Margarete von Tirol-Görz (genannt: Maultasch) (* 1318 in Tirol; † 3. Oktober 1369 in Wien) war die Tochter von Heinrich Herzog von Kärnten und Graf von Tirol und Görz aus dessen Ehe mit Adelheid von Braunschweig und Gräfin von Tirol und Görz. Der Beiname „Maultasch“ wurde erstmals um 1366 in der dritten bayerischen Fortsetzung der „Sächsischen Weltchronik“ und 1393 in der „Österreichischen Chronik“ erwähnt. Er bedeutet soviel wie „Hure, liederliches Weib“ und fand hauptsächlich in der päpstlichen und böhmischen Propaganda Anwendung. Im Mittelalter war Hall Jahrhunderte lang größer und wohlhabender als das nahe gelegene Innsbruck. Die Siedlung die 1303 das Stadtrecht erhielt, war in mehrfacher Hinsicht bedeutend. Hier befand sich die Saline, die bis zum Jahre 1967 das im Halltal gewonnene Salz verarbeitete. Hier war der Endpunkt der bis zum Bahnbau regen Innschiffahrt. Die Haller Flußlände diente als Anlege und Stapelplatz für die gesamte Getreideeinfuhr Tirols. In Hall wurde auch mehrmals im Jahr der größte Markt des Landes abgehalten. Kaiser Maximilian I. (1490-1519), der hier seine 2. Gemahlin Maria Bianca Sforza heiratete, ließ Hasegg aufwendig zu einer landesfürstlichen Repräsentationsburg ausbauen und kunstvoll ausstatten.
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Es gibt eine Sage die Burg Hasegg mit der letzten Landesfürstin von Tirol, Margarethe in Verbindung 

bringt. Im allgemeinen wird die Fürstin in Nordtirol und besonders im Unterinntal nur "die schwarze 

Gretl" genannt. Ihr schwarzes Haar hing in dicken, kunstvoll geflochtenen Zöpfen von ihrem Haupte, wie 

alle ihre Zeitgenossen, die Fürstin als überaus schöne Frau bezeichneten.

Sie lebte von 1318 bis 1369. Hall hatte damals bereits das Stadtrecht erhalten. Bereits im Alter von zwölf 

Jahren wurde sie mit dem um drei Jahren jüngeren Johann Heinrich von Luxemburg verheiratet und trat 

nach dem Tod ihres Vaters die Regentschaft von Tirol an. 1341 jagte sie ihren Gemahl davon indem sie 

ihm einfach von Burg Tirol aussperrte. Sie heiratete im folgenden Jahr Ludwig von Brandenburg. Der 

Papst verhängte über den Kirchenbann über die Landesfürstin und das Land Tirol. Auch sah man die 

damaligen Erdbeben und Seuchen, ja sogar die Heuschrecken schwärme als Strafe des Himmels für 

ihren Ehebruch an. Die ehedem beliebte Landesfürstin wurde zur Zielscheibe für Spott und Verachtung. 

Damals tauchte der unschöne Beinamen "Maultasch" auf. Dieser Beiname blieb an ihr haften, obwohl der

Vatikan 1359 den Bann aufhob und ihre Ehe segnete.

 Gelegentlich wird das Fürstenzimmer in der Burg Hasegg als jenes Gemach ausgewiesen, in dem neben 

anderen erlauchten Gästen auch die Tiroler Landesfürstin Margarethe Maultasch logiert haben soll. Margarethe hätte mit ihren 

Liebhabern, zu denen sie hübsche Burchen der Gegend erkor, gehaust. War sie ihrer Liebhaber überdrüssig, schickte sie die 

Burschen weg - über eine eigens konstruierte Brücke die sich in der Mitte abwärts drehte, sobald man sie überschritt. Unter  der

Brücke aber befand sich ein Schacht, der mit großen Messern gespickt war.

In den 1960er Jahre soll man bei Renovierungsarbeiten am Münzertor auf diesen Schacht gestoßen sein, dessen Zugang nun 

vermauert ist. Burg Hasegg war damals noch ein schlichter Wehrbau. Erst Erzherzog Sigmund der Münzreiche baut die Burg ab 

1446 zu einer standesgemäßen  Residenz aus.

Der Münzerturm - der Bergfried der Burganlage. Ein wirklich herausragender Teil der Burg Hasegg ist der Münzerturm der an der Südwestecke der Burganlage steht. Mitte des 15. Jahrhunderts entstand die noch heute praktisch vollständig erhaltene Burganlage, samt dem markanten Münzturm, in dem bis ins Jahr 1809 das Prägerecht der Stadt Hall ausgeübt wurde. Hier beim Münzertor soll der sogenannte Messerturm gestanden sein, in dem Margarethe ihre Liebhaber entsorgte. Im Schloss Ambras ist dieses Bild von Margarethe (Die schwarze Gretl) das erst gur 200 Jahre nach ihrem Tod gemalt wurde.