Burg MARTINSBERG, heute meist  Martinsbühel genannt bei Zirl. Fährt man von Innsbruck ins Oberinntal, so rückt, bevor man nach Zirl kommt, am nördlichen Innufer ein niedriger von schütterem Wald umgebener Hügel ins Blickfeld. Es ist der geschichtsträchtige Martinsbühel, auf dem noch die eindrucksvollen Reste der einstigen Burg St.Martinsberg stehen. Unter den Häusern auf dem Hügel fällt vor allem ein mächtiges Gebäude mit hohem Krüppelwalmdach auf. Martinsbühel ist heute eine Niederlassung der Benediktiner der Erzabtei St. Peter  (?)
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Wer von Innsbruck nach Westen auf der Bundesstrasse Richtung Zirl fährt, dem fällt zu linker Hand ein bewaldeter Felshügel auf, mit Gebäuden aus unverputztem Mauerwerk. Dies ist die einstige Burg St. Martinsberg die von der Burgkapelle, die dem hl. Martin geweiht ist, ihren Namen erhielt. Auf dem geschichtsträchtigen Martinsbühel, wie auch die Burg heute im allgemeinen genannt wird, stehen also die Reste der einstigen Burg St. Martinsberg. Der Hochaufragende Gebäudeteil ist der großteils unversehrt erhalten gebliebene Palas der Burg, ein Wohnturm also. Der schlichte Turm, der an der Frontseite mit einem Doppeladler auf gelben Grund geschmückt ist, wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Bemerkenswert sind die Spuren romanischer Fenster und Türöffnungen, besonders gut sichtbar ist das im 2. Stock an der Südwand vermauerte Rundbogen Portal. Das heutige Tor, ein doppelt gekehltes Spitzbogentor im Erdgeschoss ist über ein paar Stufen zu erreichen. Es ist an der Westseite, und vermutlich unter Erzherzog Sigismund (dem Münzreichen) errichtet worden der die Burg komfortabel um- und ausbauen ließ. Die kleine mittelalterlich Wehrburg die hier stand und die von dem Schlosskirchlein den Namen St. Martinsberg übernommen hatte, hatte große Bedeutung wegen der Innschiffahrt , da zur damaligen Zeit der Inn am Burgfelsen vorbei geflossen ist. Wegen dieses bedeutenden Standortes kam die Burg in den Besitz der Landesfürsten. Und Meinhard II. der eigentliche Gründer Tirols, beanspruchte alle Burgen. Als Margarethe Maultasch 1363 Tirol ihrem Vetter Rudolf IV von Habsburg übergab behielt sie vier Ansitze für sich zurück, darunter auch St. Martinsberg. Zur Römerzeit und auch schon vorher, war der Burgfelsen schon besiedelt. Als die Römer 15 v. Chr. Die Alpen überschritten und sich Tirol einverleibten, erkannten sie die wichtige Lage von Martinsbühel. Ein ganz merkwürdiger und erstaunlich Zufall ist meiner Meinung nach der Name des römischen Kastells . Sie nannten es TERIOLIS, das dem Markt Zirl den damaligen Namen gab. Und es ist schon erstaunlich, dass die Vinschgauer Grafen sich „von Tirol“ und auch ihr Stammschloss bei Meran so  nannten. Die Glanzzeit erlebte St. Martinsberg zur Zeit von Kaiser Maximilian der die Burg weiter zum Jagdschloss ausbauen ließ. Der Ausbau der Anlage eines Tiergartens sowie Nebengebäude und Stallungen wurden durch die Einnahmen des Zirler Zolls finanziert. Vor allem die Abenteuer des Kaisers an der Martinswand sind nach heute den Bewohnern ein Begriff. (Siehe Sage) Die nahe liegende Martinswand eignete sich vorzüglich für Schaujagden. Denn die Damen konnten vom Fenster des Schlosses aus dem Kaiser bei seinen waghalsigen Treiben zuschauen.
Unter den Häusern auf dem Hügel fällt vor allem ein mächtiges Gebäude mit hohem Krüppelwalmdach auf. Die grauen noch aus der germanischen Bauepoche stammenden Mauern sind aus regelmäßig gelagerten, teils gewaltigen Steinen gefügt Die grauen noch aus der germanischen Bauepoche stammenden Mauern sind aus regelmäßig gelagerten, teils gewaltigen Steinen gefügt. Es ist der noch weitgehen unversehrt erhalten gebliebene Pallas, das Hauptwohngebäude der Burganlage. Der Pallas, das Hauptwohngebäude der Burganlage.  Der schlichte Wohnturm, den ein schwarzer Doppeladler auf gelbem Grund schmückt, wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Der schlichte Wohnturm, den ein schwarzer Doppeladler auf gelbem Grund schmückt