Hoch über der wild schäumenden Trisanna, wo das Paznauntal in das Stanzertal mündet, thront auf einem vorspringenden waldigen Fels Schloss Wiesberg. Erbaut wurde das Schloss vermutlich im 13. Jhdt. durch das Hochstift Chur.  Ende des 14. Jhdts. war das Schloss als Lehen der Grafen von Tirol Eigentum der mächtigen Rottenburger, deren Stammburg sich oberhalb von Rotholz im Unterinntal befand. Seit dem Aussterben dieses Geschlechts im Jahre 1411 war Wiesberg landesfürstliches Eigentum und wurde mehrmals verpfändet, zuletzt 1770 an die Grafen von Wolkenstein, bei denen es bis 1840 verblieb. Südwand ein auf Krangsteinen ruhenden Eker belebt.
Copyright © Juni 2013 Hall in Tirol. All Rights Reserved. - Web Design © by adi sparber. adolf.sparber@chello.at
Home Home Burg Wiesberg Burg Wiesberg Tourismus Tourismus Links Links
Beim Holzsammeln ist einmal ein Panznauner Bauernbub bis an den Eingang von Schloss Wiesberg gelangt,  neben der heute die mächtige Eisenbahnbrücke, die Trisannabrücke die Talschlucht überspannt. Er bemerkte  dort eine Gruppe von schwarz gekleideten Männern, die sich mit Kegeln vergnügten. Sie winkten den Knaben  herbei, er möge ihnen doch die Kegel aufsetzen. Der junge Paznauner dachte sich : Da kann ich ein paar Kreuzer  verdienen, und tat eifrig seinen Dienst als Kegelbub.  Als eine Stunde verrann  und das Büblein vor lauter Kegelaufstellen schon recht Müde war,  bisher aber von den Keglern noch keinen Kreuzer erhalten hatte, verdross es ihn. Noch  mehr ärgerte er sich aber, als die Männer nach Beendigung des Spieles statt eines  Trinkgeldes nur bedeuteten, er möge sich die Kegel und Kugel als Entschädigung für seine  Plage mit nach Hause nehmen. Zornig ging der Knabe von Dannen, denn es fiel ihm gar  nicht ein, die hölzernen Kegel und Kugel, mit denen er nichts weiter Anfangen konnte, mit  heimzuschleppen. Kaum aber war er einige dutzend Schritte vom Schloss entfernt, da hörte er von droben ein  lautes Weinen und Wehklagen. Er blickte um und sah zu seinem Erstaunen, dass sich das  Kegelspiel in lauteres Gold verwandelt hatte. Im gleichen Augenblick, da er den Glanz des Goldes  wahrgenommen, versanken die goldenen Kegel im Boden, die Kegler und die Bahn verschwanden plötzlich. Hätte der dumme Bub den Rat der Männer befolgt, so wäre er ein steinreicher Mann geworden. Von einem anderen Hüterbuben erzählt man, dass er es ein wenig klüger angefangen hat. Als er auch beim  Wiesberger Schloss Kegel aufsetzte, boten ihm die Männer ebenfalls die Kegel als Trinkgeld an. Er wollte zwar  auch nicht das ganze Kegelspiel mitnehmen, steckte aber wenigstens eine Kegel als Spielzeug für seine kleine  Schwester in den Schnerfer. Als er zuhause den Kegel hervorholte, war er aus echtem schweren Gold.  
Beim Holzsammeln ist einmal ein Panznauner Bauernbub bis an den Eingang von Schloss Wiesberg gelangt Neben der heute die mächtige Eisenbahnbrücke, die Trisannabrücke die Talschlucht überspannt Hoch über der wild schäumenden Trisanna, wo das Paznauntal in das Stanzertal mündet, thront auf einem vorspringenden waldigen Fels Schloss Wiesberg. Erbaut wurde das Schloss vermutlich im 13. Jhdt. durch das Hochstift Chur.  Ende des 14. Jhdts. war das Schloss als Lehen der Grafen von Tirol Eigentum der mächtigen Rottenburger, deren Stammburg sich oberhalb von Rotholz im Unterinntal befand.