Zu Füssen der wie eine Bühne aufsteigenden Weinberge liegt in einem stillen Winkel des Eisacktales vor Brixen die  malerische Bautengruppe des Augustinerchorherren Klosters Neustift, das durch seine Kulturleistung, seine Kunst  Schätze und seinen Weinbau berühmt ist. Noch geht die heutige Anlage im wesentlichen auf die  Gründungsgestaltung im 12. Jahrhundert zurück, so viele Veränderungen, Um- und Zubauten auch in den  folgenden Jahrhunderten und besonders in Barockzeitalter erfolgten, welche insbesondere die frohe, helle  Innengestaltung der Stiftsbasilika schufen. Das erste Gebäude auf das man trifft ist ein merkwürdiger Rundbau, die sogenannte Michaelskapelle, auch  Engelsburg genannt. Um einen schon 1198 erbauten runden Zentralbau legt sich ein zinnenbewehrter Mauerring  mit schönen romanischen Doppelbogenfenstern. Heute dient der Raum für Ausstellungen oder Konzerte. Das  Gebäude war ursprünglich als Nachahmung des hl. Grabes in Jerusalem gedacht und steht mit seinen  byzantinischen Anklängen wohl einzigartig in Südtirol da  Das Augustiner Chorherrenstift Neustift, 1142 vom Brixner  Bischof Hartmann gegründet, hat seither Geschichte gemacht. Von Anfang an auch vielbesuchtes Hospiz und  Raststätte für Pilger auf der Reise ins Heilige Land oder nach Rom, war das Kloster ein wichtiger Bezugspunkt im  geistigen Leben Europas. Die heute noch sichtbaren Verteidigungsstellungen wurden aus Sorge vor einem möglichen Einfall der Türken  hinzugefügt. Die Türken waren schon 1476 bis in die nicht mehr weit entfernten Provinzen Steiermark und Kärnten  vorgedrungen. Doch in der Praxis bewährten sich diese Einrichtungen nicht, und anläßlich des Bauernaufstandes  im Jahre 1525 wurde das Stift besetzt und geplündert und die Engelsburg, die mehrfach befestigt worden war, arg  zugerichtet. Erst Jahre später wurde die Kapelle restauriert. Die letzte, wirkungsvolle Restaurierung wurde vom  Denkmalamt im Jahre 1958 durchgeführt. Sehenswert ist auch der Wunderbrunnen im Klosterhof. Er spendet nicht  etwa wundertätiges Wasser sondern zeigt auf acht Feldern die sieben Weltwunder der Antike, das achte Feld zeigt Kloster Neustift als achtes  Wunder. Geht man durch den Friedhof die Nordseite der Kirche entlang, so stößt man durch ein Tor auf den Weg hinter die Apsis. Gegen Osten schließt  eine überhohe Mauer den Bezirk ab, die sogenannte Türkenmauer, die im Jahre 1467 errichtet wurde. Ihre Höhe von über sieben Metern gibt uns  einen Begriff der damaligen Angst vor den immer wieder zur Bedrohung gewordenen Türken.  Die Anlage des Stiftes mit Kreuzgang, Kirche,  Bibliothek und Gemäldegalerie sowie Probierstube kann besichtigt werden. Der 1 km lange Fahrweg nach Neustift zweigt von der Brennerstrasse 2  km nördlich von Brixen ab, in aller Nähe der Strassengabelung Pustertal Brenner.Die ausgedehnte Klosteranlage wurde Ende des 15. Jh.s wegen  der drohenden Gefahr von Türkeneinfällen durch verschiedene Wehrbauten geschützt Unbedingt Sehenswert die Stiftskirche im glanzvollen Barock und ebenso der Kreuzgang. Auch die Bibliothek mit dem herrlichen Saal und über 80 000 Büchern die immer noch vorhanden sind obwohl Napoleons Truppen sie stark dezimiert haben
Den Anstoss für diesen Bau gab die großzügige Schenkung des Ministerialen Reginbert von Säben und seiner Frau Christina, die dem Bischof hier mehrere Höfe und Landgüter zur Verfügung gestellt haben. Die heutige Anlage geht  im wesentlichen auf die Gründungsgestaltung im 12. Jahrhundert zurück, so viele Veränderungen, Um- und Zubauten auch in den folgenden Jahrhunderten und besonders in Barockzeit. Hier der barocke Klostergarten.
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Das ganze Kloster war von Wehrbauten eingeschlossen. Neben einem inneren Mauergürtel bestand eine äußere Ringmauer, die westlich bis zum Eisack reichte und nördlich und östlich unter Einschluss der Weinberge und Güter bis an die Strasse führte.  Am besten erhielt sch die hohe Ringmauer nördlich der Kirche mit dem Rondell, der' sogenannte Türkenturm und das anschließende Mauerstück, die spielerische Anlage der Engelsburg und der Stiftsmühle und der untere Teil des einstigen Brückenturms; alle Teile sind mit Schiessscharten und Schiessfenstern bewehrt. Als im 16. Jahrhundert die Türkengefahr groß war, erfolgte die Ausgestaltung der Stiftsbefestigungen. Das Augustiner Chorherrenstift Neustift, 1142 vom Brixner Bischof Hartmann gegründet, hat seither Geschichte gemacht.
Home Kloster Neustift Tourismus Links Der selige Bischof Hartmann gründete  (um 1140) drei Kilometer nördlich der Bischofsresidenz in Brixen im Eisacktal das Augustiner Chorherrenstift Neustift. Im Jahr 1140 wurde der selige Hartmann, Propst des Augustiner Chorherrenstiftes Klosterneuburg bei Wien, zum Bischof von Brixen gewählt.