Die Burg "Huonivels", deren Namen möglicherweise von der Gefahr des Hunnenneinfalls abzuleiten ist, bildete den militärischen Stützpunkt der Grafen von Görz für den östlichen Teil des ehemaligen freisingischen Freigebietes im Hochpustertal. Sie erwarben seit 1271 die Vogtei und bald auch die Landeshoheit. Die Burg wurde im 13. Jh. von einem Ministerialengeschlecht, den Herren von Heinfels, bewohnt und war der Sitz des gärzischen Urbaramtes und seit 1300 auch des mit der hohen Gerichtssbarkeit ausgestatteten Landgerichtes.
Copyright © Oktober 2013 Hall in Tirol. All Rights Reserved. - Web Design © by adi sparber. adolf.sparber@chello.at
Unterhalb der Burg steht die von der Görzer Bauhütte um 1470-80 errichtete Peter und Paul Kirche, mit einem spätgotischen Flügelaltar. Die sagenumwobene Gründung durch die Hunnen geht auf das 5. Jahrhundert zurück. Bis ins 16. Jahrhundert hinein wurde die Burg daher als „Huonenfels“, „Huonifels“, „Huenfels“ oder „Heunfels“ bezeichnet. Die heutige Geschichtsforschung geht aber davon aus, dass Heinfels von den Awaren gegründet wurde. Ebenso gilt es als wahrscheinlich, dass die Burg seit dem 7. Jahrhundert den bayerischen Herzögen gehörte. Home Burg Heinfels Tourismus Links Home Burg Heinfels Tourismus Links
Eine sagenhafte Erzählung aus fernen Tage als das römische Reich unterging und die Ostgoten in Ravenna unter Kaiser Theoderich Hof hielten. Bis dieser die wilden Hunnenhorden auf den Katalaunischen Feldern in Frankreich vernichtete. Diese Reiterhorden sind aufs engste mit Burg Heinfels verknüpft : Lange ist es her, seit die Hunnen, eine wildes Reitervolk, das unter den Hufen seiner flinken Pferde, alles erbarmungslos zerstampften, was Leben in sich trug. Von Osten kommend auch das Drautal heimsuchten. Nachdem die verhaßten “Gottesgeiseln”  - wie man sie zu nennen pflegte - unter der Führung Colons Auguntum dem Erdboden gleich gemacht hatten, strürmten sie die Burg Messa, richteten unter den Römern ein furchtbares Blutbad an und steckten deren Legatenhof in Brand. Weiter tobte die blutgierige Meute über Sillian, Innichen, Welsberg und Percha, einem Ort im Pustertale, den sie total einäscherten. Die Hunnen rückten sodann über Neustift vor bis Trunt, einer Burg bei Brixen, verwüsteten auch diese und machten erst in Klausen und Säben halt. Nachdem auch dies in Flammen aufgegangen war, beschlossen sie umzukehren. Ein Teil der wilden Reiter blieb auf einem Hügel nächst Sillian zurück, um sich dort ein Wohnnest und einen Wehrturm zu erbauen. Während der Großteil sengend und mordend nach Friaul hinabzog, wo sie entsetzlich gehaust haben sollen. Die noch übrig gebliebenen bodenständige Bevölkerung des Pustertales litt unsäglich unter den ständigenBelästigungen der zurückgebliebenen Hunnen. doch niemend wagte es, dieser Horde entgegenzutrten. Ihren Wohnturm nannte man “Burg Hunnenfels”. Im Jahre 769 errichtete der Bayernherzog Tassilo die Stiftung Innichen. Unter seinen Kriegern tat sich der Riese Hanno aus Toblach besonders hervor. Dieser beschloss das Hunnennest (Heinfels) auszuheben. Mit seinen Mannen und einer Schar bayrischer Söldner  verschanzte er sich auf den Tessenberg, von wo aus er in einer nebligen Nacht den Angriff auf die Rückseite der Burg wagte. Nach erbitterten Kämpfen wurden die Hunnen überwältigt und zum Zeichen des Sieges, riß Hanno dem toten Hunnus eine Rippe aus dem Leib. Die Burg wurde erweitert aufgebaut und das Volk nannte sie fortan “Hannenfels”. Über dem Tor der romanischen Stiftskirche in Innichen hängt noch heute diese Rippe, und wissbegierigen Fremden wird erzählt dies sei die Rippe jenes sagenhaften Hunnenhäuptlings ...
Ein Teil der wilden Reiter blieb auf einem Hügel nächst Sillian zurück, um sich dort ein Wohnnest und einen Wehrturm zu erbauen. Während der Großteil sengend und mordend nach Friaul hinabzog, wo sie entsetzlich gehaust haben sollen. Lange ist es her, seit die Hunnen, eine wildes Reitervolk, das unter den Hufen seiner flinken Pferde, alles  erbarmungslos zerstampften, was Leben in sich trug