Am Talboden südlich von Neumarkt befindet sich das Dorf Laag auf 214 m ü.d.M..

Unweit des Dorfzentrums befindet sich das Pilgerhospiz Klösterle. Es handelt sich um eines der wenigen noch vollständig erhaltenen Hospize dieser Art in Europa.

1220 erbaut wurde es Mitte des 14. Jahrhunderts als Hospiz aufgelöst. Doch bis zum 16. Jahrhundert wurde es als Unterkunft für Rompilger genutzt. Heute finden hingegen in den Sommermonaten Konzerte und Theateraufführungen in den alten Gemäuern statt.

In der Nähe des Klösterle befindet sich auch die kleine St. Florian-Kirche im romanischen Stil, eines der ältesten christlichen Sakralgebäude Tirols

Mit dem Weiler St. Florian zählt das Dorf Laag etwa 1.300 Einwohner.  Das Pilgerhospiz Klösterle. Es handelt sich um eines der wenigen noch vollständig erhaltenen Hospize dieser Art in Europa. um 1220 erbaut

 

 

   
  Diese Kirche zum heiligen Florian an der alten Reichsstraße nördlich von Laag wir 1189 zuerst genannt, doch datiert man sie um die Zeit von 1145 zurück. Im 13. Jahrhundert wurde in ihrer Nähe ein Hospiz für Pilger und Reisende erbaut, das heute noch stehende "Klösterle"-

 

Für 1214 sind an der Kirche St. Florian zwei Priester nachgewiesen. Die Priester dieser Kirche wurden in eine Bruderschaft eingebunden, die etwa hundert Jahre lang das Hospiz betrieb. Sie waren aber auch für die Seelsorge unter den Bewohnern von Margreid und Kurtnig zuständig, eine Zeit lang vielleicht auch für Salurn.

 

Doch im ausgehenden 13. Jahrhundert und dem beginnenden 14. Jh. wurden Kirche und Hospiz immer mehr vernachlässigt, worunter nicht nur die Gastfreundschaft sonder auch die Seelsorge litt. Daher übergab Fürstbischof Heinrich von Metz 1317 beides dem Chorherrenstift St. Michael an der Etsch. Fortan sollte mindestens einer der Chorherren in St. Florian residieren und von hier aus auch Margreid und Kurtnig betreuen.

 

Aus der Zeit ihrer ersten Erwähnung (1189) ist der untere Teil des Langhauses. Der Chor mit dem betonten turmartigen hochragenden Chorjoches ist im 13. Jh. anstelle eines älteren Abschlusses getreten.

 

Dieses Kirchlein von St. Florian ist ein einmaliges Kunstdenkmal. Im Langhaus ist noch die alte romanische Bauform erhalten. An dieses Langhaus wurde später ein überhöhtes Querquadrat angeschlossen, welches wohl als Kuppelbau gedacht war. Daran wurde im 12. Jahrhundert eine Rundapsis angegliedert, deren Außenschmuck schöne Lisenen und ein Rundbogenfries mit verschiedenen sehenswerten Skulpturen besonders reizvoll ist.

 

Es sind Tier- und Menschenköpfe, eine Taube und auch ein kleines Fläschchen, welches Bezug auf die in der Nähe stehende Pilgerherberge (Hospiz) „Klösterle“ haben dürfte.


Von 2005 – 2008 wurde die Kirche von Grund auf restauriert. Auch der Außenbereich rund um die Kirche wurde neu gestaltet und ein Parkplatz errichtet. Am 03.Mai 2008 wurde die Kirche St. Florian von Bischof Wilhelm Egger neu geweiht.

Der Name St. Florian bei Neumarkt ist untrennbar mit dem südlich in romantischer Idylle am reich überwucherten östlichen Berghang gelegene Hospiz, im Volksmund "Klösterle" genannt, verbunden
Fries an der Außenwand der Apsis. Diese Apsis von St. Florian zeichnet sich vor allem durch ihre Bauplastik aus. Es zeigt figürliche und vegetabile Motive.
Copyright ©  Mai 2011 Hall in Tirol. All Rights Reserved.
Web Design © by adi sparber. Adolf.sparber@chello.at