer Festsaal ein, dessen Fresken vom Tiroler Barockmaler Kaspar Waldmann am Höhepunkt seines Schaffens gestaltet wurden. Das von ihm umgesetzt theologische Programm ist stark jesuitisch geprägt, italienische Einflüsse sind an den Außenfassaden sowie an Teilen der Inneneinrichtung nachvollziehbar. Bei den Spezialführungen können die Räumlichkeiten und der Garten des sonst nicht zugänglichen Baujuwels besichtigt werden.
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