Die Tammerburg befindet sich am Nordrand von Lienz. Über die Jahrhunderte erfuhr die Tammerburg unterschiedlichste Nutzungen, vom Adelssitz über das Pfleghaus bis zum Bauernhaus, u. a. diente sie als Küchenmaierhof für Schloss Bruck. Heute befindet sich die Tammerburg im Besitz der Stadtgemeinde Lienz.
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Aus dem Dornröschenschlaf erwacht ist  die Lienzer Rose auf dem Stadtwappen. Zu ihren Ehren wurde eine fünfblättrige, rot-orange neue Züchtung „Lienz Rose“ getauft Home Ansitz Tammerburg Tourismus Links Home Ansitz Tammerburg Tourismus Links U. a. diente die Tammerburg als Küchenmaierhof für Schloss Bruck. Heute befindet sich die Tammerburg im Besitz der Stadtgemeinde Lienz. Sie wurde in den letzten Jahren fast zur Gänze restauriert und wird als einer der schönsten Profanbauten Tirols bezeichnet.
Auf dem nordseitigen Iselufer steht heute noch auf einer Talterasse ein alter ansitzartiger Gutshof. Einen mit schönen Netzrippengewölben überzogener Flur und vergitterten gotischen Dreieckserker an der Nordseite - die Domaburg. (Tammerburg) Deren Name wahrscheinlich auf den dortigen Eichenwäldern zurückgeht, denn “Dombra” heißt Eichenwald. Dieser Ansitz war einst ein “Kuchlhof” von Schloss Bruck, zu dem auch ein unterirdischer Gang geführt haben soll. Einem Görzer Grafen, der in Schloss Bruck residierte, entriss der Tod seine Gemahlin, die ihn mit einem fünfjährigen Knaben allein ließ. Um dem Kind eine Mutter zu geben, ehelichte er abermals ein adeliges Fräulein aus seinem Freundeskreise. Die junge Gräfin schien einen Narren an dem Buben gefressen zu haben. Aber mit der Zeit schlich Eifersucht und Neid in ihr Herz. Sie sah dass der Graf den Erstgeborenen über alles liebte. Der Graf merkte die Feindschaft seiner Frau zu dem Knaben und gab ihn in Obhut in die “Domaburg” Die Gräfin jedoch hatte das Verderben des Kindes beschlossen. Und bald fand sie auf der Domaburg eine Frau die ihr dabei half. Man entzog dem Knaben die Freiheit, sperrte ihn in ein dunkles Gemach in dem nur durch vergitterte Erkerfenster ab und zu ein Sonnenstrahl fiel. Der Bub mußte oft wochenlang das Bett hüten. So welkte er dahin und wenn sein Vater ihn besuchte hieß es , er sei krank. Da geschah es dass die böse Wärterin selbst erkrankte und Mathes, der Schaffer, der sie durchschaut hatte, gab dem Knaben die Freiheit. Und als sein Vater wiederkam sprang er ihm mit geröteten Wangen und blitzenden Augen entgegen. Er bat den Grafen ihn hinfort die Erziehung des Knaben zu überlassen. Der Graf willigte ein. Gesund und kräftig erwuchs der Junker seinem Knabenalter, den das Auge des Dieners treu bewachte. Der Haß seiner Stiefmutter jedoch loderte weiter, obwohl sie gute Miene zum bösen Spiel machte. Des Junkers Vorliebe für Federwild ausnützend, sandte sie ihm einen ihr ergebenen Knappen aus Schloss Bruck zur Begleitung, der gut Bescheid wisse, um sichere Beute zu machen. Der Knappe lockte den Junker immer weiter in die Berge um den Lämmergeier zu jagen der so viele Birk und Schneehühner vertilgte.. Immer höher stiegen sie die schauerliche Felsschlucht empor  und als sich der Jüngling vorbeugte, um das Nest des Geiers zu erspähen, da wiederhallte ein markerschüternder Schrei in den Felswänden - der Junker war in der gähnenden Felsschlucht verschwunden. Der Mörder eilte nun ins Tal, um von dem Unglück zu berichten. Die Schlossmannen eilten mit Leitern und Stricken versehen an die vermeintliche Unglücksstelle und konnten den Jüngling noch in die Domaburg bringen, wo der sterbende nach seinem Mörder verlangte. Als dieser in die Stube trat, ging ein Beben durch durch den Körper des Junkers und er sprach mit bittender Stimme :” Was habe ich dir je Leid’s getan, Guido, dass du mich in die schauerliche Schlucht gestoßen hast? Ich verzeihe dir, möge auch Gott dir verzeihen. Der Graf hielt ein fürchterliches Gericht. Der Bursche, der bekannt hatte, dass er für sechs Goldstücke und ein neues Wams von der Gräfin deren Stiefsohn in den Tod zu führen, kam in den Schuldturm und niemals wieder erblickte er das Tageslicht. Die Gräfin aber ließ er bei lebendigen Leibes in die Gruft seiner Ahnen in der St. Andrä-Kirche zu Lienz einmauern. Jahrzehnte später, so erzählt der Volksmund noch heute, fand man beim öffnen des Gruftdeckels, auf der obersten Stufe sitzend, eine tote Frauengestalt, die durch die Berührung mit der frischen Luft zu Staub zerfiel ...
Die Nordseite des Domaburger Hofes mit dem charakteristischen Erker. Die  Platte des Hochgrabes Leonhards von Görz in der Kirche St. Andrä in Lienz. Das Grab hatte König Maximilian I. gestiftet und durch den Bildhauer Christoph Geiger 1506/1507 fertigen lassen