Burg ENGELSBURG (Neustift bei Brixen) Die ausgedehnte Klosteranlage wurde Ende des 15. Jh.s wegen der drohenden Gefahr von Türkeneinfällen durch verschiedene Wehrbauten geschützt (u. a. den sog. "Türkennturm"). Auch die Außenmauern des romanischen Rundbaues, die einer bereits 1198/99 geweihten Michaelskirche angehören, wurden damals zur Verteidigung adapptiert. Dieser Umgestaltung gehören ein doppelter Kranz von Zinnen, ein umlaufender Wehrgang mit Schlüssel- und Maulscharten an. Die Engelsburg wurde im Bauernauffstand von 1525 beschädigt, dann profaniert und 1544 wieder als Gotteshaus geweiht. Einer wenig glücklichen Renovierung von 1901 folgte 1968/69 eine sorgfältige Reestaurierung durch das Denkmalamt. Wenngleich dieses hochoriginelle Baudenkmal, das seinen Namen nach der Engelsburg in Rom trägt, weder als Burg noch als Ansitz anzusprechen ist, wurde es - über mehrfachen Wunsch - hier aufgenommen.
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In dessen Mittelpunkt steht der so genannte Wunderbrunnen, der auf einen Ziehbrunnen aus dem Jahr 1508 zurückgeht. Im Fries des sogenannten achteckigen Pagodendaches sind die sieben Weltwunder dargestellt. Sie wurden von Nikolaus Schiel um 1669 gemalt. Imposant ragt aus dem hinteren Teil des Gartens der Mammutbaum hervor und gleich gegenüber beeindrucken die jahrhundertealten Ginkobäume. Dazwischen reiht sich der Barockgarten mit seinen schönen Brunnen und tausendfach blühenden Beeten Die noch vorhandenen Befestigungsanlagen stammen aus dem 15. Jahrhundert, als man einen Einfall der Osmanen in das Kronland Tirol befürchtete  Man muss allerdings kein Fachmann sein um zu erkennen, dass der militärische Wert wohl nebensächlich war und die Aufrüstung lediglich der Beruhigung der Volksseele diente. Ein Turm der Befestigung trägt heute noch den Namen Türkenturm. Der Weg von der ersten Verteidigungsanlage, der Engelsburg zum Klostertor. Die Bilder zeigen im wesentlichen nur die Befestigungen des Klosters Auch italienische Meister (die schöne Verkündigung mit der Taube in der neunten Arkade) und Hans von Bruneck haben im Kreuzgang gearbeitet. Unter Propst Konrad (etwa um 1370) eingewölbt und im 15. Jh. mit einer neueren Freskenschicht übermalt. Der Kreuzgang mit seinem gotischen Gewölbe und Fresken verschiedener Künstler. Erbaut wurde das Augustiner Chorherrenstift bereits im Jahre 1142 vom Bischof Hartmann von Brixen. Die alten Gemäuer scheinen von der stolzen Vergangenheit zu erzählen, Figur des hl. Erzengels Michael mit der Seelenwaage. Als die Türken 1474 vor Klagenfurt standen und 1476 erneut in Kärnten einfielen, wurde die Angst sehr groß. Deshalb wurde dieser Wehrturm erbaut.  In dieser Zeit erlangte auch die Engelsburg ihr jetziges Aussehen, als sie zur Wehrburg ausgebaut wurde.[6] Die Türkengefahr war nicht die einzige Bedrohung für das Stift. Anfang des 16. Jahrhunderts brach eine Viehseuche aus. Das ganze Kloster wurde von einer Ringmauer umgeben. Hier ein Abschnitt, dem Eisack zugewendet mit einem Madonnenfresko. Im Klosterhof steht ein rundes Brunnenhaus. Weil an den einzelnen Bildfenster. die sieben Weltwuder der Antike gemalt sind wird er allgmein der "Wunderbrunnen" genannt
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Das ganze Kloster war von Wehrbauten eingeschlossen. Neben einem inneren Mauergürtel bestand eine äußere Ringmauer, die westlich bis zum Eisack reichte und nördlich und östlich unter Einschluss der Weinberge und Güter bis an die Strasse führte.  Am besten erhielt sch die hohe Ringmauer nördlich der Kirche mit dem Rondell, der' sogenannte Türkenturm und das anschließende Mauerstück, die spielerische Anlage der Engelsburg und der Stiftsmühle und der untere Teil des einstigen Brückenturms; alle Teile sind mit Schiessscharten und Schiessfenstern bewehrt. Als im 16. Jahrhundert die Türkengefahr groß war, erfolgte die Ausgestaltung der Stiftsbefestigungen. Das Augustiner Chorherrenstift Neustift, 1142 vom Brixner Bischof Hartmann gegründet, hat seither Geschichte gemacht.
Home Kloster Neustift Tourismus Links Der selige Bischof Hartmann gründete  (um 1140) drei Kilometer nördlich der Bischofsresidenz in Brixen im Eisacktal das Augustiner Chorherrenstift Neustift. Im Jahr 1140 wurde der selige Hartmann, Propst des Augustiner Chorherrenstiftes Klosterneuburg bei Wien, zum Bischof von Brixen gewählt.