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Der “Kreidenturm” liegt nordöstlich unterhalb von Hocheppan. Gut 50 Meter unterhalb der Ruine Hocheppan, ragt auf einem spitzigen Waldhügel ein weißer, schlanker Viereckturm in die Höhe, der angeblich 23 Meter hoch und - seltsam genug für ein mittelalterliches Bauwerk! - rundherum mit Mörtel verputzt ist. Zinnen trägt er keine, dafür zeigen seine Ecken außerordentlich schöne Bukelquadern.
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Die Burgruine unterhalb von Hocheppan, die allgemein als Kreidenturm bezeichnet wird, war gewiß nicht nur ein Turm.  Weitere Grundmauerreste zeigen, daß ein Wohngebäude an den Bering angebaut war. Die Burg diente als Vorwerk für Hocheppan. An der Südwestseite dagegen gewahrt man knapp über dem Boden eine nunmehr weit ausgebrochene Öffnung. Sie wurde ohne Zweifel erst viele Jahre später ausgebrochen und und diente wohl zum Einstieg in den Turm, als dieser für Signallfeuer verwendet wurde. Etwa zehn Fußminuten vor Hocheppan befindet sich der Kreidenturm, ein separates Vorwerk von Hocheppan (Standort: ♁⊙). Es besteht aus einem sehr hohen, weiß gekalkten Turm, der wohl sogar in ursprünglicher Höhe erhalten ist und von einer kleinen Ringmauer Der Turm war wohl eine Vorwerk zur Sicherung und zum Schutz des Aufstiegs nach Hocheppan. Wahrscheinlich wurde er auch für "Kreidenfeuer" (Wehr und Signalfeuer) verwendet worden sein: Den Turm umgab eine mäßig ausgedehnte Mauer, von der heute nur mehr armselige Reste zu sehen sind.  Von diesem Kreidenturm aus die ganze Landschaft weitläufig überblicken. Auf diesem Bild sieht man den einstigen Hocheinstieg in den Turm, der gleichzeitig mit der Burg Hocheppan um 1160 entstanden sein dürfte Der Turm hat auffallend sorgfältig gearbeitete Ecksteine, sogenannte Buckelquader. Innerhalb des Berings dürfte einst auch ein kleiner Wohnbau bestanden haben. Der sogenannte Kreidenturm hat keine Zinnen, sondern einst war ein hölzener Wehrgang angebracht. Der Turm hat eine Höhe von ca. 23 Metern. Rund um den Turm war eine viereckige Ringmauer mit etlichen Wohngebäuden und Ställen. Die  Ringmauer mit einer Ausdehnung von 15 x 12 m. Von ihr sind nur die knie- bis schulterhohen Grundmauern geblieben. Weitere Grundmauerreste zeigen, daß ein Wohngebäude an den Bering angebaut war Blick auf den Hocheinstig in einer Höhe von gut 15 Metern. auch etliche Kragsteine sind ober dem Einstieg zu sehen. Wahrscheinlich waren hier hölzerne Wehrgänge.
Wanderung von Schloss Korb nach der Ruine Boymont und Hocheppan Von Schloss Korb, dessen Ursprünge ins 13. Jh zurückreichen, das aber später ausgebaut wurde und heute als Hotelbetrieb geführt wird, geht es zunächst hinauf zur Burgruine Boymont. In dieser ausgedehnten, ebenfalls im 13. Jh. errichteten Burg ist heute eine Gaststätte untergebracht. Weiter durch Buschwald und nach Querung einer kleinen Schlucht, erreichen wir die wahrscheinlich um 1120 von Graf Ulrich II. von Eppan erbaute Burg Hocheppan, die einen wehrhaften Felskopf krönt; unweit davon steht als Sehenswürdigkeit von hohem Rang die Burgkapelle mit reichem Freskenschmuck aus der Zeit um 1200. Auch in dieser Burg befindet sich eine Gaststätte für Besucher. Auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt kommen wir noch am sogenannten Kreidenturm vorbei, bei dem es sich wahrscheinlich um eine Art Vorwerk der Burg Hocheppan handelt.
Blick von der Ruine Kreidenturm nach Hocheppan. Den Turm, der noch in voller Höhe steht (!), kann man leider nicht besteigen. Die Aussicht wäre sicher famos und würde einem die Funktion der Burg noch näher bringen. Die Burgruine unterhalb von Hocheppan, die allgemein als Kreidenturm bezeichnet wird, war gewiß nicht nur ein Turm. Sie hatte zumindest eine Ringmauer mit einer Ausdehnung von 15 x 12 m.