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Auf dem Hügel von Kastelruth, der wohl schon eine prähistorische Befestigung trug und davon den Namen erhielt, erbauten die bereits im 11. Jh. erwähnten Herren von Kastelruth, brixnerische Ministerialen, im 12. Jh. eine Burg. Sie wurde 1262 von Bischof Bruno gebrochen, aber dann wiederhergestellt.  1675 ließen die Herren von Kraus die Ruine abtragen, den Burghügel ebnen und gestalteten ihn zu einem Kalvaarienberg aus. Dabei blieb ein kurzes Stück Ringmauer und der zu einer Kapelle umgeewandelte untere Teil des Bergfrieds bestehen, der regelmäßige Steinlagen und geebuckelte Eckquadern aufweist.
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In der neueren Geschichte von Kastelruth spielen die Kraus von Sala eine hervorragende Rolle. Sie stammen aus Ungarn und sind durch Heirat nach Tirol gekommen. Michael Kraus war Großherr und Edler am Plattensee.Um die Mitte des 16. Jahrhunderts kam er in die Grafschaft Tirol, kaufte sich hier an und wurde später in die Adelsmatrikel von Tirol eingetragen. Von 1584 bis 1588 war er Pfleger (Richter) auf Hauenstein. Unmittelbar vor seinem Tode machte er die berühmte Stiftung für die Armen in Kastelruth, wozu er ein Kapital von 6500 Gulden, der Gulden zu 60 Kreuzer, bereitstellte, das einen jährlichen Zinsertrag von 1000 Kronen gab. Damit mußten in erster Linie Gottesdienste für die Herren von Kraus bestritten werden und mit dem Überschuß sollten die Dorfarmen beschenkt werden (Brot- und Salzverteilung an die Armen jeweils im Oktober jeden Jahres). Am 11. April starb Michael Kraus. Sein Grabstein ist in der Turmkapelle an der Mauer links des Portals befestigt. Jakob Kraus, der Neffe Michaels, errichtete an der Nordseite des Dorfplatzes den mächtigen Ansitz Krausegg, das heutige Gemeindehaus. Heute zeigt noch die Vorderseite des Hauses das Kraus'sche Wappen. Krausegg wurde 1607, am 2. Juni, durch Kaiser Rudolph II. zum adeligen Ansitz erhoben. Unter der Kraus'schen Herrschaft wurde das alte Römerkastell auf dem Kofel bis auf den Turm abgebrochen. Aus dem Turm schufen sie eine Doppelkapelle, deren untere dem hl. Antonius geweiht ist. Der Schloßberg selbst wurde von Georg Kraus in einen Naturpark umgestellt (1675) und die sieben kleinen Kapellen geben ihm das Gepräge eines Kalvarienberges. Am Dorfplatz steht der herrschaftliche Ansitz "Krausegg", heute Gemeindehaus. Es ist ein statticher Bau mitten am Dorfplatz von Kastelruth. Der große Saal im 1. Stock ist jetzt in drei Räume aufgeteilt. Am sogenannten Kofel (Kofl), wo die im 12. Jh. erbaute und 1262 von Bischof Bruno gebrochene Burg Kastelrut stand, errichtete Georg von Kraus seit 1675 eine Kalvarienberganlage, wobei in den alten Bergfried, von dem noch zwei Geschosse erhalten sind zwei gewölbte Kapellen mit einfachen Altären eingebaut wurden. Sowie sieben Kreuzwegkapellen. Von der ehemaligen Burg ist nur mehr am Ostabhang ein kurzes Stück Ringmauer erhalten.
Am Dorfplatz steht der herrschaftliche Ansitz "Krausegg", heute Gemeindehaus. Krausegg wurde 1607, am 2. Juni, durch Kaiser Rudolph II. zum adeligen Ansitz erhoben Jakob Kraus, der Neffe Michaels, errichtete an der Nordseite des Dorfplatzes den mächtigen Ansitz Krausegg, das heutige Gemeindehaus. Heute zeigt noch die Vorderseite des Hauses das Kraus'sche Wappen. Auf dem Hügel von Kastelruth, der wohl schon eine prähistorische Befestigung trug und davon den Namen erhielt, erbauten die bereits im 11. Jh. erwähnten Herren von Kastelruth Der Name Castelruptum erscheint zum ersten Male in einer Urkunde der Jahre 928 bis 987, in der Bischof Albuin von Brixen mit dem Bischof Eticho von Augsburg Kircheneinkünfte austauscht