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Der “Kreidenturm” liegt nordöstlich unterhalb von Hocheppan. Gut 50 Meter unterhalb der Ruine Hocheppan, ragt auf einem spitzigen Waldhügel ein weißer, schlanker Viereckturm in die Höhe, der angeblich 23 Meter hoch und - seltsam genug für ein mittelalterliches Bauwerk! - rundherum mit Mörtel verputzt ist. Zinnen trägt er keine, dafür zeigen seine Ecken außerordentlich schöne Bukelquadern.
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Die Burgruine unterhalb von Hocheppan, die allgemein als Kreidenturm bezeichnet wird, war gewiß nicht nur ein Turm. Sie hatte zumindest eine Ringmauer mit einer Ausdehnung von 15 x 12 m. Von ihr sind nur die knie- bis schulterhohen Grundmauern geblieben. Weitere Grundmauerreste zeigen, dass ein Wohngebäude an den Bering angebaut war. Die Burg diente als Vorwerk für Hocheppan. Der einsam im Wald stehende Turm ist von einer nunmehr größtenteils zerfalellenen Ringmauer umgeben, die Schlitzscharten aufweist und deren Grundriss ein Rechteck mit einer geknickten Langseite bildet. In der Südostseite des Turmes sieht man in zweidrittel Höhe den ursprünglichen Turmeingang. Verziert mit Rundbogen und Quaderrahmung. An der Südwestseite dagegen gewahrt man knapp über dem Boden eine nunmehr weit ausgebrochene Öffnung. Sie wurde ohne Zweifel erst viele Jahre später ausgebrochen und und diente wohl zum Einstieg in den Turm, als dieser für Signal oder Kreidenfeuer verwendet wurde. Bewohnt war der Kreidenturm ohne Zweifel nie, da er weder Fenster aufweist noch auch geräumig genug gewesen wäre für diesen Zweck. Denn im Inneren des Turmes ist nur ein enger, düsterer Schacht. Einige Balkenlöcher und Kragsteine hoch oben am Turm weisen noch darauf hin, dass dort oben einmal - ähnlich wie beim Hocheppaner Fünfeckturm - ein hölzerner Wehrgang herumführte. Über die Bedeutung dieses merkwürdigen Turmes sind  schon viele widersprechende Meinungen geäußert worden : “Römerturm - Wartturm - Burgstall von Hocheppan (?) - Vorburg u. ä. Dem Baucharakter nach entstand der Kreidenturm im 12. Jahrhundert und vermutlich zur selben Zeit wie Hocheppan. Urkundlich erwähnt wird er nie. Der Turm ist also ein Rätsel aus dem Mittelalter, das noch keine Lösung hat .. Der Kreidenturm auf einer Seehöhe von 538 m ist ein Wahrzeichen auf der untersten Stufe des Mittelgebirges unter dem Absturz des Gantkofels. Er ist so weit vorgeschoben dass man ihn durch das Etschtal von Meran her und ebenso vom Eisacktal bei Bozen und aus dem Überetsch hervorragend sehen kann. Der Hocheppaner Kreidenturm ist ein auffallend hoher und schlanker Viereckturm, hat einige Meter über dem Erdboden eine Öffnung, die wohl der einstige Einstieg ist (?). Allerdings ist auch in schwindliger Höhe eine Rundbogenöffnung - ein Hocheinstieg(?). Nach seinem Namen “Kreidenturm” ist zu schließen, dass er unter anderem auch als Signalturm für Kreidenfeuer diente. Kreidenfeuer sind Warn- und Signalfeuer die wahrscheinlich im ganzen Burggrafenamt sichtbar waren. Auch konnte man vom Turm aus den Burgweg nach Hocheppan und die ganze Gegend genau überwachen. Wer die Burgruine Hocheppan besucht, ob nun auf dem Weg von St. Pauls oder Unterrain und Missian her über den Unterhauserhof oder auf dem steilen Andrianer Steig her kommt, muß am Hocheppaner Kreidenturm vorbei und hat nur mehr ca. 20 Minuten bis Hocheppan zu steigen.
Blick von der Ruine Kreidenturm nach Hocheppan. Den Turm, der noch in voller Höhe steht (!), kann man leider nicht besteigen. Die Aussicht wäre sicher famos und würde einem die Funktion der Burg noch näher bringen. Die Burgruine unterhalb von Hocheppan, die allgemein als Kreidenturm bezeichnet wird, war gewiß nicht nur ein Turm. Sie hatte zumindest eine Ringmauer mit einer Ausdehnung von 15 x 12 m. Sie hatte zumindest eine Ringmauer mit einer Ausdehnung von 15 x 12 m. Von ihr sind nur die knie- bis schulterhohen Grundmauern geblieben. Weitere Grundmauerreste zeigen, daß ein Wohngebäude an den Bering angebaut war Die einen sagen, die Burg diente Signalzwecken, andere sehen sie als Vorwerk zu Hocheppan. Wir glauben, beides trifft zu. Aufgrund der Lage, konnte man vom Bergfried aus ins Nachbartal schauen, was von Hocheppan aus nicht möglich war.