Das Stubenhaus in Hall in Tirol war ehemals Trinkstube und Sitz der im Jahre 1508 von Ritter Florian Waldauf und Dr. Johannes Fuxmagen Gegründete, Stubengesellschaft.Um sein Gemüt "mit anständiger Ergötzung zu ermuntern", gründete Ritter Florian Waldauf, ein enger Dienstmann Kaiser Maximilians I., zusammen mit Dr. Johannes Fuxmagen dem aus Hall stammenden Humanisten die Stubengesellschaft, die heute noch als Kulturverein weiterlebt. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Versammlungshaus der Stubengesellschaft steht am Oberen Stadtplatz in Hall.
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Nach dem grossen Stadtbrand von 1447 bauten die Besitzer des Hauses 

dieses neu wieder auf. Kurz darauf richteten einige Haller Bürger im ersten 

Stock des Gebäudes eine Trinkstube ein. In dieser "Bürgertrinkstube" 

gründete Ritter Florian Waldauf schließlich 1508 mit Freunden die 

sogenannte Stubengesellschaft, der adelige Herren, städtische Würdenträger

sowie Bürgermeister und Räte, hohe Salzbeamte und angesehen Bürger der 

Stadt angehörten.  Ungestört und abgesondert vom gemeinen Volk und den 

allgemein zugänglichen Wirtshäusern pflegten die Herren zum geselligen 

Umtrunk in der ihnen vorbehaltenen "Bürgertrinkstube" zusammen zu treffen.

Noch heute ist dieses Gebäude nach Waldaufs Gesellschaft als "Stubenhaus" bekannt. Die Stubengesellschaft selbst wurde später umbenannt, 

dann aufgelöst. Sie existiert aber heute wieder unter ihrem ursprünglichen Namen als Kulturverein.

In den ebenerdigen Gewölben des Hauses war im 17. Jh. bis 1895 die Haller Stadtapotheke untergebracht. Der berühmte Haller Arzt Hippolyt 

Guarinoni erzählt in seinem Werk über die "Grewel der Verwüstung menschlichen Geschlechts" eine Anekdote um den Stadtapotheker Jakob 

Becker, die andeutet, mit welchem Argwohn und Vorbehalt die Menschen des 17. Jh.s den ersten Apotheken mit ihren Medikamenten 

gegenüberstanden.

Der Stadtapotheker Becker hatte einem erkrankten Edelmann aus der Stadt Hall mit guten Ratschlägen auch eine Arznei geschickt, die dieser 

einnehmen sollte. Als der Edelmann den Apotheker  zu sich rief und fragte, was diese Arznei koste, forderte der Apotheker eine Krone. Darauf gab

ihn der Edelmann zwei Kronen mit den Worten : "Mein Lieber da habt ihr eine Krone und noch eine dazu. Trinkt ihr den Trank für mich aus". Der 

Apotheker entschuldigte und weigerte sich, die Arznei einzunehmen. Da wurde der Edelmann zornig, warf dem Apotheker das Geschirr samt der 

Arznei ins Gesicht und rief : "Du Tropf, soll ich als Kranker eine Arznei nehmen die du als Gesunder nicht magst !"

Dr. Hippolyt Guarinoni ist Gründer, Erbauer und größter Wohltäter der Karlskirche. Er lebte zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Tirol.  Als Arzt hätte er am Kaiserhof in Prag eine glänzende Karriere vor sich gehabt, doch er wählte Hall als Aufenthaltsort, wo er Stadtphysikus und Arzt im adeligen Damenstift wurde. In diesem Stift lebten die Erzherzoginnen Christierna und Eleonora, die Schwestern Kaiser Ferdinands II
An der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit entstanden im deutschsprachigen Raum verschiedentlich Stubengesellschaften und Trinkstuben, Das Stubenhaus in Hall in Tirol war ehemals Trinkstube und Sitz der im Jahre 1508 von Ritter Florian Waldauf und Dr. Johannes Fuxmagen gegründet.  Er lebte zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Tirol. Als Arzt hätte er am Kaiserhof in Prag eine glänzende Karriere vor sich gehabt, doch er wählte Hall als Aufenthaltsort Die eigentliche Leidenschaft Guarinonis galt aber der Festigung und Reform des Katholizismus, was ihm das Wohlwollen konservativer Kreise, aber auch die permanente Abneigung des Haller Stadtrates und vieler Bürger eintrug