Die Burg "Huonivels", deren Namen möglicherweise von der Gefahr des Hunnenneinfalls abzuleiten ist, bildete den militärischen Stützpunkt der Grafen von Görz für den östlichen Teil des ehemaligen freisingischen Freigebietes im Hochpustertal. Sie erwarben seit 1271 die Vogtei und bald auch die Landeshoheit. Die Burg wurde im 13. Jh. von einem Ministerialengeschlecht, den Herren von Heinfels, bewohnt und war der Sitz des gärzischen Urbaramtes und seit 1300 auch des mit der hohen Gerichtssbarkeit ausgestatteten Landgerichtes.
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Unterhalb der Burg steht die von der Görzer Bauhütte um 1470-80 errichtete Peter und Paul Kirche, mit einem spätgotischen Flügelaltar. Die sagenumwobene Gründung durch die Hunnen geht auf das 5. Jahrhundert zurück. Bis ins 16. Jahrhundert hinein wurde die Burg daher als „Huonenfels“, „Huonifels“, „Huenfels“ oder „Heunfels“ bezeichnet. Die heutige Geschichtsforschung geht aber davon aus, dass Heinfels von den Awaren gegründet wurde. Ebenso gilt es als wahrscheinlich, dass die Burg seit dem 7. Jahrhundert den bayerischen Herzögen gehörte. Home Burg Heinfels Tourismus Links Home Burg Heinfels Tourismus Links
Der ursprüngliche Kern der heute sehr ausgedehnten und stattlichen Anlage ist der auf einer späteren Wendeltreppe erreichbare Bau auf der höchsten Stelle des Burghügels, der aus dem unbewohnbaren Bergfried und dem auffallenderweise unmittelbar annschließenden Palas mit dem südlich angebauten Kapellentrakt (Weihe der Kapelle 1338) bestand. Er ist am altertümlichen, aber nur wenig regelmäßigen Mauerwerk leicht zu erkennen und liegt seit dem Einsturz des Daches im Jahre 1917 in Ruinen. Der besser erhaltene, tiefer liegende Westteil, der bis vor kurzem noch bewohnt war, kam um 1500 dazu, und aus dieser Zeit stammen auch die ausgedehnten Zwingeranlagen an der Süd- und Ostseite mit ihren mannigfachen Türmen, Toren, Schießscharten, die um 1600 durch den damaligen Burgherrn Engelhart Dietrich von Wolkenstein moderniisiert wurden (vgl. besonders die Sturmpfähle und Geschützscharten). Der jüngste Teil der Wohnbauten steht in der Nordostecke des Burghofes. Die Burg "Huonivels", deren Namen möglicherweise von der Gefahr des Hunnenneinfalls abzuleiten ist, bildete den militärischen Stützpunkt der Grafen von Görz für den östlichen Teil des ehemaligen freisingischen Freigebietes im Hochpustertal. Sie erwarben seit 1271 die Vogtei und bald auch die Landeshoheit. Die Burg wurde im 13. Jh. von einem Ministerialengeschlecht, den Herren von Heinfels, bewohnt und war der Sitz des gärzischen Urbaramtes und seit 1300 auch des mit der hohen Gerichtssbarkeit ausgestatteten Landgerichtes. Die Görzer Grafen bauten die Burg weiter aus, und so entstand ein schöner Mittelhof. Aus der Zeit vor 1500 stammt der etwas tiefer liegende Westteil, der verhältnismäßig gut erhalten ist. Ebenfalls um 1500 entstanden die weitläufigen Zwingeranlagen an der Süd und Ostseite mit ihren Toren Türmen und Schießscharten, die um 1600 von Engelhard Dietrich von Wolkenstein erneuert wurden. Erst nach dem Tode des letzten Görzer Grafen Leonhard (1500) erlosch die Herrschaft dieses Geschlechtes auf Heinfels. Maximilian I, der volkstümliche und beliebte große Kaiser, erwarb die Burg mit der ganzen Vorderen Grafschaft Görz und baute zwischen 1505 und 1514 die Ringmauer mit mehreren Wehrtürmen. Maximilian behielt seinen neuen Besitz nicht selbst, sondern verpfändete die Burg Heunfels mit dem Gerichte und Amte" dem Brixner Bischof Melchior im Jahre 1501. 1936 wurde Heinfels von der Marktgemeinde Sillian ersteigert und am 26. August 1936 an Alois Stallbaumer verkauft, der sie bis zu seinem Tode 1974 besaß. Stallbaumer vermachte in seinem Testament Heinfels dem Jesuitenkollegium in Innsbruck. Heute ist die Burg im Besitz der Firma Loacker.
Erst im Jahr 1243 wird die Burg das erste Mal urkundlich genannt. Es wird sowohl der Bestand einer Burg als auch ihr Herr, Ritter Otto von Heunvels, erwähnt Unter den Görzer Grafen wurde der Komplex ausgeweitet, wobei neue Bauten um einen Mittelhof gruppiert wurden. Erst nach dem Tode des letzten Görzer Grafen Leonhard (1500) erlosch die Herrschaft dieses Geschlechtes auf Heinfels.