Diese kleine Burg, die auf das 13. Jh. zurückgeht, erhebt sich in St. Pauls auf einem Felsvorsprung oberhalb der Mendelstrasse. Trotz des kräftigen Bergfrieds wirkt sie gar nicht trutzig, da ihr die sonst am mittelalterlichen Festungsbauten übliche Mauern und Wehranlagen fehlen.

Im Inneren des Bauwerks, das ein Hotel beherbergt, eine holzgetäfelte Stube von 1613.

Die Burg liegt unterhalb von St. Pauls, natürlich im Warttal und übrigens weithin sichtbar für alle Reisenden auf der Weinstrasse.

Schloss Warth ist nicht nur weithin zu sehen, das grüne Blätterkleid im Sommer und das leuchtend rote im Herbst lassen es in ganz besonderem Charme erstrahlen. 

Bergfried und Palas stammen aus dem Hochmittelalter. Der schiffbugartige Gebäudetrakt nach Norden hin entstand erst im 15. Jahrhundert

 

 

 

 

Die Altenburg ist eine Burgruine bei St. Pauls, dem nördlichen Teil der Gemeinde Eppan in der Region Trentino-Südtirol (Südtirol).

 

Wenn auch von der einst mächtigen Anlage nur mehr wenige Mauerreste auf uns gekommen sind, die jedoch einigermaßen eine Rekonstruktion erlauben, so gestattet die archivalische Situation eine exaktere zeitliche Einordnung des Baubeginns und der Besitzerfrage. Nach Martin Bitschnau muß die Anlage wenig vor 1189 von Graf Egno I. von Eppan begonnen worden sein, 1194 war sie noch nicht vollendet, innerhalb des genannten Jahres verspricht Graf Egno die Einsetzung eines Burgmannes und trägt sie dem Hochstift Trient zu Lehen an.

 

Von der aus dem späten 12. Jahrhundert stammenden Burg sind nur wenige Reste erhalten, die kaum Aussagen über den Grundriss und das frühere Aussehen der Burg zulassen.  Vollendet wurde die Burg aber erst unter dem Hochstift von Trient, dem sie zu Lehen angeboten wurde. Die Burg war ursprünglich wohl eine Anlage der Grafen von Eppan zur Sicherung des Weges durch das Warttal.

Damit ist die lange in der Literatur vorherrschende Meinung wiederlegt, derzufolge die Anlage aufgrund des Namens Altenburg für die Sammlung der Eppaner Grafen gehalten wurde. Noch kurz vor seinem Tod fügt Graf Egno das »de Altenburch« an Namenszug. 

Die in der Burg residierenden Ministerialen hatten das Amt der Gerichtsbarkeit in der Pfarre Eppan über. Als erste waren seit 1195 die Herren von Girlan-Griensberg mit diesem Amt betraut· Mauerreste des Bergfrieds an der Ostseite, turmartiger Palas ausgebaut.

 

Aus dem geschichtlichen Werdegang der beiden Nachbarsburgen vermuten Burgenforscher, die Warthburg sei in frühester Zeit nur ein vorgeschobener Wehrbau, ein befestigter Turm (auch der Name würde darauf hindeuten) der Altenburg gewesen.

 

 

 Sie steht auf einem Moränenhügel der Würm-Eiszeit im Warttal über dem „Paulser Loch“, gegenüber von Schloss Warth. Die Ruine ist heute Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
Später wurde sie Sitz des gleichnamigen Gerichts, das fast das gesamte Gebiet des heutigen Eppan umfasste, und Wohnstatt der jeweiligen Richter des Grafen, bzw. später der Tiroler Landesfürsten, die von hier aus das Land verwalteten. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt.
 

Copyright ©  Mai 2007 Hall in Tirol. All Rights Reserved.
Web Design © by adi sparber.
adolf.sparber@chello.at