Burg MARTINSBERG, heute meist  Martinsbühel genannt bei Zirl. Fährt man von Innsbruck ins Oberinntal, so rückt, bevor man nach Zirl kommt, am nördlichen Innufer ein niedriger von schütterem Wald umgebener Hügel ins Blickfeld. Es ist der geschichtsträchtige Martinsbühel, auf dem noch die eindrucksvollen Reste der einstigen Burg St.Martinsberg stehen. Unter den Häusern auf dem Hügel fällt vor allem ein mächtiges Gebäude mit hohem Krüppelwalmdach auf. Martinsbühel ist heute eine Niederlassung der Benediktiner der Erzabtei St. Peter  (?)
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Das berühmteste und bekannteste Abenteuer Kaiser Maximilians I. bestand er in der Martinswand nahe bei seinem Jagdschloss Martinsberg. Eine Tages hatte sich der kühne Fürst auf der Gemsenjagd begeben und sich so weit in die fast senkrecht abfallenden Felsen der  Martinswand gewagt, dass er nicht mehr weiter konnte und nur auf einem schmalen Felsvorsprung kümmerlichen Halt fand. Zwei Tage und zwei Nächte hoffte der Kaiser vergebens auf Rettung, er sah wohl im Tal  bei Martinsbühel seine Getreuen angstvoll sich versammeln, aber keiner wagte es, den Kaiser aus der furchtbaren Felswand zu befreien. Als Max jede Hoffnung schwinden sah, wollte er sich als guter Christ wenigstens auf den Tod vorbereiten, und bat durch Zeichen die er ins Tal hinab sandte man möge ihn das Allerheiligste wenigstens von der Tiefe aus noch einmal zeigen. In feierlicher Prozession  brachte der Pfarrer von Zirl den Leib des Herren in gold strahlender Monstranz  nach Martinsbühel und segnete damit den hoch oben am Berg der Martinswand knienden Kaiser. Schon hatte sich Max mit seinem Schicksal abgefunden, da hörte er am dritten Tage plötzlich von oben eine Stimme. Ein junger Bauernbursche war bis in die Nähe des Kaisers geklettert, befreite ihn aus der Todesgefahr und brachte ihn auf einem Jägersteig in Sicherheit. Mit Jubel begrüßte die Bevölkerung ihren geliebten Fürsten, der Retter aber verschwand im Gedränge des Volkes, so dass man in ihm einen Engel des Himmels vermutete. Max ließ zum ewigen Gedächtnis an die Errettung seinen Standplatz in der Martinswand zu einer Höhle erweitern und sie mit des Kreuzesbild des Erlösers, dem Maria und Johannes zur Seite stehen, schmücken. Heute kommt man ohne größere Schwierigkeiten auf gesicherten Steig hinauf zur Martinsgrotte. Auch der in Stein gemeißelte kurze Text eines kleinen Gedenkmonumentes  an der Bundesstrasse unterhalb der Martinswand weist auf Maximilians Jagdabenteuer hin. „ Wanderer!  Blick empor in die Martinswand,Wo Kaiser Max am Rande seines Grabes stand.” Kaiser Maximilian liebte unter allen Jägereien die Gemsjagd am meisten und überstand dabei so viele Todesgefahren, dass daraus ein sonst unerhörtes Beispiel zu nehmen ist, wie das himmlische Engelgeleit einen frommen Fürsten zu schützen vermöge.
Im Jahre 1936 wurde am Fuß der Wand an der Bundesstraße zwischen Innsbruck und Zirl ein Gedenkstein mit folgender Inschrift errichtet : Wanderer - Blicke empor in die Martinswand Wo Kaiser Max am Rand  Seines Grabes stand. 1484 Die grauen noch aus der germanischen Bauepoche stammenden Mauern sind aus regelmäßig gelagerten, teils gewaltigen Steinen gefügt. Es ist der noch weitgehen unversehrt erhalten gebliebene Pallas, das Hauptwohngebäude der Burganlage. Der Pallas, das Hauptwohngebäude der Burganlage.  Der schlichte Wohnturm, den ein schwarzer Doppeladler auf gelbem Grund schmückt, wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Die Kaiser Max Grotte in der Martinswand. Rund 200 m über der Inntalsohle liegt mitten in der Martinswand die Maximiliansgrotte, die wohl bekannteste Höhle Tirols. Die 26m breite 19m hohe Naturhöhle kann von Zirl aus erreichen.