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Die wichtige, einst Haslach genannte Straßensperre reicht ins 13. Jh. zurück. Die heute noch aufrecht stehenden Ruinen zweier Tortürme, einiger Wohngebäude, der Zollstätte und vom Berghang bis herab zur Rienz ziehender Wehrmauern stammen aus der Zeit Herzog Sigmunds des Münzreichen. An der Außenwand des östlichen Torturms, ober der rundbogigen Durchfahrt, erkannte man Reste eines Wandgemäldes mit den Wappen Österreichs und Tirols aus dem Ende des 15. Jh.s. 1472 wurde in Haslach eine Kapelle geweiht. Die Klause, durch deren Ruinen heute noch die Pustertaler Straße führt, wurde in den Franzosenkriegen 1809 niedergebrannt. 
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Das Pustertal ist im Osten und im Westen durch Klausen gesichert: die Mühlbacher Klause vor dem Austritt der Rienz in das Brixener Becken, die Lienzer Kiause vor dem Austritt der Drau in das Lienzer Becken. Die östlich der Gemeinde Mühlbach, in welcher die sogenannte Kandelburg, das ehemalige Rodenegg'sche Gerichtshaus, der Turm zu Mühlbach, heute Nonnenkloster und der einst Enzenbergische Strasshof bemerkenswert sind, gelegene Straßensperre mit Ringmauer, um welche ein Wehrgang lief, zwei runden Eck- und zwei viereckigen Tortürmen, durch welche die Staatsstrasse führt, und einer bergan führenden Sperrmauer, reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Früher Klause von Haslach genannt und mit Burgfrieden und Zollstätte ausgestattet, wurde sie von den Herren von Rodank erbaut und 1269 an den Grafen von Gönz abgetreten. Sie bildete 1271 bei der Länderteilung die Grenze zwischen görzischen und tirolischen Ländern, zwischen dem Besitz der Brüder Meinhard von Tirol und Albert von Görz. Die beiden Brüder besaßen und unterhielten die Klause gemeinsam. Als 1500 das ganze Pustertal tirolisch wurde, ging auch die Klause an Tirol über. Der heutige Bau wurde von Herzog Sigismund zwischen 1464 und 1487 aufgeführt. Die Franzosen stürmten 1809 mit schweren Opfern die Klause. Seit damals ist sie eine Ruine.  Versuche die Klause zu erneuern, scheiterten immer wieder an ihrer relativen Bedeutungslosigkeit, da sie sich ja seit 1500 inmitten des Landes Tirol befand. Erst der Bau einer neuen Straße und deren Verlegung außerhalb der Mauern der Anlage bzw. das Engagement einiger Mühlbacher führte dazu, dass ab 1978 die Klause restauriert wurde.  Die Mühlbacher Klause ist mehr als eine bloße Zollstation und sah manches Gefecht. So wurde die Klause noch in den Bauernkriegen 1526 vergeblich belagert. Durch Kämpfe im Jahre 1703 (Spanischer Erbfolgekrieg) und 1809 (Tiroler Erhebung gegen die bayrische Besatzung) wurde die Sperre sehr stark beschädigt und nicht wieder aufgebaut.
Sie ist gegliedert in einen oberen befestigteren und einen unteren, ehemals bewohnten, bewirtschafteten Teil. Im oberen Teil ist nur mehr der linke Rundturm erhalten. Der rechte wurde beim Bau der Pustertaler Bahnstrecke zerstört. Im unteren Teil ist das Parterre des Zollgebäudes erhalten, worin sich Schmiede und Stallungen befunden haben. Auf der linken Seite befindet sich der sogenannte Kaiserturm. Die Mühlbacher Klause stellt den westlichen Eingang zum Pustertal dar. Die Klause wurde einst als Festung und Zollstation genutzt. Die Mühlbacher Klause war als Mehrzweckanlage konzipiert, die nicht nur eine Zollstätte beherbergte, sondern darüber hinaus Wohnzwecke erfüllen musste und als wehrhafte Talssperre diente.