Mittelpunkt   und   Wahrzeichen   St.   Pauls   ist   die   Pfarrkirche   “Pauli   Bekehrung”.   Die   alle   anderen   Gebäude   des Dorfes    überragende    Kirche    wurde    von    1460    bis    1640    erbaut.    Durch    die    lange    Bauzeit    spannt    sich    der architektonische   Bogen   von   der   Gotik   bis   zum   Barock.   Im   84   m   hohen   Kirchturm   hängt   eine   der   größten Glocken   Südtirols.   Eine   Besonderheit   des   “Doms   auf   dem   Lande”   sind   die   zwei   Orgeln,   welche   in   den Gottesdiensten   und   bei   vielen   Konzerten   zu   hören   sind.   Unterhalb   der   berühmtesten   Schloßruinen   des Überetsch, von Hocheppan und Boymont liegt der Ort St. Pauls.   St.   Pauls   ist   die   Urpfarre   des   Überetsch.   Es   umfaßt   die   Viertel   St.   Justina,   Perdonig-Gaid,   Unterrain   und Frangart.   Der   Ort   ist   also   nicht   nur   eine   der   größten   Fraktionen   der   Gemeinde   Eppan,   er   ist   sozusagen   seine heimliche   Hauptstadt,   und   auch   historisch   betrachtet   wäre   ihm   diese   Rolle   zugefallen,   denn   er   ist   der dörfliche Mittelpunkt der alten Gerichte A ltenburg und Hocheppan.   Es   gibt   also   eine   Sehenswürdigkeit   in   St.   Pauls,   die   in   ihrer   Art   einzig   ist,   und   der   Platz   vor   ihr   ist   ein   Ort   für Bewunderung    und    Verblüffung:    die    Pfarrkirche,    der    "Dom    auf    dem    Lande'',    vielleicht    für    den    Laien eindrucksvoller   als   für   den   Kunsthistoriker,   jedenfalls   so   verschwenderisch   reich   an   Größe   und Ausstattung, wie    man    sie    in    keinem    anderen    Dorf    Südtirols    findet,    das    Zeugnis    eines    mehr    als    wohlhabenden Landstriches.    Schon    Marx    Sittich    von    Wolkenstein,    unser    Gewährsmann    um    die    Wende    des    16.    Jh.s, verherrlicht   in   seiner   Landesbeschreibung   St.   Pauls   als   die   schönste,   herrlichste   und   schier   reichste   Pfarrei, so es im Lande gibt".    An   dem   majestätischen   Gotteshaus   wurde   lange,   sehr   lange   bis   zu   seiner   heutigen   Gestalt   und   Größe   gebaut.   Mit   dem   Umbau   des   kleinen romanischen Kirchleins, wie es im 12. Jh. erstmals erwähnt wird, wurde im letzten Viertel des 15. Jh.s begonnen.     Die    Fassade    der    Pfarrkirche    von    St.    Pauls    ist    überraschend    reich    gestaltet;    mit    wuchtigen    Quadern    zwischen    Strebepfeilern, Maßwerkblenden   und   Fenstern   strebt   ,sie   imposant   auf.   An   ihrer   rechten   Seite   ist   der   81   m   hohe   Kirchturm   eingebaut;   mit   vier   gotischen Stockwerken überragt er die Fassade. Seine elegant geformte Zwiebelhaube wurde ihm erst im Jahre 1647 aufgestülpt.    Ein   Jahrhundert   lang,   von   1460   bis   1560,   währte   die   Bauzeit   des   Gotteshauses;   bis   zur   Turmspitze   waren   es   gar   an   die   zwei   Jahrhunderte. Ein   schwäbischer   Meister   begann   im   Jahre   1460   mit   dem   Bau   des   dreischiffigen   Chores   mit   dem   Säulenumgang.   Um   1520   ging   man   .an   die Errichtung   des   großen,   dreischiffigen   Langhauses.   Erst   im   Jahre   1552   erfolgte   seine   Einwölbung   durch   die   Meister Andrea   Crivelli   aus   Trient und Marco della Bolla aus Como (?), den Meistern der Hofkirche ("Schwarzmander-Kirche") zu Innsbruck.         
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 Nur noch als Skelett eines vornehmen mittelalterlichen Adelssitzes steht heute Boymont vor uns.  Die um 1230 erbaute Burg, die durch ihre elegante, rechteckige Anlage auffällt, wurde 1742 durch einen Brand zerstört und seitdem nicht wieder aufgebaut.  Der schöne Innenhof des Schlosses lädt den Wanderer zum Verweilen ein, zudem werden sogar Erfrischungsgetränke serviert. Rundbogenfenster, Reste der Burgkapelle und einige andere architektonische Eigenheiten verlocken Interessierte zu näherer Betrachtung Ein Aufstieg (etwa 20 Min.) vom tiefer gelegenen Schloß Korb lohnt auch wegen der schönen Aussicht.
Die Ruine liegt mitten im Wald, oberhalb von Missian. Entgegen den Lagen anderer Burgen ist Schloss Boymont ohne Probleme zu Fuss erreichbar. Der schöne Innenhof des Schlosses lädt den Wanderer zum Verweilen ein, zudem werden sogar Erfrischungsgetränke serviert. Das historische Dorf St. Pauls mit dem imposanten “Dom am Lande” hat sich mit den Wein-Kultur-Wochen einen Namen gemacht. DDas bekannteste Merkmal des Dorfes ist der “Dom auf dem Lande”. Die beeindruckend große Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung stammt aus der Zeit des 15. Jahrhunderts,