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Nördlich vom Völser Steg im Eisacktal liegt in
einsamer Gegend auf einem nach zwei Seiten abfallenden Felsenkegel über dem vom
Ritten kommenden Steger Bach in der Gemarkung der Gemeinde Ritten die Burgruine
Stein am Ritten.
Die für die Verteidigung ausserordentlich günstige Lage dürfte
zur Wahl dieses Ortes für eine Wehranlage geführt haben. Hier finden sich kein
weiter Ausblick, kein Burghof, nur enge Räume, ein wenige Meter grosser Garten
hängt über den abstürzenden Felsen; auch der Zungang zur Feste ist kein
bequemer.
Vom Palas stehen nur noch Süd- und Westwand, die Ringmauern der tiefer
gelegenen Vorburg sind zum Großteil in die Tiefe gestürzt. In der ersten Hälfte
des 13. Jahrhunderts wurde die Anlage von den Herren de Lapide (zum Stein)
erbaut, 1349 zerstört, danach wieder aufgebaut und im 17. Jahrhundert
aufgelassen. |