Copyright © März 2015 -  Hall in Tirol. All Rights Reserved. - Web Design © by adi sparber.       mail - adolf.sparber@chello.at
Auf einem Felsenhügel, der auch in der Vorgeschichte besiedelt war, bestand schon im 10.Jh. eine den Bischöfen von Trient gehörenden Wehranlage, die zur Grenzkontrolle errichtet worden war und später zu einer Burg ausgebaut wurde.  Doch erst unter Erzherzog Sigismund (daher der Name!) wurde sie zu der mächtigen Festung erweitert, deren Ruine bis heute das I,andschaftsbild prägt.Sigmundskron ist einer der ältesten, ausgedehntesten und bekanntesten Burgbauten Südtirols. Die Burg steht auf einem in die Ebene vorspringenden, steil abfallenden Felsenhügel dort, wo die Etsch scharf aus südöstlicher in südliche Richtung biegt. Das Schloss ist eine der ältesten Burganlagen Südtirols und zählt zu den wichtigsten Symbolen in der Südtiroler Geschichte.
Auf dem Schlosse Sigmundskron, das hart am Etschknie stattlich auf breitem Felsen thront, hauste einst ein leichtlebiger Junker, der allinächtlich zu sündhaftem Treiben in das nahe Dorf Frangart schlich. In einer stürmischen Nacht, da ein eiskalter Wind von der Mendel niederbrauste, rollte dem Junker auf der Frangarter Straße ein von vier feuerschnaubenden Rossen gezogener Wagen entgegen. Aus der Kutsche stieg ein Mann, von dem Feuerschein ausging und der dem  Junker die drohenden Worte entgegenrief: ,Wenn ich dich nochmals auf diesem Sündenpfad treffe, dann bereite ich dir dein Bett an jenem Felsen furchtgeschüttelt kehrte der Junker um und entsagte mehrere Monate lang seiner Leidenschaft. Eines Nachts aber trieb es den Unseligen doch wieder hinunter nach Frangart Kaum hatte er die Straße erreicht, da sauste wieder der feurige Wagen heran; der Satan sprang aus der Kutsche, ergriff den Junker und schleuderte ihn an den Burgfelsen.  Noch nach Jahren tropfte das Blut des Verdammten von dem Felsen, und als man den Stein wegsprengte, um die unheimliche Spur zu vertilgen, klang noch oft zur Nachtzeit geisterhaftes Wehklagen um die Burgmauern von Sigmundskron.
Erzherzog Sigmund der Münzreiche (1439-1490) Erzherzog Sigmund ist der Sohn von Herzog Friedrich IV. und der Anna von Braunschweig. Der beim Tod seines Vaters (1439) erst Zwölfjährige gelangte in die Vormundschaft von Herzog Friedrich von der Steiermark (späterer Kaiser Friedrich III., Vater von Kaiser Maximilian I.) und konnte somit nicht gleich die Herrschaft in Tirol antreten. Erst mit 19 Jahren gab Friedrich ihn heraus, da er Tirol als reiches Land (Bodenschätze, etwa Silber und Kupfer in Schwaz) gerne selbst verwaltet hätte. Sigmund starb 1496. Eindeutig bewiesen ist seine Sterbeszene: Vor seinem Tod ließ er sich drei Becken mit Münzen an sein Bett bringen, „weil sein Gnad noch einmalin ein Silber greifen wollt“, doch das Geld war ausgeliehen. Beigesetzt wurde er in Stift Stams.
Schloss Sigmundskron ist eine historische Burganlage in Bozen, Südtirol und das Herzstück des Reinhold Messner Mountain Museum. Die Burg steht auf einem in die Ebene vorspringenden, steil abfallenden Felsenhügel dort, wo die Etsch scharf aus südöstlicher in südliche Richtung biegt. Man erreicht die Burg von der Ortschaft Sigmundskron (an der Mendelstrasse, 4 km von Bozen) aus Die gewaltigen Ringmauern sind von Rundtürmen an den Ecken verstärkt. In diesem Turm ließ sich Erzherzog Sigmund ein Fürstenzimmer einrichten. Ein Ausstellungsstück in der Burg. In der düsteren Atmosphäre  im mystischen  Inneren  stehen Götter und Dämonen mit Bezug zu Bergen.