Die Lienzer Klause ist eine Klause in Osttirol. Die Klause wurde nie belagert oder erstürmt, da die umliegende Gegend meist unter gleichbleibender Herrschaft war. Geschichtliche Bedeutung fand sie jedoch erst nach ihrer Auflassung während der Französischen Kriege.
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Obwohl die Klause im Laufe der Zeit sehr verfiel, sollte sie in den Franzosenkriegen bzw. dem Tiroler Volksaufstand im Jahre 1809 noch einmal eine bedeutende strategische Rolle spielen. Die Klause mit Blickrichtung talauswärz ins Pustertal. In den 1760er Jahren wurde eine neue Straße im Tal gebaut. Die alte hohe Poststraße verlor somit ihre Bedeutung und mit ihr auch die Klause  Die Klause wurde unter Denkmalschutz gestellt. So starteten die ersten Renovierungsarbeiten in den 70er Jahren. Heute ist die Lienzer Klause eine Ruine. Durch private und öffentliche Mittel wird ihr völliger Verfall verhindert. Home Lienzer Klause Tourismus Links Home Lienzer Klause Tourismus Links
Da ich keine Sage über die Lienzer Klause gefunden habe erzähle ich eine Begebenheut aus den Freiheitskriegen von 1809. Am 8. August 1809 gelang es den Tiroler Freiheitskämpfern, die Klause gegen einen übermächtigen Gegner von Franzosen, Italiener und wohl auch Bayern zu verteidigen. Unter dem Schützenkomandanten Steger, Hauger, Weber, Achamer und Hibler wurde ein weiteres Vordringen der napoleonischen Truppen in das Pustertal verhindert. Eine Gedenksäule kündet noch heute an diese heldenhafte Tat. Heute steht sie beim Eingang in die Klause 1934 wurde die Erinnerungssäule hier errichtet. Der Student Karl Tritscher aus Freiburg in Breisgau war Zeuge der Ereignisse und kämpfte auch bei dem Tiroler Aufgebot mit. Eine sagenhafte Geschichte aus heutiger Zeit betrachtet, schreibt er in sein Tagebuch über den Einsatz des Tiroler Schützenkommandanten Hauger : “ ... Da reißt er das Kruzifix von der Wand und, es hoch emporhebend ruft er seinen Kameraden zu, Wer ein echter Christ und ein braver Tiroler  ist folge mir nach, zur Verteidigung der heiligen Religion und zur Verteidigung des Vaterlandes..” General Ruska war von Kärnten her nach Tirol eingedrungen und wollte durch das Pustertal vorrücken, um in der Brixner Gegend auf eine weitere, aus dem Süden kommende Truppe zu stoßen und mit ihnen gemeinsam über den Brenner nach Innsbruck vorzudringen. Bei der Lienzer Klause, am schluchtartigen Eingang ins Pustertal, hatten sich aber die Landesverteidiger verschanzt. Anton Steger aus Bruneck führte das Kommando. Ein Ausfall der Tiroler brachte nicht den gewünschten Erfolg, selbst die Besatzung der Klause geriet in höchste Gefahr. Da rettete Hauger, ein Student aus Freiburg im Breisgau, aus den ehemaligen österreichischen Vorlanden, die Situation, indem er ein Kreuz von der Wand eines Bauernhauses riss, den versprengten und eingeschüchterten Bauern Mut zusprach und sie aufforderte, ihm zum Entsatz der Klause zu folgen. Sie kamen rechtzeitig und konnten den letzten entscheidenden Angriff der Franzosen abwehren. General Ruska sah sich in Gefahr, ließ aber noch etliche Dörfer, auch Leisach war darunter, in Schutt und Asche legen befor er am 10. August wieder nach Kärnten abzog.
Das Denkmal bei der Lienzer Klause erzählt vom Heldenmut der Tiroler Bauern die ihr Land, ihren Glauben verteidigten. Das bekannte Bild von Albin Egger Lienz "das Kreuz" zeigt wie die Bauern ein Kreuz tragend  zur Lienzer Klause zogen und die Verteidiger verstärkten.