Die Lienzer Klause ist eine Klause in Osttirol. Die Klause wurde nie belagert oder erstürmt, da die umliegende Gegend meist unter gleichbleibender Herrschaft war. Geschichtliche Bedeutung fand sie jedoch erst nach ihrer Auflassung während der Französischen Kriege.
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Obwohl die Klause im Laufe der Zeit sehr verfiel, sollte sie in den Franzosenkriegen bzw. dem Tiroler Volksaufstand im Jahre 1809 noch einmal eine bedeutende strategische Rolle spielen. Die Klause mit Blickrichtung talauswärz ins Pustertal. In den 1760er Jahren wurde eine neue Straße im Tal gebaut. Die alte hohe Poststraße verlor somit ihre Bedeutung und mit ihr auch die Klause  Die Klause wurde unter Denkmalschutz gestellt. So starteten die ersten Renovierungsarbeiten in den 70er Jahren. Heute ist die Lienzer Klause eine Ruine. Durch private und öffentliche Mittel wird ihr völliger Verfall verhindert. Home Lienzer Klause Tourismus Links Home Lienzer Klause Tourismus Links
Die Lienzer Klause bildet eine Talsperre zur Verteidigung des Pustertales gegen Osten. Der älteste Bereich aus dem 14. Jh.  Ist das Innere Torgebäude, auch als Pflegehaus genannt, mit der großen Tordurchfahrt für die alte Pustertaler Strasse. Das innere Torgebäude wurde um Anbauten im Norden und das sogenannte Fürstengebäude im Süden erweitert und war durch Sperrmauern mit dem Pulverturm am Hang oberhalb verbunden. Dieser Bestand wurde im Barock in ein neues Gesamtkonzept einbezogen, das noch heute das Aussehen der Lienzer Klause wesentlich prägt. Es wurde eine symetrisches Hornwerk mit zwei vorspringenden Basteien und einen tiefen Graben angelegt, die Befestigung zog sich den Hang hoch bis zum oberen Turm, dem sogenannten Blockhaus und umfasste auch Sperrmauern auf der anderen Talseite. Die Baumeister Elias und Christoph Gumpp wurde 1660 als Festungsingenieure beauftragt, ein Verteidigungskonzept gegen eine befürchtete Invasion der Türken zu entwerfen. In der „Pustertalischen Beschreibung „ legten sie einen Entwurf vor, der Befestigungen in Lienz, Mühlbach, Nikolsdorf und Iselsberg vorsieht. Dabei orientierten sie sich an der Kriegsbaukunst der italienischen Renaissance an den Idealentwürfen, passten sich aber an das Gelände an, denn so … wurde auch mit Vonneten sein an ein oder anderen Orth vilfeltige fortificationes mit großen uncosten zupawen, Senftemalen natura Situs die defension für sich selbsten remostriert …“ Obwohl die Klause im Laufe der Zeit sehr verfiel, sollte sie in den Franzosenkregen bzw. dem Tiroler Volksaufstand im Jahre 1809 noch einmal eine bedeutende strategische Rolle spielen. Das österreichische Militär hatte den Tiroler Landsturm verlassen und diese waren daher auf sich alleine gestellt. Der Landsturm setzte die Lienzer Klause als Verteidigungs- und Rückzugslinie fest. Anfang August drangen französische Truppen unter General Rusca von Kärnten her in Osttirol ein. Die Franzosen versuchten ins Landesinnere zu gelangen. Am 8. August kam es schließlich zum Gefecht an der Lienzer Klause. Dort gelang es den Tiroler und Sextner Landstürmern, die schwer bedrohte Klause gegen eine zwanzigfache Übermacht von Franzosen und Italienern zu verteidigen und den Vormarsch der Angreifer aufzuhalten. General Rusca blieb somit der Zugang in das Pustertal verwehrt und musste sich schließlich zurückziehen. Noch heute erinnert eine Gedenksäule in Burgfrieden mit einer Inschrift an dieses Gefecht.
Die Strassendurchfahrt. Hier führte die Hauptstrasse durchs Pustertal nach Lienz.  Als jedoch die Gefahr durch die Osmanen gebannt war, verlor die Lienzer Klause langsam an Bedeutung. Diese Turmruine steht an höchster Stelle der Befestigung. Ab dem 14. Jahrhundert war die Anlage nicht nur eine Verteidigungsanlage, sondern auch Sitz eines Gerichtes. Letzteres blieb bis ins Jahr 1806 dort, ehe es nach Lienz verlegt wurde.