Friedrich von Wangen, der sich als Bischof von Trient (1207 - 18) großen Ruhm erwarb, erteilte seinen Brüdern 1208 die Erlaubnis zum Bau dieser Burg, die wie auch andere Burgen in der Sarner Schlucht, darunter Runkelstein, auf die unternehmungslustige Familie zurückgehen.
 

In den Auseinandersetzungen zwischen dem Bischof von Trient und dem Grafen Meinhard II. von Tirol scheint die Burg Wangen-Bellermont 1277 zerstört worden zu sein. Wahrscheinlich blieb sie über mehr als 200 Jahre Ruine, bis sie kurz nach 1500 wieder zu einem bewohnbaren Gebäude hergerichtet wurde. 1615 erwarb Marx Sittich von Wolkenstein das „Schloss“, das 1766 jedoch wieder zu einer Ruine herabgesunken war. Im 20. Jahrhundert wurde die Burg wieder bewohnbar gemacht und ist heute in Privatbesitz.
 

Die Burg Wangen-Bellermont liegt im Südtiroler Sarntal. Sie entstand in den Jahren nach 1209. Spätestens 1237 war sie fertig gestellt

 

   
Auf einem senkrechten Felsenrücken, der nach drei Seiten sturmfrei ist, erhebt sich über der Ostseite der Sarner Schlucht, ungefähr den Goldegghöfen gegenüberliegend, ein viereckig angelegter Wehrbau mit einer von Schiesscharten und Fenstern unterbrochenen Mauer .

Die Burg Wangen-Bellermont liegt im Südtiroler Sarntal. Sie entstand in den Jahren nach 1209. Spätestens 1237 war sie fertig gestellt. Erbauer waren die mächtigen Edelfreien von Wangen, Vertrauensleuten des Bischofs von Trient. Den größten Teil des Jahres lebte das Geschlecht jedoch nicht in Burg Wangen-Bellermont, die ihren Namen trägt, sondern meist in der günstiger und näher an Bozen gelegenen kleinen Burg Ried oder dem nahen Runkelstein.


Die Wangener nennen sich ursprünglich "von Burgus" und haben ihren Stammsitz bei Burgeis im Vinschgau. Im 12. Jahrhundert übersiedelten sie nach Bozen und errichteten auf dem Johanneskofel eine erste Burg. In den ersten beiden Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts entstand dann Wangen-Bellermont als neuer standesgemäßer Sitz der Familie. Da Wangen-Bellermont aber abseits und daher ungünstig gelegen war, brachten die von Wangen Ried in ihren Besitz und errichteten Schloss Runkelstein.

 

Über einen küstlichen Halsgraben mit einstiger Zugbrücke gelangt man zur Vorburg mit dem hochgelegenen Burgtor, das einen Wappenstein der Herren von Wangen trägt. Diese waren ein mächtiges Dynastengeschlecht, das in der Südtiroler Geschichte eine große Rolle gespielt hat und dem Fürstbistum Trient einen seiner berühmtesten Fürsten, Bischof Friedrich II. von Wangen (1207-1219) gegeben hat.
Man nimmt an, daß mit dem Bau des Schlosses begonnen wurde, nachdem Friedrich im Jahre 1208 seine beiden Brüder Berthold und Adalbert in der Ortschaft «Landeck» mit Höfen belehnt hatte. Vom Schloß gibt es heute nur mehr einen Teil des Hauptturms.

Diese schöne mittelalterliche Festung wurde im Jahre 1277 von Meinhard II erobert und ging auf die Grafen von Tirol über. In der Folge ging sie an die Familien Lichtenstein, Firmian und andere über.

Letztens ist der verbliebene Schloßturm ohne große Ausgaben als Privatwohnung hergerichtet worden. Palas und Ringmauer wurden hergerichtet, das Ergebnis ist nicht sehr aufregend.

Heute ist das Schloß im Besitz eines Arztes, der es zu Wohnzwecken nützt.

 

1615 erwarb Marx Sittich von Wolkenstein das „Schloss“, das 1766 jedoch wieder zu einer Ruine herabgesunken war. Im 20. Jahrhundert wurde die Burg wieder bewohnbar gemacht und ist heute in Privatbesitz.
Die Burg Wangen-Bellermont liegt im Südtiroler Sarntal. Sie entstand in den Jahren nach 1209. Spätestens 1237 war sie fertig gestellt. Erbauer waren die mächtigen Herren von Wangen, Vertrauensleute des Bischofs von Trient
 

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