Die Fürstenburg wurde in den Jahren 1272 - 1282 errichtet und hat ihre ursprüngliche Form relativ gut bewahrt. Im 16. Jh. und um 1700 erfolgten einige Umbauten. Damals diente die Burg den Bischöfen von Chur als Fluchtresidenz.

Bei der vor drei Jahren vorbildlich durchgeführten Restaurierung wurde auch der zum Teil eingestürzte Turm rekonstruiert. Heute ist in dem historischen Gebäude die Landwirtschatsschule untergebracht.

Als Gegenpol zur Churburg, die ihnen von den machtgierigen Vögten abgenommen war, errichteten die Bischöfe von Chur (Engadin) Ende des 13. Jh.s. diese massive Burg mit dem kräftigen Bergfried. Diese Burganlage, die das Landschaftsbild des oberen Vinschgaus prägte, war im 16. Jh. erweitert und mit Malereien, Täfelungen und Kassettendecken verschönert worden. 

Die Fürstenburg wurde in den Jahren 1272 - 1282 errichtet und hat ihre ursprüngliche Form relativ gut bewahrt. Im 16. Jh. und um 1700 erfolgten
 

 

 

   

 

Am südlichen Dorfrand steht trutzig und wuchtig die Fürstenburg. So benannt nach den Fürstbischöfen von Chur. Erbaut wurde sie im 13. Jahrhundert von den im Vinschgau allgegenwärtigen Bischöfen von Chur. Nach umfangreichen  Restaurierungen dient die Burg heute als Landwirtschaftsschule, und diversen Tagungen.

Die noch junge Etsch purzelt aus dem Haidersee bei St. Valentin über die Malser Heide abwärts in eine Mulde, in der die malerische Ortschaft Burgeis liegt, mit alten Häusern, schönen Kirchen, überragt von der einer Gralsburg gleichenden Benediktinerabtei Marienberg. Unterhalb der Ortschaft erhebt sich auf einem niedrigen, von Natur aus wenig geschützten Felsenhügel die Fürstenburg.
Nach der Uberlieferung, welche der Marienberger Chronist Goswin aufgezeichnet hat, soll an dieser Stelle eine noch ältere Burg gestanden haben, die jedoch vom Stifter des Klosters, dem Ulrich von Tarasp, im 12. Jahrhundert zerstört worden ist. Von diesem legendären älteren Bauwerk finden sich aber keine Spuren. Die Fürstenburg liess Bischof Konrad von Chur im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts erbauen und sie diente ihm und vielen seiner Nachfolger als Zuflucht vor Feinden. Mehrmals wurde Fürstenburg - oder Fürstenberg -auch belagert.
Die bauliche Entwicklung von Fürstenberg vollendete sich im 16. Jahrhundert, als die Fürstbischöfe von Chur hier eine ständige Residenz einrichteten. Aus dieser Zeit stammen die Wandgemälde an der Hauptfront, die Ausstattung der Fürstenzimmer, von denen einzelne noch ihr Getäfel bewahrt haben, die Küche, die Kapelle, der Ziehbrunnen und die Verließe.
Noch im Jahr 1791 hat ein Mönch von Marienberg ein Zimmer der Burg mit gotischen Holzschnitzereien geziert. Bis zur Säkularisation im Jahre 1803 war Fürstenberg bischöflicher Besitz und die Churer Bischöfe hielten hier einen eigenen Burghauptmann. Zwischen 1807 und 1850 war Fürstenberg Gerichtssitz, später Sitz des Finanzamtes und 1859 wurde es an die Gemeinde Burgeis verkauft, welche es als Kaserne und Armenhaus verwendete. Jetzt gehört die Fürstenburg der Benediktinerabtei Marienberg, die darüber verfügt. Zur Zeit beherbergt sie eine landwirtschaftliche Schule.

Die eigentümliche Lage, der mächtige Zinnenturm, welcher den gesamten Burgkomplex beherrscht, die geräumigen Wohngebäude, die noch die Ausstattung des 17. Jahrhunderts besitzen, sie geben der Burg einen besonderen Reiz. Vom Rundturm an der Etsch führt ein nun verfallener unterirdischer Gang zu einem kaum mehr sichtbaren Rondell und weiter zu einer Mühle. Im Mörtel einer Schießscharte ist die Jahreszahl 1527 eingeritzt, woraus man die Bauzeit erschliessen kann. An den Wänden und Säulen erkennt man noch Verzierungen; in den Gewölbefeldern sieht man Ranken und musizierende Engel. Auch ein Fresko des hl. Franziskus und das Wappen des Fürstbischofs Johann Fluggi von Aspermont ist noch zu sehen.
Die Burg liegt wenige Minuten vom Dorf Burgeis entfernt, zu dem eine kurze Abzweigung von der Reschener Strasse oberhalb Mals führt. Heute kann die Fürstenburg frei besichtigt werden. Sie wurde vom Land Südtirol angekauft und beherbergt eine Landwirtschaftsschule.Seit 1977 werden dort bedeutende Sanierungsarbeiten am Turm und an anderen Teilen des Gebäudekomplexes vorgenommen. Die Arbeiten sind noch nicht gänzlich abgeschlossen.
 

Unterhalb der Ortschaft Burgeis erhebt sich auf einem niedrigen, von Natur aus wenig geschützten Felsenhügel die Fürstenburg. 
Die bauliche Entwicklung von Fürstenberg vollendete sich im 16. Jahrhundert, als die Fürstbischöfe von Chur hier eine ständige Residenz einrichteten. Aus dieser Zeit stammen die Wandgemälde an der Hauptfront, die Ausstattung der Fürstenzimmer, von denen einzelne noch ihr Getäfel bewahrt haben, die Küche, die Kapelle, der Ziehbrunnen und die Verließe.

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