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Auf dem Hügel von Kastelruth, der wohl schon eine prähistorische
Befestigung trug und davon den Namen erhielt, erbauten die bereits im 11. Jh.
erwähnten Herren von Kastelruth, brixnerische Ministerialen, im 12. Jh. eine
Burg. Sie wurde 1262 von Bischof Bruno gebrochen, aber dann wiederhergestellt.
1675 ließen die Herren von Kraus die Ruine abtragen, den Burghügel ebnen und
gestalteten ihn zu einem Kalvarienberg aus. Dabei blieb ein kurzes Stück
Ringmauer und der zu einer Kapelle umgewandelte untere Teil des Bergfrieds
bestehen, der regelmäßige Steinlagen und gebuckelte Eckquadern aufweist.
Der Name Castelruptum
erscheint zum ersten Male in einer Urkunde der Jahre 928 bis 987, in der Bischof
Albuin von Brixen mit dem Bischof Eticho von Augsburg Kircheneinkünfte
austauscht. Im Jahre 985 erschient der Name Castelruptum in einer Urkunde, eine
Ruine bezeichnend. |