Burg Reifenstein im Sterzinger Moos in Freienfeld auf einer felsigen Anhöhe gelegen zählt zu den besterhaltensten und auch kunsthistorisch wertvollsten Burgen Südtirols.   Erbaut zwischen 11.-14. Jh. Im Besitze der Grafen Thurn und Taxis. Sehenswert der Grüne Saal mit Ornamentenmalerei und einem herrlichen spätgotischen Holzgitter.Zu besichtigen sind insgesamt 9-10 Räume in ausgezeichnetem Zustand, u.a. Landknechtstuben mit Kojen aus dem 12. Jh. Im "Grünen Saal" ist leider Fotografieren verboten ! Warum auch immer ? Die Burg Reifenstein wurde nie erobert oder zerstört und ist daher hervorragend erhalten. Burg Reifenstein beherbergt zahlreiche Kunstschätze, die beeindruckend sind. Geöffnet vom 5. April bis zum 4. November 2012. Die Burg kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Führungen (ab 4 Pers.) um 10.30, 14 und 15 Uhr, vom 15. Juli bis 15. September auch um 16 Uhr. Führungsdauer ca. 1 Stunde.
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Auf einem isolierten Felshügel, gerade gegenüber der Burg Sprechenstein, liegt im ehemaligen Sterzinger Moos, umschlossen von einer Ringmauer, die wohlerhaltne, schöne Burg Reifenstein. Als vorzüglich erhaltenes Beispiel einer echten mittelalterlichen »Ritterburg« - mit Fallgitter, Folterkammern, Schießscharten und einer ehemaligen Zugbrücke - ragt dieser Bau im Sterzinger Moos auf. Der Bergfried stammt aus dem 12.,jh., der Palas aus dem 15. Jh. Interessant der spätgotische Grüne Saal und die Zenokapelle aus dem 14. Jh.  Nahe der Burg befindet sich das 1330 erstmals urkundlich erwähnte, nicht zu besichtigende Kirchlein St. Zeno, bei welchem bajuwarische Baumsärge (4. – 8. Jh. n. Chr.) gefunden wurden.
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Nach 1200 wird Reifenstein als "castrum domini episcopi" erwähnt, aber schon 1209/10 brachte Graf Albert III. von Tirol als Vogt des Hochstiftes Brixen die Burg in seinen Besitz. Schon bald nach der Gründung des Deutschen Ordens 1199 wurden in Südtirol mehrere Niederlassungen gegründet. Um 1470 kam auch Reifenstein zum Deutschen Orden. Da Herzog Sigismund die Burg verkaufen musste wegen Geldnot. Ursprünglich war der Turm vermutlich etwas höher und schloß mit einer zinnenbesetzten Wehrplatte ab. Das heutige Pyramidendach wurde 1899 neu aufgesetzt. Der annähernd quadratische Turm ist an der höchsten Stelle des Burgfelsens. Um 1580 wurden die letzten baulichen Ergänzungen an der Burg vorgenommen. Landkomtur Andreas Josef Spaur und Valör (1575-1589) ließen die Wehranlagen verstärken und sicherten die Burg gegen Süden durch eine 150 m lange Wehrmauer. Diese eingebauten Holzverschläge waren die "Betten" der Kriegsknechte, die Sommer wie Winter darin auf einem Strohlager schliefen. Im Sommer konnte man den Deckel öffnen. Im Erdgeschoß des Wohnturmes liegt die weitgehend original erhalten gebliebene, rauchgeschwärzte Küche. Den Boden bildet teilweise der gewachsene Fels. Der gemauerte Herd und der Rauchabzug wurden etwas später errichtet. Das 2. Innere Burgtor. Die Zisterne in der Burg. Der Brunnenschacht der Zisterne steht in zehn Metern Tief auf dem Felsen und wird an der Oberfläche von einer halbkreisförmigen Mauer umgeben. Das von den Dächern abfließende Regenwasser wird im Brunnenschacht aufgefangen. Auf diesem Bild sieht man das Fallgatter an der Ringmauer und das 1. Burgtor. Die heutige kurze Betonbrücke war früher die Zugbrücke. Einstiegsloch in das Burgverließ, das im untersten Teil des Bergfrieds war. Als Abdeckung diente ein gezimmerter Deckel und eine schwere Steinplatte, Die Folterkammer.  Der gabelförmige Mittelpfeiler im ersten Obergschoss,. Man beachte die Vertiefung in dem eisenharten  Holzbalken, das Gefangene die hier gequält wurden mit ihrem  Gesäss in das Holz einschabten. Auch die Fersenabdrücke sind zu sehen. An der nördlichen Außenseite ist ein Wappenstein des Landkomturs Heinrich von Knöringen (1504-1534) hoch über dem Burgtor zu sehen. Über dem Tor die zwei Schlitze in denen die Balken für die Mechanik der Zugbrücke waren. Dis erste Erwähnung berichtet um 1100 von ihr als Lehen der bayrischen Grafen Lechsgemünd; auf sie folgten die Herren von Stilfes als Lehensträger  Die wohlerhaltene schöne Burg Reifenstein. Sie ist unter den Burgen Südtirols eine der schönsten und in bestem Zustand.