Das Gebäude gehörte einst zum Komplex der Stadtburg der Grafen von Andechs. Es stammt aus dem  15.  Jahrhundert, wurde im 16. Jahrhundert erweitert und diente als eine Art Wohnturm. Über  Jahrhunderte  stand es leer (alte Bezeichnung für leer = öd). Im 18. Jh. wurde dieses Wort "öd" fälschlich  mit Otto II. von  Andechs in Verbindung gebracht, weshalb die Bezeichnung "Ottoburg" entstand. Das  Gebäude hatte  jedoch nie eine besondere Bedeutung. Innseitig sieht man noch einen Rest der ehemaligen Stadtmauer.
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Da vor der Ottoburg an der Nordseite am  Inn ein Bronzeguss an die Kriegszeit  von 1809 errinert erzähle ich  eine Sage  über einen der hervorragendsten  Kämpfer und Fanatiker des Tiroler  Aufstandes "anno neun"  Pater  Haspinger der in der nahen Hofkirche  begraben liegt. In der Nacht des 12. Januars 1858    bewegt sich in der Hofkirche zu   Innsbruck ein steinerner Sargdeckes.   Es  erhebt sich aus Marmors Tiefe der   alte Wirt vom Sand und begibt sich in   die  Mitte des Kirchenraumes und ruft  ein  Komanndowort. Sogleich   bewegen sich  die anderen Sargdeckel  und  verblichene Gestalten treten   steigen aus  ihren Gräbern. Es sind  viele Hundert  wackere Tiroler, alle   eines Schlags. Einer  schwingt die alte  Fahn' mit kräftiger  Leichenhand und   ein toter Knabe weckt der Trommel  dumpfen Ton. Die Kompanie steht in   Reih und Glied  vor ihrem Anführer, der  nun endlich spricht :    "Heute Mander kommt zu uns ein   wohlbekannter Gast, darum hab' ich  euch aus tiefem Totentraum  geweckt !"  Still warten die Toten Geister und starren gebannt auf die  geschlossenen Türen. Plötzlich sprengen die  Tore rasselnd auf und herein schreitet in seinem  Mönchsgewand eine alte hagere Gestalt mit feuerroten  Bart. Um seine Schultern hängt ein Schwert und in  der Rechten trägt er ein Kreuz - es kennen ihn alle, es  ist der alte Feldkaplan und fanatischer Vertreter des  Tiroler Widerstandes - der Haspinger.   Still durchschreitet er die Reihen, reicht rings die Hand und begrüßt den alten Freund,den alten   Kommandant. Wieder steigt zur Ruh die tote Heldenschaar, und der alte Hofer teilt mit Haspinger das  Grab. Als Feldpater übernahm Haspinger die   Führung verschiedener   Schützenkompanien. Bei den  Gefechten  am Bergisel (25., 29. Mai,  13. August  1809) gelang es ihm, die  immer wieder  schwankenden Tiroler  Bauern durch  eindringliche Worte und  mit dem Kreuz in  der Hand zum Sieg  zu beflügeln.. Am 2.  November 1809  führte Haspinger in St.  Leonhard in  Passeier das letzte  siegreiche Gefecht  gegen eingekesselte  Franzosen.  Nachdem der Aufstand  endgültig  zusammengebrochen war, floh   Haspinger nach Niederösterreich. Bei   der Revolution von 1848 griff er  erneut zu  den Waffen und befehligte  von Wien aus  eine gegen  italienische Insurgenten  eingesetzte  Studentenkompanie. 1854  zog er von  Wien nach Salzburg, wo er    82-jährig starb
Am 18. August verließ die Armee von Franzosen und Bayern den Boden Tirols. Die Tiroler hatten sich ohne fremde Hilfe selbst befreit. Das Bild zeigt den Kampf an der Innbrücke bei der Ottoburg Vor der Ottoburg, dem Inn zugewandt, steht ein Denkmal "Vater und Sohn", zur Erinnerung an die Freiheitskriege von 1809, ein Werk von Christian Plattner Das Gebäude gehörte einst zum Komplex der Stadtburg der Grafen von Andechs Pater Haspinger vor der Kulisse von Kloster Säben in Klausen. Ausstellung in der Cyta 2008. Haspinger ist in der Hofkirche in Innsbruck neben Andreas Hofer begraben