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Mitte des 15 Jh. beschlossen der Sterzinger Bürgermeister und der Stadtrat das Haus zu erwerben, umfassende Umbauarbeiten nach den Plänen von Jörg Kölderer gaben dem Gebäude seine heutige Form, Von historischem Interesse ist auch der römische Meilenstein aus dem Jahr 201 n. Chr., der in Ortsnähe bei Straßenarbeiten entdeckt wurde.  Das Rathaus kann auf Anfrage und bei Stadtführungen besichtigt werden:  Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag von 8.15 Uhr bis 12.30 Uhr und von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Freitag von 8.15 Uhr bis 12.30 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage geschlossen.
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Das Rathaus wurde anstelle eines von der Stadt angekauften Bürgerhauses 1468 -1473 erbaut, der Eckerker 1526 fertiggestellt. Der gotische Ratssaal gilt als der schönste Tirols. Der hintere Trakt mit Bürgersaal (Vigil Raber Saal) wurde 1539 -1540 durch die gassenseitige Mauer mit dem Haupthaus verbunden. Das Rathaus präsentiert sich stolz mit Zinnen gekrönten Erker und marmornen Rundpfeilern am Beginn der Lauben. 1524 wurde das Rathaus umgebaut und der repräsantive Eckerker nach den Plänen von Jörg Kölderer, dem Hofbaumeister Kaiser Maximilians errichtet. Der Eingang ein großes Spitzbogenportal mit einem Holztor im Stile der Renaissance (1594) führt unter der ersten Arkade der Lauben ins Innere. Rechts kommt man über eine steile Treppe in das Obergeschoß. Am Fuß der Treppe ist ein Bild von Stephan Kessler “das Festmahl des Baltasar. Im lichten Obergeschoss fällt das Sonnenlicht durch grosse Fenster in den Lichthof. Im zweiten Obergeschoß  ist eine Gallerie  mit einer Rautenförmigen durchbrochenen Mauerbrüstung. Ein weiterer Teil der Gallerie besteht aus schmiedeeisernen Gittern. An den Wänden befinden sich mehrere kunsthistorisch interessante Objekte. Darunter auch das Wappen von Sterzing das einen alten Pilger mit Rosenkranz zeigt, darüber der Tiroler Adler. Dieses Stadtwappen aus dem 17. Jh. in einer Glasvitrine soll an die Grafen von Tieol, vor allem an Meinhard II. hinweisen (der Adler) und der Pilger verweist auf die Hospize die es in Sterzing gab. Der verkrüppelte alte Mann soll den Stadtgründer “Sterzl” sein. Auch ist ein Epitaph aus der Sterzinger Pfarrkirche zu sehen. Es ist von Abraham Geizkofler, General Steuereinnehmer Tirols und seiner Gemalin Barbara. Den Geizkoflern gehäöte auch die Burg am alten Jaufenweg von der heute nur mehr eine Ruine kündet. (Reifenegg) Von dem prächtigen Ratssaal will ich später erzählen, aber den förmlich ins Auge springenden Leuchter im Saal möchte ich doch genauer beschreiben. Dieser Saal ist kein Museum sondern wird auch heute noch für Trauungen und Gemeinderatssitzungen verwendet. Der Leuchter zeigt eine weibliche Figur mit Steinbockhörnern als Füsse, und wird allgemein nur das “Lusterweibchen” genannt. Diese Figur soll die hl. Lucretia darstellen die den Dolch gegen sich richtet und aus Verzweiflung Selbstmord verübt, nachdem sie geschändet wurde. Selbst der Entwurf zu diesem Kunstwerk stammt von dem allseits bekannten Jörg Kölderer. Ein unbekannter Meister in Augsburg führte ihn 1525 aus. Ursprünglich befand sich das Rathaus am Stadtplatz. Um 1468 kaufte die Stadt von Hans Ris das Wohnhaus mit Stallungen und Stadel in der heutigen Neustadt, um daraus ein Rathaus zu machen. So gäbe es noch vieles zu berichten über dieses Sehenswerte Gebäude und der Johann Nepomukstatue vor dem Haus die 1739 laut einer Inschrift von Dr. Wilhem Wolgemut, Pfleger zu Strassberg und Sterzing und Sterzing gestiftet wurde.
Bild in den Erker von Innen, Die Innenräume wurden gotisch ausgestaltet, dabei entsteht der beeindruckende Ratssaal, man sagt es sei der schönste von ganz Tirol ! Das Rathaus, das über eine bemerkenswerte Kunstsammlung verfügt, kann auch besichtigt werden. Der markante Eckerker wurde im Jahre 1524 fertig gestellt. Bis heute werden hier die Gemeinderatssitzungen abgehalten Türkenkopf unter dem Eckerker. Laut Überlieferung ließ ihn Jörg Kölderer als Andenken an seinen Vater anbringen, der im Kampf gegen die Türken gefallen war. aber noch sterbend seinen Gegner köpfte. Im Gegensatz zum südlichen Erker, besitz dieser eine reiche Gliederung mit Ornamenten und zeigt im Steinrelief Wappen des österreichischen Kaiserturms (links) und jenes von Tirol.