Der Verwirklichung gingen insgesamt 13 Planungsphasen voraus. 1878 wurde mit dem Bau des "Bayerischen Versailles" nach Plänen von Georg Dollmann begonnen. Als Abbild von Versailles sollte dieses Schloss ein "Tempel des Ruhmes" für König Ludwig XIV. von Frankreich werden, den der bayerische Monarch grenzenlos verehrte 1886, beim Tod von König Ludwig II., war das Schloss noch nicht vollendet. Einige Teile wurden später abgetragen Königsschloss Herrenchiemsee Bilder
Königsschloss Herrenchiemsee - Bilder
 
Als Baugelände erwarb Ludwig II. 1873 die Chiemseeinsel Herrenwörth, nachdem sich der ursprünglich ausgesuchte Standort im Graswangtal bei Ettal als zu klein erwiesen hatte Schloss Herrenchiemsee untersteht der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Es ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Schloss Herrenchiemsee war das kostspieligste der Schlösser Ludwigs II., der seine Bauten mit seinem Privatvermögen, den Einnahmen aus seiner Zivilliste, den auf den Kaiserbrief folgenden Subsidien und letztlich auch mit zahlreichen Krediten finanzierte. Ludwig II. wollte Schloss Herrenchiemsee, wie auch seine anderen Bauten, nie für die Öffentlichkeit zugänglich machen und wünschte, dass die Schlösser nach seinem Ableben zerstört werden sollten. Blick auf den Fortunabrunnen und die Schlossfassade Der glühendste Verehrer des allmächtigen Königs war Bayerns Märchenkönig Ludwig II., der das luxuriöse Versailler Schloss nicht nur kopieren, sondern übertrumpfen wollte. Der wltberühmte Spiegelsaal in Herrenchiemsee.  das Privatschlafzimmer Ludwig II. und die Rohbauräume im Nordflügel des Neuen Schlosses, in denen ab 14. Mai die Bayerische Landesausstellung "Götterdämmerung. König Ludwig II. und seine Zeit" stattfand. Der versenkbare Speisetisch, ein »Tischlein deck dich«, gestattete dem König, wie auch in Schloss Linderhof, die Mahlzeiten ohne Bedienung einzunehmen. Unter den großen Schauräumen sind das Prunktreppenhaus, das Paradeschlafzimmer und die Große Spiegelgalerie hervorzuheben. Mit dem Schloss sollte auf der Insel, der Park von Versailles in seinem ursprünglichen Glanz wieder erstehen. Der mit Versailles untrennbar verbundene Park sollte nach dem Wunsch des Königs nicht einfach kopiert werden. Wie das Schloss, waren auch die Gartenanlagen in ihrer geplanten Gestalt zwar als Zitat, aber nicht als genaue Kopie des Versailler Vorbildes gedacht Hautmann erhielt in den 1880er Jahren Aufträge für verschiedene Skulpturen im Schloß und Park von Herrenchiemsee. Hier ein Jagdhund mit Hirsch. Herrenchiemsee: Skulptur am Brunnen vor dem Neuen Schloss. Die meisten Bronzeskulpturen stammen von Johann Nepomuk Hautmann (* 21. April 1820 in München; † 30. Januar 1903 in München) war ein bayerischer Bildhauer.
Unter den großen Schauräumen sind das Prunktreppenhaus, das Paradeschlafzimmer und die Große Spiegelgalerie hervorzuheben. Das intime Kleine Appartement ist in Formen des französischen Rokoko gehalten und diente als Wohnung des Königs. 1876 legte Hofgärtendirektor Carl von Effner die endgültige Planung für einen großen Garten nach dem Vorbild von Versailles vor. Beim Tod des Königs waren nur die Gartenteile entlang der Hauptachse mit ihren berühmten Brunnen und Wasserspielen fertig gestellt. Ein paar Worte zu König Ludwig II. Der Mythos bildete sich schon zu Lebzeiten des Königs. "Ein ewig Rätsel will ich bleiben mir und anderen", hatte Ludwig einst seiner Erzieherin geschrieben, und dieses Rätselhafte fasziniert die Menschen noch heute.  Der Dichter Paul Verlaine nannte Ludwig II. den "einzigen wahren König dieses Jahrhunderts". Der menschenscheue Träumer, das Gegenbild eines Bürgerkönigs, ist noch heute als "der Kini" präsent und wird als Idol verehrt. An dem Versuch der Selbstverwirklichung im Historischen, im Poetischen und im Idealen ist Ludwig II. schließlich gescheitert. Er zog den Tod wohl der Rückkehr in die Wirklichkeit vor.
Die Bilder von den prunkvollen Innenräumen sind aus dem Büchlein Herrenchiemsee Königsschloss. Fotos : Josef Härtl  - (1997) - Ludwig II von Bayern. Seine Schlösser, die nie ein Fremder betreten sollte, wurden seit dem Tode Ludwigs II. von mehr als 50 Millionen Menschen besucht. Sie sind steinerne Zeugen der idealen Gegenwelt, die der König sich in Abwendung von der Gegenwart errichtete.    
Die Bilder von den prunkvollen Innenräumen sind aus dem Büchlein Herrenchiemsee Königsschloss. Fotos : Josef Härtl  - (1997) - 1873 erwarb König Ludwig II. von Bayern die Herreninsel als Standort für sein Neues Schloss Herrenchiemsee. Als Abbild von Versailles sollte dieses Schloss ein "Tempel des Ruhmes" für König Ludwig XIV. von Frankreich werden, den der bayerische Monarch grenzenlos verehrte.