Es wird erzählt, wie Ende des zehnten Jahrhunderts der aus dem Tiroler Adelsgeschlecht der Thaur stammende Romedius, durch Gottes Stimme berufen, sein ganzes Vermögen verschenkte, und sich entschied, das wahre Glück in Gebet und Meditation zu suchen. Nach seinem Tod wurde seine letzte Ruhestätte die Klause im Nonstal, die auch heute noch zu sehen ist.
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Burg und Thaurer Schlosskirche sind eng mit der Legende vom heiligen Romedius  verbunden Romedius wurde im Thaurer Schloss als Sohn des "Grafen von Thaur"  geboren. Der fromme, gottesfürchtig erzogene Knabe zog sich oft in eine Felsenhöhle  zurück, um in der Einsamkeit zu meditieren.  Am nahe gelegenen Schloßhügel baute er eine Kapelle zu Ehren des Apostels Petrus.  Nach dem Tod seiner Eltern verschenkte er all sein Hab und Gut den Armen und pilgerte  mit seinen zwei Gefährten, Abraham und David, zu den Gräbern der Apostel und Märtyrer  nach Rom. Nach seiner Rückkehr zog er auf Rat des heiligen Vigilius, des Bischofs von  Trient, ins Nonstal. Dort fand er mit Hilfe von Vögeln, die ihm das Baumaterial auf die  Felsen trugen, den geeigneten Platz für die Errichtung einer Einsiedelei.  Mit seinen Freunden führte er hier ein gottgefälliges Leben. Bald sprach sich die  Wundergabe von Romedius herum, und von überall her kamen die Menschen, um bei  dem frommen Einsiedler Hilfe und Trost zu suchen. Als Romedius sein Ende nahen  fühlte, wollte er noch einmal den hl. Bischof Vigilius von Trient aufsuchen. Doch ein Bär  überfiel und zerriß sein Pferd. Da Romedius nun kein Reittier mehr hatte, fing er den  Bären ein und zähmte das wilde Tier. Willig und sanft trug trug ihn der Bär über Berg und  Tal in die Bischofsstadt. Bald darauf starb Romedius und wurde in San Romedio im  Nonstal begraben.
Die Wallfahrtskirche S. Romedio befindet sich in der Nähe von Sanzeno im Nonstal und zählt zu den wohl interessantesten Beispielen der mittelalterlichen christlichen Kunst im Trentino.
Geboren wurde Romedius vermutlich in Thaur bei Innsbruck (Österreich), gestorben im 4., 7. oder 11. Jahrhundert. Aus dem Geschlecht der Grafen von Thaur soll der heilige Romedius gestammt haben, das besagen alte Überlieferungen. Wann er genau lebte, ist bis heute nicht einwandfrei zu klären gewesen, da die Aufzeichnungen aus alter Zeit sich teilweise widersprechen. Den Überlieferungen und Legenden nach verteilte er seinen Erbbesitz an die Domkirchen von Trier und Augsburg und schenkte einen weiteren Teil den Armen. Er pilgerte nach Rom und zog anschließend als Einsiedler mit zwei Gefährten nach Südtirol.
Die Burg von Thaur wurde im 13. Jahrhundert ausgebaut und war Gerichtssitz. Nach einem Brand und einem folgenschweren Erdbeben sind heute nur noch Ruinen vorhanden.  Ehemals größte Burganlage im Inntal und Gerichtssitz. Im 13. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Andechs, später im tirolischen. Die drei silbernen, im Wappen vorkommenden Türme deuten auf die damals hier befindliche Burg Thaur hin. Dieser zauberhafte und spirituelle Ort ist somit rund um die Figur des Hl. Romedius entstanden. Es gibt einige Legenden des Eremiters Romedius und die wohl bekannteste davon ist jene mit dem Bär.