Es wird erzählt, wie Ende des zehnten Jahrhunderts der aus dem Tiroler Adelsgeschlecht der Thaur stammende Romedius, durch Gottes Stimme berufen, sein ganzes Vermögen verschenkte, und sich entschied, das wahre Glück in Gebet und Meditation zu suchen. Nach seinem Tod wurde seine letzte Ruhestätte die Klause im Nonstal, die auch heute noch zu sehen ist.
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Auf dem Weg zur Ruine Thaur liegt östlich am Waldrand das Romedikirchlein. Der hl.  Romedius, Sohn eines Grafen von Thaur, lebte vermutlich im 11. Jh. Er zog sich als  Einsiedler in eine Felsenhöhle zurück, verschenkte seinen Besitz an die Armen und reiste  nach Rom. Nach seiner Rückkehr ließ er sich am Nonsberg im Trentino nieder.  Das kleine Barockkirchlein mit Rokokoeinrichtung (um 1779) ist dem hl. Petrus und  Paulus geweiht. Innen befinden sich Fresken mit Szenen aus dem Leben der beiden  Heiligen sowie einer Statue des hl. Romedius. Mehrere Votivbilder mit dem Heiligen  erinnern an Gebetserhörungen. Das Kirchlein steht weithin sichtbar nördlich des Dorfes  Thaur auf einer Anhöhe unweit der Ruine Thaur. Erstmalige Erwähnung erfolgter 1413.  Schon auf dem Weg dorthin geht man an sieben Stationskapellen vorbei einer kleinen  Kreuzkapelle und einem wirklich romantischen Ostergrab.  Angeblich befand sich hier schon im Mittelalter das Kirchliche Zentrum der Urpfarre  Thaur. Als Herzog Friedl (der mit der "leeren" Tasche) in der Kirche nach vermuteten  Schätzen graben ließ, erlitt das Gotteshaus schweren Schaden. Es wurde baufällig,  sodaß der Thaurer Pfarrer Georg Meringer, ein großer Verehrer der hl. Romedius, die  Kirche 1779 auf den alten Grundmauern neu errichten ließ. Die Deckengemälde malten  die Thaurer Josef und Franz Giner (1779). Die Statue des hl. Romedius schnitzte der aus  Hall stammende Künstler Franz Stöckl (1713). An das Kirchlein ist eine Einsiedelei  angebaut. - Zur Schloßkirche führt der ziemlich steile Kreuzweg hinauf, der 1870 erbaut wurde. Hier hinauf führt am Nachmittag des  Palmsonntags der traditionelle Palmeselzug.  Die Schloßkirche auch Romediuskirche genannt, wurde im Jahre 1870  erbaut. Auf dem Weg zur Ruine Thaur liegt östlich am Waldrand das Romedikirchlein Leider ist das Kirchlein die meiste  Zeit im Jahr verschlossen. Fürst Friedl hoffte hier den Schatz des hl. Romedius zu finden. Aber nur ein wenig Getreide  fand man unter dem Altar. 
Schon früh sind in der Umgebung der Kirche Einsiedler bekannt, beim Neubau der Kirche wurde über der Krypta des alten Gotteshauses eine Einsiedelei errichtet, welche bis 1869 besetzt war.  Aus derselben Zeit stammt auch das Hl. Grab am Weg zur Kirche. Die Burg von Thaur wurde im 13. Jahrhundert ausgebaut und war Gerichtssitz. Nach einem Brand und einem folgenschweren Erdbeben sind heute nur noch Ruinen vorhanden.  Ehemals größte Burganlage im Inntal und Gerichtssitz. Im 13. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Andechs, später im tirolischen. Die drei silbernen, im Wappen vorkommenden Türme deuten auf die damals hier befindliche Burg Thaur hin. Obwohl das im Volksmund Romedikirche genannte Gotteshaus nicht zum Ensemble des benachbarten Thaurer Schlosses gehörte, bildet es wahrscheinlich neben diesem den zweiten zentralen Punkt Thaurs im Mittelalter.