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Das Etschtal von Meran bis zur Salurner Klause, das Überetsch, den Bozner Talkessel und angeblich 36 Burgen kann man von dieser ideal gelegenen, trutzigen Ruine überblicken. Die Burg war im frühen 12. Jh. errichtet worden. Faszinierend sind die um 1200 entstandenen Fresken in der noch gut erhaltenen Burgkapelle, darunter ein Bild mit einer sympathischen »Knödelfresserin«.Erbaut von Ulrich II von Eppan circa um 1153, der in Feindschaft mit dem Bistum Trient und den Grafen von Tirol lebte. Als seine Söhne Friedrich und Heinrich von der Haderburg aus eine päpstliche Gesandtschaft, welche unter dem Schutze von Kaiser Barbarossa stand, überfielen, schickte der Kaiser eine Strafexpedition unter der Führung des bayrischen Herzogs Heinrich den Löwen nach Eppan. 
Diese Geschichte ist keine eigentliche Sage, sondern eine sagenhafte Erzählung über die Eppaner, Grafen, jenes streitbare Geschlecht der Eppaner die in ihrem Übermut den eigenen Untergang einleiteten. Ein großteil dieser Erzählung über die Eppaner Grafen und ihren Untergang ist tatsächlich geschehen. Die Grafen von Eppan, die den Namen führten von ihrer auf einem Hügel ob dem Dorfe Mösiach (Missian) bei Bozen gelegenen Burg, waren neben den Grafen von Andechs und von Tirol das mächtigste Grafengeschlecht im Lande. Gegen Mitte des 12. Jahrhunderts kam es zwischen den Grafen von Eppan und den Vinschgauer Grafen die sich Tirol nannten zu erheblichen, schon seit langem vorhandenen Spannungen zu vollem Ausbruch und verschärfte sich von Jahr zu Jahr. In einem Gefecht bei Tiesens erlitten die Eppaner eine Niederlage. Im Jahre 1158 hatte sich Papst Hadrian IV, ein Engländer, angeregt durch vorhergehende Übereinkunft, entschlossen, Kaiser Friedrich Barbarossa zum Frieden anzuleiten und zur Ermutigung Geschenke zu schicken. Auf Anraten des Herzogs von Bayern machten sich im Frühling des Jahres die Kardinäle Heinrich und Hyazinth von Rom auf den Weg zum Kaiser. Sie kamen mit großem Gefolge und reichen Geschenken glücklich nach Trient., wo Fürstbischof Adalpret II. die päpstliche Gesandtschaft empfing. Dieser war unterrichtet, dass die Eppaner Grafen einen Raubüberfall auf die Gesandten des Papstes planten. In der Erwartung, seine Gegenwart werde die Eppaner von dieser Tat abschrecken, beschloss er die Kardinäle zu begleiten. Der Zug macht sich  auf nach Norden. Jedoch an der Salurner Klause, wo die Haderburg in den Himmel ragt. wurden die Gesandten mit ihrem Geleite von Bewaffneten unter Führung des Friederichs von Eppan umzingelt und mitsamt des Bischofs, dem Lehensherrn der Eppaner, gefangen genommen. Während nun Friedrich mit seinem Bruder Heinrich die erkleckliche Beute abschätzten, gelang es dem Bischof Adalpret, mit Hilfe eines getreuen Kaplans über die Burgmauer hinabzulassen und zu entfliehen. Die Eppaner erkannten, dass infolge der Flucht des Bischofs ihre Untat bekannt würde und Papst und Kaiser versöhnt gegen sie vorgehen würde. Daher beschlossen sie die beiden Kardinäle freizulassen aber nicht das Gold und Geschmeide. Überraschend schnell kamen Truppen aus Süden und Norden um die Beleidigung an Papst und Kaiser zu rächen. Hilfstruppen befreiten die Gefangenen aus Burg Enn (bei Montan) und der Heerführer Barbarossas, Heinrich der Löwe, zerstörte die Burg Eppan mit Feuer und Schwert. Aber von diesem Tag an war die Macht der Grafen von Eppan gebrochen. Friedrich starb, Heinrich wurde an der Schwelle einer Kirche erstochen und die Söhne teilten sich das Lehen. Burg Hocheppan wurde wieder aufgebaut Aber das Geschlecht der Eppaner verlor ständig an Macht und erlosch schließlich um 1300.
Weit ober Missian auf steilen Felswänden ragt die “Wehr- und Trotzburg” in den Himmel. Zwischen 1964 und 1967 wurde die Anlage  renoviert.  Erreichbar ist die Burg von St. Pauls über Missian (Fahrweg bis zu den Unterhauserhöfen, Mark. 9, dann Fußweg 30-50 Min.), oder auch von der Ruine Boymont oder von Perdonig her. Der Heerführer Barbarossas, Heinrichs der Löwen, der in Südtirol einbrach, weil er für die Sicherheit der Gesandtschaft gebürgt hatte. Die Schmach an Kaiser und Papst wurde mit Feuer und Schwert getilgt. Der Überfall der päpstlichen Gesandtschaft durch die Grafen von Eppan war ein überaus kühnes Unterfangen, führte aber zum Untergang des Geschlechtes. Kaum zu glauben dass eine so starke Burg erobert werden konnte.