Hoch über der wild schäumenden Trisanna, wo das Paznauntal in das Stanzertal mündet, thront auf einem vorspringenden waldigen Fels Schloss Wiesberg. Erbaut wurde das Schloss vermutlich im 13. Jhdt. durch das Hochstift Chur.  Ende des 14. Jhdts. war das Schloss als Lehen der Grafen von Tirol Eigentum der mächtigen Rottenburger, deren Stammburg sich oberhalb von Rotholz im Unterinntal befand. Seit dem Aussterben dieses Geschlechts im Jahre 1411 war Wiesberg landesfürstliches Eigentum und wurde mehrmals verpfändet, zuletzt 1770 an die Grafen von Wolkenstein, bei denen es bis 1840 verblieb. Südwand ein auf Krangsteinen ruhenden Eker belebt.
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Die Burg Wiesberg liegt bei dem Dorf Tobadil nahe Landeck am Eingang ins Paznauntal unmittelbar an der Arlbergbahn, die hier  die Trisanna auf einer Eisenbrücke überquert . Sie wurde vermutlich im 13. Jahrhundert von den Bischöfen von Chur errichtet.  Vom späten 13. bis Mitte 14. Jahrhundert war die Burg im Besitz der Herren von Ramüs, Vasallen der Churer Bischöfe, die ihre  Stammburg im Unterengadin hatten.   Von hier aus Verwalteten sie ihre Güter im Paznauntal.  Als sie in einem Streit mit den Tiroler Landesherren verwickelt waren, besetzte um 1330 der Landecker Richter gewaltsam die  Burg, und die Ramüser   kehrten  nicht mehr auf ihren  Besitz zurück. Ende des   14. Jahrhunderts war die  Burg dann als Lehen der   Grafen von Tirol Eigentum  der mächtigen   Rottenburger, deren  Stammburg sich oberhalb   von Rotholz im Unterinntal  befand. Seit dem   Aussterben dieses  Geschlechtes im Jahre   1411 war Wiesberg  landesfürstliches   Eigentum und wurde  mehrmals verpfändet,   zuletzt 1770 an die Grafen  von Wolkenstein, bei   denen es  bis 1840 verblieb.  1809 fand in der Nähe der   Burg ein wildes Gefecht  zwischen den bayrischen Truppen und einigen hundert Paznauner und Stanzertaler Schützen statt. Dabei wurden die  Siegreichen Landesverteidiger von etwa 100 Paznauner Frauen und Mädchen unter Führung des Kuraten Stephan Krismer  unterstützt. 1885 kauften die Staatsbahnen die baufällige Burg um ungestört die 87 m hohe und 120 m lange Trisannabrücke  errichten zu können. Als zwei Jahre später der Brückenbau, damals ein Wunderwerk der Technik betrachtet, beendet war, wurde Wiesberg wieder verkauft. Der neue Besitzer, ein Bierbrauer aus Saalfelden, begann mit viel Eifer, die Burganlage mit großem  finanziellen Aufwand zu einem Nobelhotel umzubauen. Die Kosten waren jedoch dermaßen hoch, dass er in Konkurs ging. Bei  der folgenden Versteigerung der Burg im Jahre 1889 erhielt Hermann Landfried aus Heidelberg den Zuschlag.  Mit seinem reichen Bruder Fritz ließ er Wiesberg gründlich renovieren. Seit 1945 kam Wiesberg immer wieder mit dem Militär in  Berührung. Im Mai 1945 begann das Oberkommando der deutschen Wehrmacht dort Friedensverhandlungen mit den  Amerikanern. Dann wurde die Burg von den Amerikanischen, später von französischen Besatzungssoldaten okupiert.  Der in die bis zu 2,7 m dicke Ringmauer eingebaute mächtige Bergfried (rechts) wurde 1908 aufgestockt und mit einem  Pyramidendach gedeckt. Vor der westlichen Ringmauer errichtete man um 1500 eine Zwingeranlage mit rundem Eckturm. Die  1831 eingestürzte Ringmauer wurde an den Ecken turmartig überhöht. In der nordwestlichen Ringmauerecke befindet sich die  spätgotische, um 1420 erbaute Liebfrauenkapelle- Der heutige Besitzer ist ein Nachkomme der Landfried aus Heidelberg, Dr. Karl Landfried und Erich, Georg und Karin Uhlmann.  Burg Wiesberg ist in Privatbesitz und nur von außen zu besichtigen
Der in die bis zu 2,7 m dicke Ringmauer eingebaute mächtige Bergfried wurde 1908 aufgestockt und mit einem Pyramidendach gedeckt Die Burg Wiesberg liegt bei dem Dorf Tobadil nahe Landeck am Eingang ins Paznauntal unmittelbar an der Arlbergbahn, die hier die Trisanna auf einer Eisenbrücke überquert Hoch über der wild schäumenden Trisanna, wo das Paznauntal in das Stanzertal mündet, thront auf einem vorspringenden waldigen Fels Schloss Wiesberg. Erbaut wurde das Schloss vermutlich im 13. Jhdt. durch das Hochstift Chur.  Ende des 14. Jhdts. war das Schloss als Lehen der Grafen von Tirol Eigentum der mächtigen Rottenburger, deren Stammburg sich oberhalb von Rotholz im Unterinntal befand.