Die Burg "Huonivels", deren Namen möglicherweise von der Gefahr des Hunnenneinfalls abzuleiten ist, bildete den militärischen Stützpunkt der Grafen von Görz für den östlichen Teil des ehemaligen freisingischen Freigebietes im Hochpustertal. Sie erwarben seit 1271 die Vogtei und bald auch die Landeshoheit. Die Burg wurde im 13. Jh. von einem Ministerialengeschlecht, den Herren von Heinfels, bewohnt und war der Sitz des gärzischen Urbaramtes und seit 1300 auch des mit der hohen Gerichtssbarkeit ausgestatteten Landgerichtes.
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Unterhalb der Burg steht die von der Görzer Bauhütte um 1470-80 errichtete Peter und Paul Kirche, mit einem spätgotischen Flügelaltar. Die sagenumwobene Gründung durch die Hunnen geht auf das 5. Jahrhundert zurück. Bis ins 16. Jahrhundert hinein wurde die Burg daher als „Huonenfels“, „Huonifels“, „Huenfels“ oder „Heunfels“ bezeichnet. Die heutige Geschichtsforschung geht aber davon aus, dass Heinfels von den Awaren gegründet wurde. Ebenso gilt es als wahrscheinlich, dass die Burg seit dem 7. Jahrhundert den bayerischen Herzögen gehörte. Home Burg Heinfels Tourismus Links Home Burg Heinfels Tourismus Links
Außer der Ringmauer an der Südseite des Schlosses steht auf felsigem Grund die St. Peterskirche. Staffler vermutete in seinem historisch-topografischen Werk über Tirol, daß vor der heutigen Kirche an derselben Stelle seit 1339 eine kleine gotische Kapelle mit flacher Balkendecke stand. Unsere Kirche soll nach sagenhafter Überlieferung 1331 umgebaut worden sein. Diese Nachricht dürfte wohl eine Verwechslung mit der Stiftung des Benefiziums der Laurentiuskapelle im Schloß Heinfels sein. Jedoch sicher erfaßbar ist erst der Bau einer Kirche durch die Görzer Bauhütte um 1470/80. Im Jahre 1633 wurde die Kirche erweitert. Wir finden diese Jahreszahl an einer südseitigen Türe. Ende des 19. Jahrhunderts fiel die Kirche der neugotischen Manie zum Opfer, deren ungünstige Auswirkungen noch durch die aus den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts stammende dunkle Färbelung verstärkt wurde. Diesem Übel half Kaplan Anton Stallbaumer durch die künstlerisch einwandfreie Renovierung im Jahre 1951 ab.   Die Kirche außerhalb der Ringmauer der Burg Heinfels, die von der Görzer Bauhütte um 1479-80 errichtet wurde ist dem Apostel Petrus und Paulus geweiht. St. Peter Kirchen reichen weit zurück in der Zeit, womöglich sogar bis in die Zeit der Völkerwanderung. Ob es nun Vorgängerkirchen gab oder nicht, jedenfalls birgt sie einen der schönsten Spätgotischen Flügelaltäre Osttirols. Diese Kirche wurde erstmals um 1330 als Schlosskapelle erwähnt und später um 1470, wie erwähnt anstelle der besagten Schlosskapelle erbaut. Um 1633 wurde die Kapelle erweitert und im 17. Jahrhundert umgebaut. Die Punbrugge, die über den Villgratenbach führt und 66 m lang ist, stellt eine der schönsten gedeckten Holzbrücken des 18. Jahrhunderts dar, die wir in Tirol haben. Sie wurde 1781 von schwäbischen Zimmerleuten erbaut und ruht auf steinernen Widerlagern und zwei Stemmpfeilern. Einige Zeit nach ihrer Erbauung wurde an der Südseite ein Gehweg angefügt. Ihren ehrenden Platz nimmt die Brücke in der Tiroler Kriegsgeschichte ein. Als der französische General Joubert 1797 nach der Niederlage von Spinges auf seinem Rückzug hier durchmarschierte, beabsichtigte seine Nachhut, die Brücke anzuzünden. Drei tapferen Scharfschützen gelang es jedoch, die Feinde zurückzudrängen, denen es daher nicht gelang, ihr Zerstörungswerk durchzuführen.. Heute wird die "Punbrugge" nicht mehr benützt, denn es wurde eine moderne Umfahrung gebaut. Von besonderer Bedeutung ist das schöne lebensgroße Kruzifix an der Nordwand in der Brückenmitte.
Die Kirche ist ein einschiffiger Sakralbau mit einem gotischen Gewölbe im Chor. Kunstgeschichtlich bedeutend ist vor allem das Fresko im linken Chor. Derspätgotische  Flügelaltar ist einer der schönsten Osttirols. Er zeigt die Apostel Petrus und Paulus. Die ursprünglich gotische Kirche außerhalb der Ringmauer der Burg, soll einst die Burgkapelle gewesen und 1331 erstmals als solche erwähnt worden sein. Die überdachte Holzbrücke mit der landläufigen Bezeichnung "Punbrugge", spannt sich in einer Länge von ca. 61 m über den Villgratenbach. Nach der Überlieferung wurde sie 1781 von schwäbischen Zimmerleuten errichtet.