Am  Rand des Gnadenwalder-Mittelgebirges, schön gelegener, Adelssitz der ehemals von fünf Fischweihern umgeben die heute größtenteils ausgetrocknet sind. Es ist ein zweigeschossiger spätgotischer Gruppenbau um einen Hof. Im Norden der anmutigen Anlage ist ein mit zahlreichen Wappen geschmücktes Tor.  Im 20. Jh. wurde an der Ostseite der  um das Jahr 1554  angebaute Fürstentrakt abgerissen, sodass hier heute ein Lücke klafft.. Hingegen ist die Kapelle noch vorhanden, die mit einem kleinen Türmchen und Spitzbogenfenstern versehen ist. Zuletzt erfolgte eine Restaurierung in den Jahren 1968 -70
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Das Tiroler Volkskunstmuseum zählt zu den schönsten seiner Art in Europa. Die reichen Bestände des  Museums geben Einblicke in die vielfältige Volkskultur des "Landes im Gebirge" und vermitteln  eindrucksvoll alltägliche Mühen, ausgelassene Feiern und die religiöse Durchdringung aller  Lebensbereiche. Die Sammlungsgegenstände, die aus bäuerlichem, bürgerlichem und adeligem Besitz  stammen, repräsentieren das Gebiet des alten Tirol: das heutige Bundesland Tirol, Südtirol und das  Trentino mit seinen ladinischen Tälern in den Dolomiten.  Besonders hervorzuheben sind die 14 im Volkskunstmuseum eingebauten Stuben aus der Zeit von der  Gotik bis zum Rokoko, die einen Überblick über die Entwicklung der Stube in Tirol ermöglichen. Kein Haus  ohne Stube, keine Stube ohne Ofen, das galt sowohl für die Burg und den Ansitz als auch für das Bürger  oder Bauernhaus. Berühmt ist das Museum auch für die original nachgebauten Stuben aus Nord- und  Südtirol und aus dem Trentino. Früheste urkundliche Nennungen von Stuben stammen aus dem späten 12.  Jahrhundert und betreffen das südliche Tirol. Die Stube entwickelt sich von der Burg über das Kloster zum  Bürger- und Bauernhaus. Im Bauernhaus dürfte sie erst ab dem 15. Jahrhundert weiter verbreitet gewesen  sein. Das Charakteristikum der Stube ist der gemauerte oder gekachelte Ofen, der von der Küche oder vom  Flur aus geheizt wird, womit die Stube rauchfrei bleibt. Die Einrichtung ist einfach: eine umlaufende  Stubenbank, in die Täfelung eingelassenen Wandkästchen, der Tisch im Fenstereck diagonal gegenüber  dem Ofen, Vorbänke und Bretter- oder Sprossenstühle.  Im 1. Stock des  Ansitzes sieht man in der Südwestecke die Kaminöffnung für einen “Hinterladerofen”. Den dazugehörigen Ofen  wird man in  der westlich anstoßenden Stube allerdings vergeblich suchen. Er und auch Getäfel sowie Kasettendecke des Raumes  sind seit 1928 im Tiroler Volkskunstmuseum zu Innsbruck aufgestellt. Aus Zirbenholz mit Verwendung von Esche und Eiche sind  die kassettierte Decke und das Getäfel das durch Pilaster mit umlaufenden Gesims in Türhöhe gegliedert ist. Die Datierung der  Stube, die im Gegensatz zur Architektur der kaum fünfzig Jahre früher erbauten Tierburg, schon ganz der neuen Wohnkultur der  Renaissance entspricht, ist durch die Jahreszahl 1531 am fein ausgeführten Waschkästchen, das das Wappen Wolfgang Volands  trägt, gegeben.  Der Ofen mit den grünen Wappenkacheln ist einer der elegantesten Renaissanceöfen in Tirol. Diese Art Kacheln für Öfen in  Wappenform zu gestalten war erst in Mode gekommen. In unseren Fall hatten sich Christoph Botsch und seine Schwiegermutter  zusammengetan, um den zweigeschossigen  Aufbau mit grünen Wappenkacheln, honiggelben Ecken und ebensolchen Frieskacheln  die wahrscheinlich in der Werkstatt des Innsbrucker Hofhafners Georg Gandter entstanden sind. 
Besonders interessant fand ich die mittelalterlichen Stuben, die scheinbar in den alten Zellen des Klosters eingerichtet worden waren und an denen ich der Reihe nach vorbei gehen konnte. Diese Stube mit Ofen war einst im Fürstentrakt der Tierburg. Stube aus der Tierburg mit dem bekannten Wappenofen. Am  Rand des Gnadenwalder-Mittelgebirges, schön gelegener, Adelssitz der ehemals von fünf Fischweihern umgeben die heute größtenteils ausgetrocknet sind. Die hohen Walmdächer des Südtraktes zeigen eine mehrfach gebrochene Dachlinie. Das hier befindliche spätgotische Rundbogenportal weist eine mit 1673 bezeichnete Rollwerkkartusche auf. Der Kapellenturm überragt den Ansitz.