Das Stubenhaus in Hall in Tirol war ehemals Trinkstube und Sitz der im Jahre 1508 von Ritter Florian Waldauf und Dr. Johannes Fuxmagen Gegründete, Stubengesellschaft.Um sein Gemüt "mit anständiger Ergötzung zu ermuntern", gründete Ritter Florian Waldauf, ein enger Dienstmann Kaiser Maximilians I., zusammen mit Dr. Johannes Fuxmagen dem aus Hall stammenden Humanisten die Stubengesellschaft, die heute noch als Kulturverein weiterlebt. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Versammlungshaus der Stubengesellschaft steht am Oberen Stadtplatz in Hall.
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Im nördlichen Seitenschiff befinden sich die Waldaufkapelle.  Noch heute ist 

aber sein Name mit der von ihm gestifteten „Waldaufkapelle“ in der 

Pfarrkirche St. Nikolaus in Hall in Tirol untrennbar verbunden. Als 1489 bei 

einer Überfahrt in den Niederlanden das Schiff mit Kaiser Maximilian und 

Waldauf in Seenot geriet, gelobte er eine Stiftung zur Verehrung der Heiligen. 

Nach der glücklichen Rettung entschloss er sich eine Marienkapelle mit einer 

Reliquiensammlung zu stiften, die von zwei Priestern betreut wird. Die 

Kapelle wurde an der Nordseite der Pfarrkirche eingerichtet und im Jahre 

1500 eingeweiht. Ein Jahr später übertrug man die Reliquien, (Bild links unten) die Waldauf auf seinen Reisen durch ganz Europa gesammelt 

hatte, in einer feierlichen Prozession, an der über 32 000 Personen teilnahmen, von Schloss Rettenberg nach Hall in die Seitenkapelle der 

Pfarrkirche

 1508 gründete Waldauf in Hall die Stubengesellschaft, einen Bund für die hochgestellen Persönlichkeiten der tadt. Im Jahre 1509 erhielte er noch

von Kaiser Maximilian den Auftrag, sich um den Bau seines Grabmals in Innsbruck zu kümmern. Florian Waldauf Ritter von Waldenstein verstarb 

jedoch am 13. Jänner 1510 auf Schloss Rettenberg und fand in seiner Kapelle die letzte Ruhe. Als man 1763 die Gruft öffnete fand man bei den 

Gebeinen Waldaufs eine Münze mit dem Bild von Kaiser Maximilian. Da zwei seiner Söhne schon früh verstarben und der dritte kinderlos blieb, 

starb das Geschlecht der „Waldauf von Waldenstein“ aus.

Eie eigene Sonderleistung des Ritters Florian Waldauf, eines der engsten Vertrauten Kaiser Mximilians I., war die Stiftung der Heiligen- oder 

Waldaufkapelle im linken Seitenschiff der Haller Pfarrkirche. Der aus dem Bauernstand in Osttirol aufgestiegene Waldauf war ein durch seine 

Lebensumstände besonders fromm gewordener Mensch, der sein erworbenes großes Vermögen zu einer  für einen einzelnen einmaligen Stiftung 

einsetzte. Er sammelte seit 1498 einen Schatz an Reliquien, den er von Goldschmieden in 123 Brustbildern, Monstranzen, Kreuzen Armbehältern, 

Särgen und Kissen kostbar in vergoldetem Silber fassen ließ. Ein geringer Rest dieser Sammlung ist heute noch in der Waldaufkapelle zu sehen. 

Ein Großer Teil dieser Sammlung wurde beim Erdbeben  von 1572 zerstört.

Florian Waldauf (Baldauf) wuchs auf dem heute noch bewirtschafteten Balferhof in Asch (Gemeinde Anras) in Osttirol auf. Vermutlich erhielt der  Bergbauernbub eine höhere Bildung, weil er im Jahre 1483 als Schreiber in der Innsbrucker Hofkanzlei von Erzherzog Sigismund dem  Münzreichen tätig war. 
An der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit entstanden im deutschsprachigen Raum verschiedentlich Stubengesellschaften und Trinkstuben, Das Stubenhaus in Hall in Tirol war ehemals Trinkstube und Sitz der im Jahre 1508 von Ritter Florian Waldauf und Dr. Johannes Fuxmagen gegründet. Das Wappen des Ritters Waldauf ist in dem wertvollen Schmiedeeisengitter eingearbeitet. Die Kapelle wurde an der Nordseite der Pfarrkirche eingerichtet und im Jahre 1500 eingeweiht. Ein Jahr später übertrug man die Reliquien, die Waldauf auf seinen Reisen durch ganz Europa gesammelt hatte. nach Hall in seine Kapelle.