Beeindruckend ist der Gegensatz, wenn man aus der dem Barockhimmel der Stiftskirche aus dem  mittleren 18. Jh. in die andächtige Stille des gotischen Kreuzgangs tritt, in dessen Bereich der große  Minnesänger Oswald von Wolkenstein nach einem bewegten Leben seine letzte Ruhe gefunden hat. Im  Kreuzgang von Kloster Neustift sieht man mehrere schöne Grabsteine, der berühmte Minnesänger  Oswald von Wolkenstein soll hier begraben liegen, sein Grabstein ist verschollen. Während sein  Grabstein nicht gefunden wurde finden wir das schöne Epitaph eines Nachfahren, Wilhelm von  Wolkenstein (gest. 1577). Daneben das Glanzstück unter den Grabmälern, gleich neben dem heutigen Eingang zur Kirche: Hier  kniet Oswald von Säben (gestorben 1464) auf einem Löwen, vor sich das Wappen, über sich den  Gnadenstuhl, Maria und Heilige um sich. Kaum minder schön ist der nun schon der Renaissance  angenäherte rote Stein des Christoph Truchseß von Staz als zweitnächster Stein neben dem des  Säbeners. Diese Grabsteine - auch der des Oswald von Wolkenstein - sowie die Grabsteine der Pröpste waren bis 1735 in der Kirche selbst untergebracht. - Der Kreuzgang, ursprünglich flach gedeckt und schon in der 1. Hälfte des 14. Jh.s mit Fresken  geschmückt (heute teilweise aufgedeckt), wurde unter Propst Konrad (etwa um 1370) eingewölbt und im 15. Jh. mit einer neueren Freskenschicht übermalt. Aus dieser Epoche stammt das in der dritten Arkade  freigelegte und relativ gut erhaltene Bild der Legende vom reichen Prasser, das Friedrich Pacher, von  manchen auch seinem Vetter (?) Michael zugeschrieben wird. Die Teufelsfratzen des unerhört lebendigen Bildes erinnern fast an Hieronymus Bosch, obwohl eine  Beeinflussung von dieser Seite nicht gut möglich ist. - Auch italienische Meister (die schöne  Verkündigung mit der Taube in der neunten Arkade) und Hans von Bruneck haben im Kreuzgang  gearbeitet. In der zehnten Arkade kam am Gewölbe die Legende der hl. Dorothea (um 1420) und in der  elften Arkade die Barbaralegende (Anfang 15. Jh.) zum Vorschein. - Besonders bemerkenswert ist die  schöne gotische Tür im Osttrakt des Kreuzganges, mit einem Christusbild; sie führt in den Kapitelsaal.  Ein ursprünglich romanischer Anbau mit gotischem Gewölbe ist die Viktorkapelle, deren wertvoller  Freskenschmuck (Zug der Heiligen Drei Könige, 14. Jh.) von 1974 bis 1978 restauriert wurde.
Daneben das Glanzstück unter den Grabmälern, gleich neben dem heutigen Eingang zur Kirche: Hier kniet Oswald von Säben (gestorben 1464) auf einem Löwen, vor sich das Wappen, über sich den Gnadenstuhl Beeindruckend ist der Gegensatz, wenn man aus der dem Barockhimmel der Stiftskirche aus dem mittleren 18. Jh. in die andächtige Stille des gotischen Kreuzgangs tritt,
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Das ganze Kloster war von Wehrbauten eingeschlossen. Neben einem inneren Mauergürtel bestand eine äußere Ringmauer, die westlich bis zum Eisack reichte und nördlich und östlich unter Einschluss der Weinberge und Güter bis an die Strasse führte.  Am besten erhielt sch die hohe Ringmauer nördlich der Kirche mit dem Rondell, der' sogenannte Türkenturm und das anschließende Mauerstück, die spielerische Anlage der Engelsburg und der Stiftsmühle und der untere Teil des einstigen Brückenturms; alle Teile sind mit Schiessscharten und Schiessfenstern bewehrt. Als im 16. Jahrhundert die Türkengefahr groß war, erfolgte die Ausgestaltung der Stiftsbefestigungen. Das Augustiner Chorherrenstift Neustift, 1142 vom Brixner Bischof Hartmann gegründet, hat seither Geschichte gemacht.
Home Kloster Neustift Tourismus Links Auch italienische Meister (die schöne Verkündigung mit der Taube in der neunten Arkade) und Hans von Bruneck haben im Kreuzgang gearbeitet. Der selige Bischof Hartmann gründete  (um 1140) drei Kilometer nördlich der Bischofsresidenz in Brixen im Eisacktal das Augustiner Chorherrenstift Neustift. Im Jahr 1140 wurde der selige Hartmann, Propst des Augustiner Chorherrenstiftes Klosterneuburg bei Wien, zum Bischof von Brixen gewählt.