Nördlich des Marktes Matrei erhebt sich auf einem nach drei Seiten steil abfallenden „weißen“ Dolomitmarmorfelsen das Schloss Weißenstein, bis ins 14.Jahrhundert als „Schloss Matrey“ bezeichnet. Der „Seinzgerturm“, einst Gefängnis, ist der älteste Teil des vermutlich in der Mitte des 12.Jahrhunderts errichteten Bauwerks. Um 1207 wurden Schloss und Herrschaft an die Erzbischöfe von Salzburg verkauft, die bis 1803 Matrei in Osttirol durch Pfleger verwalteten.
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Aus dem Dornröschenschlaf erwacht ist  die Lienzer Rose auf dem Stadtwappen. Zu ihren Ehren wurde eine fünfblättrige, rot-orange neue Züchtung „Lienz Rose“ getauft Home Burg Weißenstein Tourismus Links Home Burg Weißenstein Tourismus Links Die von den Grafen von Lechsgmünde gegründet und Matrei genannte Burg wird 1155 / 54 erstmals erwähnt, ab dem 13. Jh. in bischöflich salzburgischen Besitz. Im 19. Jh. wurde Weißenstein zunächst als als Hotelanlage umgebaut und dann als Wohnsitz der Familie Carl von Thieme übernommen, deren Erben sie heute noch besitzen.
Vor vielen Jahrhunderten residierte in Schloss Weissenstein ob Matrei ein junger Graf namens Heinrich, den seine Untertanen stets “den Gütigen” nannten. Nie kam es vor, dass er von seinen Bauern ungebürliche Roboten verlangten oder sie mit schweren Steuern und Abgaben belastete. Er gestattete ihnen sogar, die Felder zu umzäunen, um allzu großen Wildschaden zu verhindern. So kam es, dass alle ihn liebten und in Treue zu ihm standen. Auch der graue Seinzgerturm am Schlosse, der die gefürchteten Gefängnisse barg, hatte selten unfreiwillige Gäste zu beherbergen. Groß war der Jubel, als Graf Heinrich ein liebreizendes  und wohlgesittetes Ritterfräulein, Maria, die Tochter eines Ministerialen aus Rabenstein bei Virgen, freite, und seine schöne Braut nach Weißenstein brachte. Die Trauung des Paares wurde unter Beisein der Bauern in der Pfarrkirche Matrei vollzogen. Anschließend gab es ein grosses Fest auf der Wiese, bei der man einen ganzen Ochsen und mehrere Schafe über offenen Feuer am Spieß briet. Auch an Wein mangelte es nicht. Während das Volk noch schmauste und tanzte, geleitete Heinrich sein traut Ehegemahl in das Schloss. Dort zeigte er Gräfin Maria allsogleich die Schatzkammer und bat sie, dieser zu entnehmen, so viel sie brauche, um Kranken und Bedürftigen zu helfen. So habe auch er es immer gehalten und erbitte dasselbe von ihr. Das damals noch kleine Dorf Matrei breitete sich rund um die heutige Kreuzbichlkapelle aus, einem Bildstock, der an jener Stelle steht, wo die erste Pfarrkirche vermurt wurde. Um den Burgfelsen und im heutigen Marktgebiet lagen fruchtbare Felder und saftige Wiesen. Der Golderetsee unter dem Falkenstein entsandte ein friedliches Bächlein, das niemals Schaden anrichtete und sich, nach genügender Bewässerung der Talfluren mit dem Tauernbache vereinte. Eifrig ging Gräfin ihrer Samaritertätigkeit nach, ja ihr Gemahl ließ sogar in der Nähe des Burgfelsens ein Haus erbauen, in dem Kranke und Pflegebedürftige aufgenommen wurden. Zweimal mußte Graf Heinrich den Deutschen Kaiser auf seinen Kriegszügen nach Italien begleiten. Doch kehrte er er immer wieder gesund in seine Heimat zurück. Nur eins überschattete das Glück der Schlossfrau, ihre Ehe war noch immer Kinderlos. Heinrich aber tröstete seine Liebste darüber hinweg und legte auch dieses Begehren in Gottes allweise Hand. An einem Samstagnachmittag unternahm das junge Paar einen Spazierritt in das Tauerntal. Als es sich der Brücke über die Osterwitzklamm näherte, hielt Maria ihr Zelter an und sagte “Heinrich ich höre eine silberne Glocke läuten”, worauf er zweifelnd an ihre Seite ritt, wo nun auch er den Silberton vernahm. Beide waren in Lauschen versunken. Da donnerte plötzlich durch den Osterwitzgraben eine mächtige Lawine zutal, die auch jene Brücke mit sich riss in die Tiefe der Proßeggklamm. Erschüttert dankten beide der Schutzmantel Madonna und gelobten, ihr an dieser Stelle eine Kapelle erbauen zu lassen, in deren Turm eine silberne Glocke jeden Samstag um 2 Uhr geläutet werden sollte. Außerdem stiftete Graf Heinrich für dieses Marienheiligtum einen goldenen Meßkelch, eine goldene Reliquienmonstranz und ein golddudrchwirktes Priestergewand. Wenn die Marienglocke ertönte, begann man auch in der Pfarrkirche von Matrei zu läuten. Die Bauern machten Feierabend und dankten im Gebete Gott für die wunderbare Errettung ihrer gütigen Herrschaft.
Vor vielen Jahrhunderten residierte in Schloss Weissenstein ob Matrei ein junger Graf namens Heinrich, den seine Untertanen stets “den Gütigen” nannten. Zweimal mußte Graf Heinrich den Deutschen Kaiser auf seinen Kriegszügen nach Italien begleiten. Doch kehrte er er immer wieder gesund in seine Heimat zurück.