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Da die Burg nie von einem Landesfürsten bewohnt wurde, ist auch immer nur das Nötigste zu ihrer Erhaltung getan worden; dadurch zeigt sich die Burg auch heute noch im originalen mittelalterlichen Bauzustand. Die Burg Nauderberg wurde in ihrem Kern um 1200 angelegt und wird 1239 erstmals urkundlich erwähnt; ihr jetziges Aussehen stammt jedoch aus der Zeit des Wiederaufbaus nach den Engadiner Kriegen (1499).
Auf einen sanften Hügel hinter dem Ort Nauders gelegene Burg ist eine späte Gründung. Sie wurde als Gerichtssitz Anfang des 14. Jh.s.  errichtet und blieb dies bis 1919. Die ursprünglich aus dem Bergfried, dem südlich gelegenen Palas und der Ringmauer bestehende Burganlage die einen Hof umschließen, wurde im 16. Jh. mit einer zweiten Ringmauer mit Rundtürmen und einem großen Rondell mit weiterem Vorwerk ausgestattet Bis 1978 war die Burg Staatsbesitz, seit 1980 Eigentum der Familie Köllemann. Laufende Sanierungsarbeiten an dem in großer Ursprünglichkeit erhaltenen Bestand. In der Burg ist ein Museumsbetrieb, und eine Gastwirtschaft.
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Vom Schloss Naudersberg ist es nur ein Katzensprung über die Grenze zum Ort Reschen am gleichnamigen Stausee. Wer an den Reschensee kommt, dem fällt sofort der Kirchturm auf, der einsam aus dem Wasser ragt. Dieser markante Turm ist zum Wahrzeichen der Region und des ganzen Vinschgaus geworden. Es ist der 1355 erbaute romanische Turm der Pfarrkirche von Alt- Graun, und er erinnert an diesen Ort, der hier im Jahr 1950 in den Fluten des Stausees versunken ist. Der Reschensee (it. Lago di Resia) ist ein Stausee in der Gemeinde Graun im westlichen Südtirol. Der künstliche See ist sechs Kilometer lang und an den breitesten Stellen etwa einen Kilometer breit und hat ein Wasserfassungsvermögen von 120 Mio. m³. Die Dörfer Reschen, Graun und St. Valentin auf der Haide liegen am Reschensee, wobei Reschen, Graun und die Weiler Kaschon (St. Valentin) und Spin (Graun) unmittelbar am See liegen. Am Reschenpass gab es bis zur Seestauung 1950 drei Seen: Den Reschensee, den Mittersee (auch Grauner See genannt) und den Haidersee. Bei der Seestauung wurde das gesamte Dorf Graun und ein Großteil des Dorfes Reschen in den Fluten des Stausees versenkt. 163 Häuser wurden zerstört und 523 Hektar an fruchtbarem Kulturboden überflutet. Heute zeugt nur noch der aus dem Reschensee ragende Kirchturm vom versunkenen Alt-Graun. Pläne für einen Stausee zur Energiegewinnung existierten schon zu Zeiten der Donaumonarchie und wurden nach dem Ersten Weltkrieg und der Angliederung Südtirols an Italien 1920 erneut aufgegriffen. Diese Pläne sahen jedoch vorerst eine weit niedrigere Staumauer und eine Anhebung des Wasserspiegels um lediglich 5 Meter vor. 1939 wurde das Projekt durch die damalige faschistische Regierung stark erweitert und die Stauhöhe auf 22 Meter angehoben. Zu diesen Plänen gehörte, dass Graun vollständig und Reschen zum Großteil überflutet würde. Die Bevölkerung wurde „im nationalen Interesse“ zwangsenteignet. - - Der Turm selbst, aus dem Jahr 1357, blieb Aufgrund einer Anordnung des Kunst und Denkmalamtes unangetastet und erinnert noch heute an das Schicksal der Grauner. Der Turm ist das Wahrzeichen  der Gemeinde geworden und als solches auch im Gemeindewappen. -  Eine Sehenswürdigkeit am Reschenpass !
Auf jeden Fall hat dieses Bild den See im oberen Vinschgau über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Hinter diesem beliebten Fotomotiv verbirgt sich allerdings eine Tragödie für viele Obervinschger, zu der es im Jahre 1950 gekommen ist. Denn der Turm ist der einzige sichtbare Rest des früheren Dorfes Graun. Bis dahin hatte es am Reschenpass drei Seen gegeben. Zwischen 1948 und 1950 wurde in diesem Gebiet vom italienischen Stromgiganten Montecatini ein Großkraftwerk gebaut.