Wer von den mit Efeu überwucherten, außergewöhnlich hohen Burgmauern und den Rundtürmen des Schlosses Planta in Obermais  hinabschaut, kommt in den Genuss eines atemberaubenden Rundblickes über das gesamte Etschtal.

Der Schweizer Freiherr Planta von Wildenberg hat im 17. Jahrhundert das Schloss erworben und eine Vergrößerung der Burg vorgenommen. Seitdem trägt das Schloss seinen Namen. Heute ist ein Teil des Schlosses bewohnt, es befindet sich in Privatbesitz.

Burg Planta oder Greifen steht dort wo Obermais zu Ende geht und das Passeiertal beginnt. Eine Ringmauer mit Zinnen von fast 250 Metern Länge umgibt das Schloss, an deren vier Ecken jeweils ein Turm steht. Das Wappen der Burgherren ist ein Greif, daher auch Greifen genannt

Burg Planta oder Greifen steht am Eingang ins Passeiertal aber es gehört noch zu Meran Obermais. Ursprünglich stand hier nur ein Wohnturm.

 

 

   
 

 

Dort wo Obermais zu Ende geht und das Passeier beginnt steht die Ausgedehnte Anlage von Schloß Planta, dessen Mauern bis vor kurzem vollständig mit Efeu überwachsen waren. Wegen der umfangreichen Renovierungsarbeiten in den Jahren 1999/2000/2001/ ist die hohe Umfassungsmauer wieder sichtbar.

   Diese zinnenverzierte Ringmauer ist fast 250 m lang. An den vier Ecken stehen jeweils ein Wehrturm. Im Schloßhof steht ein aus Sandstein gemeselter Greif, das Wappen der Burgherren, der Greifen, nach denen es auch <<Greifen>> oder <<Greifenstein>> genannt wird.

 

   Das Schloß wurde zu Wohnzwecken schon im 13. Jahrhundert errichtet, ist also keine ausgesprochenen Wehrburg. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Schlossanlage wesentlich erweitert. Nach dem Erlöschen des Geschlechts der <<Greifen>> am Beginn des 15. Jh. kam die Schlossanlage in verschiedene Hände.

 

   Da finden wir die Herren von Montani, 1544 die Übelhör und dann die Völs-Colonna, von denen Hans Jakob in der Mitte des 16. Jh. das Schloß erweiterte und die Eckrondelle erbaut hat. Auf die Völs folgte Maximilian von Mohr und schließlich am Beginn des 17. Jh. die 1618 aus der Schweiz vertriebenen Rudolf und Pompejus Planta, Freiherren von Wildenburg, welche die Anlage wieder erweiterten.

 

   Nach dem Tode des Landesfürsten Leopod I., der ein Gönner des Rudolf von Planta war, zog sich dieser nach Meran zurück und machte sich durch seine zahlreichen guten Werke sehr beliebt, bis er 1638 an der Pest starb. Ein einfacher Grabstein an der Kirche Maria Trost in Untermais von 1638 erinnert an ihn und seine Gattin Margarethe von Travers.

 

   Im 18. Jh. erlosch die Familie Planta. Hieß die Burg früher Greifen, so wurde sie jetzt Schloß Planta genannt. Vor etwa zweihundert Jahren kam das Schloß in bäuerlichen Besitz und geriet allmählich in Verfall.

 

   Seit 1935 gehört die umfangreiche Schloßanlage den Freiherrn Senfft von Pilsach, welche das Schloß restaurieren ließen und es mit wertvollen Möbeln ausstatteten. Bemerkenswert ist vor allem der Freskensaal, wo Jagdszenen im spätgotischen Stil dargestellt sind.

 

Weiter oben habe ich geschrieben, dass die Familie Planta erloschen sei. Doch wurde ich von Gian von Planta eines besseren belehrt  die mir freundlicherweise eine Richtigstellung sandte : 

 

 "... dabei schreiben Sie, dass die Familie im 18. Jahrhundert erloschen
ist. Dies trifft nicht ganz zu. Heute leben noch weit über hundert
Nachkommen dieser Familie... "

 

   Schloß Planta kann nicht leicht besichtigt werden, man erreicht es vom Brunnenplatz in Obermais über die Virgilstraße. -

Wer von den ungewöhnlich hohen Burgmauern und den Rundtürmen des Schlosses Planta in Obermais  hinabschaut, kommt in den Genuss eines atemberaubenden Rundblickes über das gesamte Etschtal.
Der Schweizer Freiherr Planta von Wildenberg hat im 17. Jahrhundert das Schloss erworben und eine Vergrößerung der Burg vorgenommen. Seitdem trägt das Schloss seinen Namen. Heute ist ein Teil des Schlosses bewohnt, es befindet sich in Privatbesitz.
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