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Burg Anger liegt an einem tiefen, unbewehrten Hang. Sie wird im Süden und Südwesten von einem Zwinger mit Zinnenmauer eingefasst und gruppiert sich um einen malerischen Mittelhof mit Freitreppen und Bogenöffnungen. Der die West- und Südflanke einnehmende Hauptbau ist durch Erker und ungewöhnlich hohe Schiesscharten gegliedert. Im Inneren ist die Burg weitgehend erneuert. Eine Stube hat Getäfel mit Masswerkfries aus Albeins um 1500, der Saal aus einer Kirche stammende Wandverkleidung des 18. Jahrhunderts, mehrere schöne Öfen gehören dem 17. und 18. Jahrhundert an.  Erstmals wird 1288 der Hof zu Anger erwähnt, der von einem Zweig der 1348 ausgestorbenen Herren von Teis zu einem festen Sitz gestaltet wurde. Von 1598 bis ins 19. Jahrhundert nannten sich die Herren von Mayrhofer nach ihm. Die Burg ist in Privatbesitz und nicht zugänglich
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Hart an der Bahnlinie zwischen Klausen und Villnöß versteckt sich hinter grünem Gebüsch und hohen Laubbäumen Schloss Anger, der einstige Sitz der bereits um 1349 ausgestorbenen Linie der Edlen von Theis. Nachbarsleute hörten dort oft vor Jahrzehnten Türen gehen und zeitlich am Morgen Hundegekläff, Pferdegewieher und Waffengeklirr zu vernehmen, als ob die Rittersleute zu frohem Gejaide (Jagd) ausrückten. Ein Angerer Bauer hatte vor Zeiten eine kranke Kuh, die zusehends abmagerte, ja von Tag zu Tag ihre Krippe verlor. Man dokterte mit einem "Arztl" lange daran herum, bis derselbe endlich feststellte, die Kuh wäre verhext. Ob man nicht jemand in Verdacht hätte? Da konnte nach Meinung der Angerer Leute nur die Putzner Hexe in Frage kommen, welcher man einmal irgendeine Bitte abgeschlagen hatte. Da lag gar kein Zweifel vor, hatte man dieselbe doch erst neulich bei einem Nachtmahl überrascht , als sie einen Teller lauter kleiner Fleischbrocken verzehrte. Das war eben das Fleisch gewesen, das die "Zussl" der armen Kuh abgezaubert und in ihre Pfanne gezaubert hätte. Da war guter Rat teuer, aber Pater Agatho bei den Klausner Kapuzinern würde Hilfe wissen. Pater Agatho gab nun den Angerer Leuten den Rat, man dürfe die Hexe ja nicht beleidigen. Nur immer fein mit ihr.Am besten wäre sogar, sie selbst um einen Ratschlag anzugehen. Da nahm also die Angerin ein Tafele Butter unter dem Arm und begab sich nach Putzen, um die Hexe zu konsultieren. Dieselbe zeigte sich recht scheinheilig überrascht, nahm dankend die Butter in Empfang und ornete eine Menge Kräuter und Teeabsüde an. Die Angerer Kuh war bald wieder gesund. Man hatte die Hexe auf diplomatischem Wege übervorteilt. Neben Burg Anger in Klausen steht heute noch ein Bauernhof auf dem das Essen der Burgleute erzeugt wurde. In diesem Bauernhof nun war einst das Vieh "vermeint", das heißt verhext. Der damalige Schlossherr bat die Chorherren im Kloster Neustift um Hilfe. Und ein Pater Gabriel gab diese auch. Er riet dem Ritter unter seiner Torschwelle nachzugraben, dort werde er drei weiße Schachteln finden, die er aber auf keinem Fall öffnen dürfe, sondern sie ganz flach in seinem Acker eingraben müsse. Der Angerer Schlossherr befolgte den Rat des frommen Priesters, er ließ seine Knechte alles genau so ausführen wie der Pater es geraten hatte und siehe von Stund an waren seine Kühe wieder gesund. Die Chorherren von Neustift und die Kapuziner in Sterzing galten im Mittelalter bei der bäuerlichen Bevölkerung, als besonders geeignet mit Teufel und Hexenspuck fertig zu werden.
Die zeitweilig von den Nachkommen Wallpachs bewohnte Burg hat Zwinger und Zinnenmauer, Erker und einen malerischen. Mittelhof mit Freitreppe. Hier ein Söller an der Südseite. Die Burg wird von den Besitzern bewohnt und kann nicht besichtigt werden. Der 1288 erwähnte Hof zu Anger wurde von den Herren von Theis ausgebaut und im Inneren weitgehend geschmackvoll erneuert. Der ursprüngliche Ansitz, den 1255 Albert von Teis innehatte, ein einfacher zinnenbewehrter Bau, nimmt die Südseite der Burg ein, die erst Ende des 16. Jh.s die heutige Ausdehnungerlangte. Das heutige malerische Erscheinungsbild mit der Gruppierung der Gebäude um den Mittelhof verdankt die Burg den Herren von Neideck (um 1442)