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Santuari di San Romedio in der Gemeinde Coredo im Nonstal. Erste Nachrichten über dieses auch heute noch hochverehrten Wallfahrtsheiligtum im Gemeindegebiet von Coredo stammen aus dem 11. Jahrhundert. Dem Wallfahrtsort stark verbunden waren auch die Adelsgeschlechter des Nonsberges, von den Thun über die Cles bis zu den Spaur. Das äußerst Trutzburgenartige Erscheinungsbild der kleinen Klosteranlage in dieser versteckten Schlucht, die zweifelsohne auf den Grundresten einer früheren Burganlage errichtet wurde. Von Sanzeno führt heute ein Shuttlebus durch die Schlucht bis zu dem verstecktenHeiligtum. Fünf Kirchen sind übereinander erbaut, ein wirklich einzigartiges Bauwerk.
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Es wird berichtet berichtet, wie ein Heiliger vom gläubigen Volk erlebt wurde und heute noch erlebt wird. Die mündliche Tradition berichtet, dass Romedius im Thaurer Schloss geboren wurde. Er wird deshalb auch als „Adeliger von Thaur“ bezeichnet. Die Eltern gaben ihm eine christliche Erziehung, die in ihrem Sohn Romedius reiche Früchte trug. Die Legende berichtet weiter, dass Romedius nach dem Tod seiner Eltern mit seinen beiden Begleitern Abraham und David eine „Wallfahrt“ nach Rom machte, um dort die Gräber der Apostel Petrus und Paulus zu besuchen. Dort fand er wohl auch eine Bestärkung zum beabsichtigten gottgeweihten Leben. Romedius kehrte nicht mehr nach Thaur zurück, sondern blieb in der Diözese Trient. Seine reichen Güter in Thaur verschenkte er an die Hochstifte Trient und Augsburg. Dann zog er mit Erlaubnis des wohl befreundeten Bischofs von Trient und begleitet von Abraham und David in das Nonstal zurück, das zur Diözese Trient gehörte. Dort hatten am 29. Mai 397 Sisinnius, Martyrius und Alexander bei der Verkündigung des Evangeliums den Märtyrertod erlitten. Im Nonstal fand Romedius einen geeigneten Platz für sein Einsiedlerleben. Als er beim Bischof von Trient weilte, überkam ihn eine Ahnung seines nahen Todes. Zum Bischof sage er daraufhin: „Wir werden uns auf Erden nicht wiedersehen. Wenn du die Glocke in deinem Turm dreimal von selber läuten hörst, soll dir das ein Zeichen sein, dass meine Stunde geschlagen hat. Empfehle dann meine Seele dem Herrn!“ Bald nach seiner Rückkehr in die Einsiedelei starb Romedius. Es soll am 15. Jänner gewesen sein. Am gleichen Tag läutete in Trient dreimal von selber die Glocke am Turm. Von da an hieß man den schlanken Turm an der Rückseite des Trienter Domes den „Turm vom Hl. Romedius“. Zur Erinnerung an dieses Wunder wird die Glocke einmal im Jahr, und zwar am 15. Jänner, zu Ehren des Hl. Romedius geläutet. Aber wer war Romedius und woher kam er wirklich ? Hat er tatsächlich existiert und wenn ja, zu welcher Zeit ? Über die “Romedius Frage” ist viel diskutiert worden, doch bis heute hat man - in Ermangelung zeitgenössischer Urkunden zu keinem Ergebnis gefunden. Rätselhaft ist schon allein der Name. Der Österreichische Volkskundler Christian Schneller (1831-1908), führt den Namen auf die im Mittelalter als romei bezeichneten Rom Pilger zurück und auch Romedius soll nach Rom gpilgert sein, bevor er sich in die Nonsberger Schlucht zurückgezogen hat. Er wurde schon um das Jahr 1000 verehrt, und seine Heiligen Atribute sind ein Pilgerstab und ein Bär.
Die Wallfahrtskirche S. Romedio befindet sich in der Nähe von Sanzeno im Nonstal und zählt zu den wohl interessantesten Beispielen der mittelalterlichen christlichen Kunst im Trentino. Der Wallfahrtsort erhebt sich auf einem 70 m hohen Kalkfelsen und besteht aus mehreren Kirchen und Kappellen, die sich der Felsenform anpassen. Mit schier endlosen Treppen. Das Dorf kann 5 Kirchen aufweisen, was wiederum etwas ganz besonderes an unserem Thaur darstellt. Die Pfarrkirche ist der hl. Mutter Gottes Maria geweiht, das Schloßkirchlein dem Dorfpatronen Romedius - sowie Peter und Paul. Das Altarblatt in der höchsten Kirche zeigt den Heiligen Romedius mit dem Bären. Es gibt einige Legenden des Eremiters Romedius und die wohl bekannteste davon ist jene mit dem Bär.