Das Schloss in Fügen wurde um 1550 von Georg von Keutschach errichtet, der auch mit dem Eisenbergbau in dieser Gegend begann. Zusammen mit der Eisenhütte kam das Schloss an die Grafen von Fieger, die es umgestalteten und ihm seine heutige Form gaben. Im Jahre 1802 erwarb Nikolaus  Graf Dönhoff den Besitz und brachte hier im Jahre 1831-1851 eine Nadelfabrik unter. Anlässlich eines Besuches des Kaisers Franz I. und des Zaren Nikolaus I. wurde im Fügener Schloss 1822 das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" von der Sängergruppe Rainer erstmals öffentlich vorgetragen. (unten)
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Inmitten der Ortschaft Fügen, gegenüber der Dekanatskirche steht das behäbige Barockschloss,  das dem Dorfbild ein nahezu feudales Gepräge verleiht. Bis 1926 war es durch einen gedeckten  Gang mit der Kirche verbunden. Der vierflügelige Bau mit zwei Türmchen und dem rotmarmornen  Rundbogenportal (links) umschließt einen geräumigen Hof. Eine Mauer mit drei Rondellen  begrenzt den Garten. Interessant ist die Treppenanlage mit einem barocken Holzgeländer und dem Wappen der Fieger aus dem Jahre 1793.  Die Kapelle, der ehemalige Festsaal, birgt ein 1681  geschnitztes Mariahilf Bild. Um 1550 hatte sich Georg von Keutasch, der aus Kärnten stammende erste Fügener   Eisengewerke (Bergwerksbesitzer), hier einen Wohnturm erbaut, der mit seinen Schießscharten  und einer Spitzbogentür in der Südostecke des Schlosses erhalten geblieben ist. Auf die  Keutschacher folgten die Schneeweiß aus Arnoldstein im Gailtal. So wie ihre Vorgänger  errichteten auch sie mehrere Schmelzhütten. Der Bergbau begann zu erblühen und brachte Arbeit und Wohlstand. 1651 erwarb Graf Fieger von Friedberg, ein Schwager der letzten Schneeweiß, das Schloss. Die  Fieger ließen es 1729 bis 1732 so umbauen wie es heute aussieht. Nach dem Aussterben der  Fieger folgten 1802 die Grafen Dönhoff, die von 1813 bis 1851 im Schloss eine Nadelfabrik  betrieben. Denn nach den schrecklichen Brandschatzungen von Schwaz und Schlitters durch die  bayrischen Truppen im Jahre 1809 herrschten im Tiroler Unterland Not und Elend. Um  Arbeitsplätze zu schaffen, gründete man mehrere große Betriebe , einer davon war die Nadelfabrik im Schloss Fügen.  Seit 1926 ist das Schloss als "Bubenburg" im Besitz des Seraphischen Liebeswerkes, das mit Kapuzinerpatres, Terziarschwestern  aus Hall und ausgebildeten Erzieherinnen in einem ganzjährig geführten Internat Volks- und Hauptschüler betreut. Etwa 3000  Buben haben bisher hier vorübergehend gewohnt und eine gute Ausbildung sowie Heimat gefunden. Das ehemalige Seraphische  Liebeswerk der Kapuziner hat im September 2012 seinen Namen geändert und heißt nun „slw Soziale Dienste der Kapuziner“  www.slw.at) Da in der ehemaligen Bubenburg nun auch Mädchen begleitet werden und dislozierte Wohngemeinschaften in Strass  im Zillertal bestehen, wurde auch die Bubenburg umbenannt und heißt nun „slw Jugendhilfe“. In der slw Jugendhilfe finden junge Menschen, die nicht zu Hause leben können, ein stabiles Umfeld, verantwortungsvolle  Bezugspersonen mit professioneller Ausbildung und einen guten Ort zum Leben. Die slw Jugendhilfe bietet Wohn- und  Betreuungsmöglichkeiten in sozialpädagogischen Wohngruppen (im Schloss Fügen) und in der Wohngemeinschaft Strass/Zillertal. Im Jahr 2014 werden drei weitere Wohngemeinschaften im Raum Fügen eröffnet.
Graf Ferdinand Fieger baute aus einem vorhandenen Ansitz dieses große Barockschloss (1695 bis 1702)Bedeutung gewann er durch den Bergbau, von dem heute noch der Schaustollen am Fügenberg zeugt Das Schloss Fügen war Herrschaftssitz der Bergbauunternehmer. Das vierflügelige Barockschloss der Grafen Fieger  mit zwei Haubenbedeckten Türmen.  Im Jahre 1802 erwarb Nikolaus  Graf Dönhoff den Besitz und brachte hier im Jahre 1831-1851 eine Nadelfabrik unter. Blick in den Schlosshof mit einem Kreuz. Inmitten der Ortschaft Fügen, gegenüber der Dekanatskirche steht das behäbige Barockschloss, das dem Dorfbild ein nahezu feudales Gepräge verleiht.